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Boykott

Ein Boykott ist ein organisiertes wirtschaftliches, soziales oder politisches Zwangs- oder Druckmittel durch die eine Person, ein Unternehmen oder ein Staat vom regelmäßigen Geschäftsverkehr ausgeschlossen wird. Heute steht der Boykott allgemein für eine Verrufserklärung oder Ächtung durch Ausdruck einer kollektiven Verweigerungshaltung.

Der wirtschaftliche Boykott dient insbesondere der Ausschaltung von Konkurrenz; der soziale Boykott als Druckmittel von Interessensgruppen (etwa im Arbeitskampf); der politische Boykott ist ein staatliches Sanktionsmittel gegenüber anderen Staaten. Unzulässig ist er, wenn Zweck oder Mittel gegen die guten Sitten verstoßen oder unverhältnismäßig sind.

Der Begriff Boykott geht auf den Kapitän Charles Cunningham Boycott zurück, einen in Irland lebenden englischen Grundstücksverwalter, der durch eine durch die irische Landliga 1880 organisierten Aktion während des Land Wars unterlag und keine Pächter mehr fand.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte.

Historische Boykottaktionen in chronologischer Reihenfolge:

Boykottformen

Rechtliches

In Deutschland sind nach § 21 im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen Boykotte von „Unternehmen und Vereinigungen von Unternehmen“ verboten, die andere „Unternehmen oder Vereinigungen von Unternehmen in der Absicht, bestimmte Unternehmen unbillig zu beeinträchtigen, zu Liefersperren oder Bezugssperren auffordern“. [1]

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Rechtsthemen!

Einzelnachweise

  1. dejure.org: § 21 Boykottverbot, Verbot sonstigen wettbewerbsbeschränkenden Verhaltens

Siehe auch

 Wiktionary: Boykott – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik