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Domburg


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Domburg (Begriffsklärung) aufgeführt.

Domburg ist ein niederländisches Seebad mit 1360 Einwohnern (Stand 2001) an der Nordseeküste. Es liegt auf der Halbinsel Walcheren in der Provinz Zeeland und gehört politisch zur Gemeinde Veere. Wahrzeichen der Stadt ist der Wasserturm (Watertoren), der weithin auf der Insel Walcheren zu sehen ist und auch Ortsunkundigen den Weg nach Domburg weist.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Ort entstand in der Nähe eines alten römischen Tempels für die Göttin Nehalennia. Der Tempel wurde im 3. Jahrhundert überflutet und 1647 wiederentdeckt.

Domburg erlangte die Stadtrechte im Jahre 1223. Die Stadt bezeichnet sich seit 1834 als Badeort und ist damit der älteste Badeort in Zeeland, Badetourismus gab es jedoch schon vorher.

Im Jahr 1889 besuchte die Schriftstellerin und rumänische Königin Elisabeth zu Wied Domburg. Die heute noch existierende Villa, in der sie bei diesem Besuch wohnte, wurde anschließend nach ihrem Pseudonym „Carmen Sylva“ benannt.

Kultur und Brauchtum

Im 20. Jahrhundert wirkten hier eine Reihe von Künstlern, darunter Piet Mondrian und Jan Toorop.

Jedes Jahr im September findet in Domburg und umliegenden Orten ein Jazz-Festival namens „Jazz by the Sea“ statt.

Im August jeden Jahres findet das bekannte Ringreiten statt, bei dem der Reiter im Galopp mit seiner Lanze einen an einer Schnur aufgehängten Ring aufspießen muss. Dieser „Bauernsport“ wird auch als Ringstechen bezeichnet und hat seinen Ursprung in Wehrtüchtigkeitswettbewerben kriegsdienstpflichtiger Bauern seit dem Mittelalter.

Natur

Die Dünen des Ortes bestehen größtenteils aus Naturschutzgebiet, der sogenannten Manteling.

Sehenswürdigkeiten

 Commons: Domburg – Bilder, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 33′ 46" n. Br., 3° 29′ 47" ö. L.