Marienkirche (Rostock)
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Marienkirche (Rostock)

Die Marienkirche ist die Hauptkirche Rostocks und ein Hauptwerk der norddeutschen Backsteingotik. 1232 wurde eine frühgotische Vorgängerkirche erstmals urkundlich erwähnt, der Bau der heutigen dreischiffigen Basilika begann um 1290 und war um die Mitte des 15. Jahrhunderts abgeschlossen.

Der gedrungene Baukörper der Marienkirche wird durch das große Querhaus und das mächtige Westwerk mit einem Turmmassiv geprägt – eine ursprünglich geplante Doppelturmanlage wurde nicht ausgeführt. Der Innenraum hat den Charakter eines Zentralbaus, da das Querhaus das Langhaus genau in der Mitte der Kirche durchdringt und ebenso lang ist, wie der Bau in seiner west-östlichen Ausdehnung.

St. Marien weist eine besonders reiche Ausstattung auf. Bedeutend sind vor allem der Hauptaltar, die Predigtkanzel, die Orgel, ein Bronzetaufbecken und eine astronomische Uhr. Vorreformatorische Kunst des Mittelalters ist wegen des Bildersturms zur Zeit der Reformation nur in geringen Resten überliefert.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Pfarrgemeinde

Die Geschichte der Stadt Rostock begann um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert mit einer Siedlung an der Warnow um die Petrikirche, der nach der Verleihung des lübischen Stadtrechts durch Heinrich Borwin I. 1218 eine Erweiterung nach Süden mit der Nikolaikirche als Mittelpunkt folgte. Die Marienkirche wird erstmals in einer Urkunde von 1232 als Pfarrkirche einer selbständigen Siedlung erwähnt,[1] die sich westlich an die ältere Stadt anschloss und über einen eigenen Markt und ein Rathaus verfügte. Nach weiterer Ausdehnung in Richtung Westen entstand 1252 die Neustadt als vierte eigenständige Siedlung, deren Mittelpunkt die Jakobikirche war. Als sich die Stadtzellen in den Jahren 1262 bis 1265 vereinigten, wurde der mittlere Siedlungskern zum Verwaltungszentrum der Stadt, so dass sich die Marienkirche zur zentralen Rats- und Hauptpfarrkirche Rostocks entwickelte. Im Gegensatz zu vergleichbaren Kirchen in Lübeck oder in Stralsund bildet die Rostocker Marienkirche kein Ensemble mit dem Rathaus am zentralen Platz der Stadt, sondern liegt nordwestlich ein wenig abseits des Neuen Marktes zwischen der Kröpeliner und der Langen Straße.

Seit 1260 war St. Marien eine Lateinschule angegliedert, deren Patronat beim Rat der Stadt lag. Das Kirchenpatronat lag dagegen bis zur Reformation beim Landesherrn, dem mecklenburgischen Fürstenhaus, die Kirchenaufsicht wurde jedoch ebenfalls von der Stadt ausgeübt.[2] Der für Rostock zuständige Bischof hatte seinen Sitz in Schwerin. Finanziert wurde die Pfarrei aus dem Kirchenzehnt, Stolgeldern (Gebühren für priesterliche Amtshandlungen), Oblationen (Spenden wie der Opferstock), Legaten und Stiftungen. Von diesen Geldern wurde unter anderem eine „Kirchenfabrik“ getragen, die faktisch die selbstverwaltete Bauaufsicht der Kirchengemeinde möglich machte. Neben dem Pfarrer übten diese Aufsicht Laien, zumeist Ratsmitglieder, aus dem Pfarrbezirk aus.

