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Trockene Luft

Umgangssprachlich bezeichnet trockene Luft einfach nur eine Luftmenge mit einer vergleichsweise geringen Luftfeuchtigkeit. In der Meteorologie wird dieser Begriff jedoch ausschließlich für komplett wasserfreie Luft verwendet. Diese Definition ist jedoch theoretischer Natur, da in der Erdatmosphäre praktisch keine Luft ohne einem, wenn auch oft nur geringen, Wasserdampfgehalt existiert. Die relative Luftfeuchtigkeit würde in diesem Fall null Prozent betragen und auch die absolute Luftfeuchtigkeit und der Dampfdruck des Wasserdampfs wären gleich null.

Die trockene Luft wird in der theoretischen Meteorologie als Basis für viele Gleichungen genutzt, beispielsweise für die Formulierung der virtuellen Temperatur. Auch um die Zusammensetzung des Gasgemisches der Erdatmosphäre genau zu definieren, ist der Begriff der trockenen Luft notwendig, da Wasserdampf einen sehr variablen Luftanteil von 0 bis 4 Prozent besitzt. Dieser wird daher üblicherweise in Massen- oder Volumenangaben zur Zusammensetzung der Luft nicht mit aufgeführt.

Trockene Luft auf Meereshöhe hat im globalen Mittel eine molare Masse von derzeit rund 28,96 g/mol. Der Wert der Standardatmosphäre ist mit 28,9644 g/mol definiert.

Siehe auch: trockenadiabatischer Temperaturgradient