Am 12. November 1419 wurde die Universität feierlich in St. Marien eröffnet[3] und blieb ihr lange eng verbunden. Noch heute weist das „Professorengestühl“ unterhalb der Fürstenloge darauf hin, dass die Marienkirche bis zur Jahrhundertwende um 1900 die Funktion einer Universitäts- und Ratskirche hatte. 1531 wurde in Rostock die Reformation eingeführt, die von der Petrikirche ausging, wo Joachim Slüter wirkte. Besonders in der nachreformatorischen Zeit wirkten bedeutende Theologen als Hauptpastoren an der Marienkirche, darunter Valentin Curtius, Georg von Venediger und Lucas Bacmeister der Ältere, Archidiakone waren Johann Quistorp der Ältere und Heinrich Müller. Besonders im 17. Jahrhundert wirkten in St. Marien auch bekannte Kirchenmusiker, darunter die Kantoren Daniel Friderici und Erasmus Sartorius sowie der Organist Nicolaus Hasse. Seit 2007 übt Karl-Bernhardin Kropf die Funktion als Organist und Kantor aus.

Während der Umbruchszeit 1989 war die Marienkirche, wie auch andere Rostocker Kirchen, Anlaufstelle oppositioneller Kräfte, die sich zu Mahngottesdiensten unter der Leitung von Pastor Joachim Gauck versammelten. Von dort gingen die Montagsdemonstrationen gegen das SED-Regime aus.

Baugeschichte

Nach dem Zusammenschluss der vier Kernsiedlungen 1265 genügte der alte Kirchenbau dem Repräsentationsbedürfnis der aufstrebenden Hansestadt nicht mehr, so dass bis etwa 1279 eine dreischiffige größere Hallenkirche aus Backstein errichtet wurde.[4] Von dieser Vorgängerkirche ist heute noch das Sockelgeschoss mit abschließendem Kleeblattbogen und der Giebelwand am Westbau erhalten. Nach westfälischem Vorbild hatte der Bau ein breites Mittelschiff und schmale Seitenschiffe und wahrscheinlich einen chorlosen Ostabschluss.

Bereits um 1290 begann man mit dem Umbau und der Vergrößerung zur dreischiffigen Basilika mit Umgangschor.[4] Als Vorbild und Maßstab diente die Lübecker Marienkirche, mit der Rostock konkurrieren wollte. Fast gleichzeitig begannen die Arbeiten am Schweriner Dom und am nahegelegenen Doberaner Münster des dortigen Zisterzienserklosters. Andere Hansestädte hatten kurze Zeit vorher mit dem Bau großer Kirchen begonnen oder zogen bald darauf nach. Die Umbauarbeiten begannen an der Ostseite der Kirche. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die ältere Hallenkirche abgebrochen, nachdem die neuen Außenwände fertiggestellt waren. Der ältere Turmbau wurde übernommen und erweitert, die geplante Doppelturmanlage aber nicht ausgeführt, nachdem sich das südliche Turmmauerwerk während der Bauarbeiten ein wenig nach Osten geneigt hatte.[3] Zu dieser Zeit wurden auch die mächtigen verstärkten Vierungspfeiler errichtet, die in größerem Abstand zueinander stehen als die Pfeiler der übrigen Joche. Dies deutet darauf hin, dass der Bau des einschiffigen Querhauses frühzeitig geplant war. Ein Einsturz des Langhausgewölbes 1398 und eine anschließende Neukonzeption mit der Errichtung des Querhauses, von dem eine Inschrift neben dem südlichen Querschiffportal berichtet, wird in der Forschung heute angezweifelt, da alles auf eine kontinuierliche Bauentwicklung um 1398 hindeute.[5] Charakteristisch für die Bauphase um 1400 ist die Verwendung schichtweise verlegter lehmgelber und grün glasierter Ziegel, während in älteren Bauteilen durchwegs roter Backstein vermauert wurde. 1420 ist in Urkunden von Altären in den Seitenschiffen die Rede,[6] was deren damalige Fertigstellung voraussetzt. Um 1440 wurde das Turmmassiv um ein Stockwerk erhöht, 1454 wurden die Gewölbe vollendet und die Kirche damit nach oben geschlossen.

In nachreformatorischer Zeit wurde der Innenraum von St. Marien dem protestantischen Ritus angepasst. Von den vierzig Altären, die für die Zeit um 1500 bezeugt sind,[7] blieben mit dem Rochusaltar und einem Flügel des Marienaltars nur noch zwei erhalten. 1723/24 wurden die Wände des Innenraumes erstmals weiß gekalkt.[8] Von der einstigen Ausmalung hat sich ein Rankenfries aus dem 14. Jahrhundert in der mittleren Turmhalle erhalten. Weitere Wandmalereien wurden 2005 bei Sanierungsarbeiten gefunden und freigelegt.[9]

Die heutige Turmspitze und der Dachreiter der Vierung stammen von 1796, auf Stichen des 16. Jahrhunderts sind jedoch bereits ähnliche Dachkonstruktionen zu sehen. In den Jahren 1901/02 wurden die Kupferdächer noch einmal saniert.

Den Zweiten Weltkrieg überstand St. Marien als einzige der Rostocker Stadtkirchen fast unbeschadet. Mehrere Brand- und Phosphorbomben trafen die Kirche bei insgesamt drei Bombenangriffen, doch die Brände konnten dank schneller Hilfe durch den damaligen Küster Friedrich Bombowski und mehrere Brandwachen der Wehrmacht gelöscht werden. Notdürftig instandgesetzt, konnte die Kirche in den Nachkriegsjahrzehnten ihrer Bestimmung gemäß genutzt werden. Der Verschleiß durch Undichtigkeiten und Alterung setzte sich aber fort und macht eine umfassende Gesamtrestaurierung nötig. Rund 200.000 Touristen pro Jahr[3] belasten den Innenraum der Marienkirche zusätzlich.

Baubeschreibung

Grundriss

St. Marien ist eine dreischiffige Basilika. Das zweijochige Langhaus und das Querhaus treffen sich in der quadratischen zentralen Vierung und bilden einen kreuzförmigen Grundriss, der dem Bau den Charakter eines Zentralbaus gibt. Das Querhaus ist mit 73 Metern fast ebenso lang wie der 76 Meter messende Kirchenbau in seiner gesamten West-Ost-Ausdehnung einschließlich des Westwerks und der östlichen Choranlage. Der Chor umfasst zwei rechteckige Joche und einen polygonalen 5/8-Abschluss. Die Verlängerungen der Seitenschiffe bilden den Chorumgang mit fünf radial angelegten Kapellen. Die Seitenschiffe sind in allen vier Jochen um jeweils zwei Kapellen an der Nord- und Südfassade erweitert. Die Mittelschiffbreite beträgt 11 Meter, die Raumhöhe 31,5 Meter. Damit ist der Innenraum von St. Marien nach der Lübecker Marienkirche (38 m), den Wismarer Kirchen St. Nikolai (37 m), St. Georgen (35 m) und St. Marien (32 m) sowie der Stralsunder Marienkirche (32,4 m) der sechsthöchste unter den großen Kirchen der Backsteingotik.[10]

Das südliche Ende des Querhauses mit drei querrechteckigen Jochen schließt mit einer Schaufront ab, die das Kirchenportal bildet, während das nördliche Ende des Querhauses einen fünfseitigen Abschluss erhielt.

Außenbau

Das mächtige Westwerk ragt mit seinem Turmmassiv kaum über den übrigen Baukörper hinaus, der vom Querhaus dominiert wird. Der in rotem Backstein ausgeführte blockhafte Westbau besteht im unteren Teil noch aus dem Sockelgeschoss des frühgotischen Vorgängerbaus, der oben von einem Kleeblattbogenfries abgeschlossen wird. Die drei spitzbogigen Gewändeportale, von denen das größte in der Mitte zugemauert ist, werden von einer rechteckigen Portalrahmung umfasst, die noch typisch romanisch ist. Die teilweise vermauerten Spitzbogen- und Rundfenster haben frühgotische Formen. Über diesem ältesten Teil der Kirche erheben sich drei einheitlich gestaltete Stockwerke, die in drei Blöcke untergliedert sind: Neben dem Mittelteil sind die seitlichen Blöcke durch streifenförmige Steinverlegung hervorgehoben. Diese Untergliederung wird als Hinweis auf eine ursprünglich geplante Doppelturmfassade gewertet. Jedes Stockwerk hat im Mittelteil ein, in den Außenteilen jeweils zwei, auf der Nord- und Südseite je drei spitzbogige Blendfenster und wird von einem Spitzbogenfries abgeschlossen. Die Turmecken sind durch aufgesetzte Lisenen abgesetzt. Der Mittelteil überragt die Seiten um ein Stockwerk mit spitzbogigen Fenstern als Schalllöcher für die Glocken und weist oberhalb des dritten Geschosses als Besonderheit einen älteren Fries mit einfach gestalteten Flachreliefs auf. Die glasierten Tonfiguren aus dem 13. Jahrhundert stellen wahrscheinlich die Apostel, Jesus und Maria dar sowie Propheten in den Arkadenzwickeln. Möglicherweise stammt der Fries vom Lettner der Vorgängerkirche.[11] Statt der nicht ausgeführten Doppelturmanlage erhebt sich über dem Westwerk ein Zeltdach, das von einer zierlichen Laterne bekrönt wird.

Das nach 1290 gebaute Langhaus hebt sich durch den schichtweisen Wechsel von gelbem Backstein und grün lasierten Ziegeln vom Westwerk ab. Eine Ausnahme davon macht der östliche Kapellenkranz aus dem frühen 15. Jahrhundert, bei dem ebenfalls rote Backsteine verwendet wurden. Die fünf Kapellen schließen den Chor polygonal ab. Zwischen den dreiteiligen Spitzbogenfenstern der Kapellen befinden sich Strebepfeiler mit Fialtürmchen, die erkennbar geplanten Strebebögen wurden jedoch nicht ausgeführt, wodurch der Kirchenbau einen sehr kompakten Charakter hat. Die Kapellen des Chorumgangs werden lediglich unter dem Dachabschluss durch einen Kleeblattbogenfries geschmückt.

Das nach 1398 errichtete Querhaus ist in der gleichen Schichtung gelber und grün lasierter Backsteine gemauert, wie das Langhaus und fast ebenso lang wie dieses. Die Südfassade des Querhauses ist mit großem fünfteiligem Mittelfenster und blendengeschmücktem Giebel als Schaufront gestaltet und bildet den Haupteingang der Kirche. Im Tympanon befinden sich barocke Figuren der christlichen Tugenden aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Über der zentralen Vierung erhebt sich ein barocker Dachreiter mit Spitzhelm und Laterne.

Innenraum

Der Innenraum der Marienkirche wird durch das Portal des südlichen Querhauses in Höhe des dritten Jochs betreten. Der Blick durch das gesamte Querhaus bis zu den drei hohen Spitzbogenfenstern im Norden ist unverstellt. Die Vierung bildet als Schnittstelle von Quer- und Langhaus fast genau die Mitte des Kirchenbaus von St. Marien. Lediglich das östliche Langhaus ist durch den Chor, der durch drei Stufen erhöht und somit hervorgehoben ist, länger als die drei übrigen Gebäudeteile. Das westliche Langhaus wirkt durch den Einbau des massiven Orgelprospekts dagegen verkürzt.

Massige, gedrungen wirkende Pfeiler tragen über mehrfach gekehlte Bögen als oberen Raumabschluss ein Sterngewölbe, in den Seitenschiffen einfachere Kreuzrippengewölbe. Die sechs Pfeiler der Chorapsis stammen noch aus der Zeit vor Errichtung des Querhauses. Vorgelegte Dienste nehmen die Gewölberippen auf und leiten sie zum Boden. Die Stelle des üblichen Kapitellkranzes nimmt hier umlaufendes Laubwerkornament ein. Inschriften zufolge stammt das Blattwerk der übrigen Pfeiler von 1723/24.

Während das dem Eingangsportal gegenüberliegende nördliche Querhaus und der Chorumgang recht hell wirken, dringt vergleichsweise wenig Licht in den Chorraum und den Raum unterhalb der Orgelempore, da die Seitenschiffdächer sehr hoch angesetzt sind. Die Glasmalereien der Fenster des südlichen Querhauses reduzieren den Lichteinfall zusätzlich.

Bauzustand und Sanierung

Seit 1992 konnte durch die Arbeit eines Fördervereins, die finanzielle Unterstützung von Bürgern, Bund und Land Mecklenburg-Vorpommern, der Stadt Rostock, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und anderer Stiftungen eine umfassende Sanierung St. Mariens in Angriff genommen werden. Im Zeitraum zwischen 1992 und 2005 konnten so 5,5 Millionen Euro aufgebracht werden.[12] Seit 2004 sind die Kirchendächer wieder abgedichtet, Mauerwerk gesichert und Gewölbe restauriert worden. Für weitere notwendige Arbeiten, insbesondere die Sicherung von Chor- und Langhaus, die Erneuerung einsturzgefährdeter Fenster, die Reparatur des Westturms sowie der Orgel ist im Augenblick ein Zeitraum bis 2012 vorgesehen. Aktuell wird das südliche Querhaus saniert. (Stand: Mai 2007)

Ausstattung

Die Marienkirche weist neben der Nikolaikirche Stralsund die reichste erhaltene Ausstattung im Ostseegebiet auf, obwohl große Teile davon dem Bildersturm der Reformationszeit zum Opfer fielen.

Hauptaltar

Der Hochaltar mit zweigeschossigem barockem Architekturaufbau aus Holz wurde 1720/21 von Baudirektor Christian Rudolph Stoldt aus Berlin entworfen und von Berliner Künstlern ausgeführt: dem Maler Andreas Weißhut, dem Bildhauer Hinrich Schaffer und dem Tischler Friedrich Möller.

Der Altar ist grauoliv gefasst, die plastischen Figuren sind weiß, goldene Ornamente akzentuieren die Komposition. Der geschwungene Grundriss steht im Scheitel des Chorraumes und passt sich dem Chorschluss an. Links und rechts schließen sich Beichtstühle an den Altar an, die von den beiden alttestamentlichen Königen und reuigen Sündern David und Manasse bekrönt werden.

Motiv des gemalten Hauptfeldes ist die Auferstehung Jesu Christi, eingefasst von zwei Skulpturen, die die Gesetzestafeln, ein Buch, Sonne und Mond tragen. Außen wird diese Etage von den Personifikationen der christlichen Tugenden – Glaube, Liebe und Hoffnung – sowie der Stärke umrahmt. In der Sockelzone darunter ist das Abendmahl dargestellt. Eine geschnitzte, von Putten getragene Kartusche mit einer Darstellung des Auferstandenen als Salvator Mundi bildet den Übergang vom Hauptfeld zu einem oberen Stockwerk des Altares. Auch dieses Gemälde, dessen Motiv die Herabkunft des Heiligen Geistes während des Pfingstfestes ist, wird von vier plastischen Personifikationen der Tugenden umrahmt. An der Spitze des Altars befindet sich das in einem ausladenden Strahlenkranz ruhende Auge Gottes.

Kanzel

Die Predigtkanzel befindet sich in ungewöhnlich großer Entfernung zum Altar am südwestlichen Vierungspfeiler. Der Grund dafür dürfte die relativ schlechte Akustik der Marienkirche gewesen sein, die eine größtmögliche Nähe zum Kirchenvolk nötig machte.

Die Renaissance-Holzkanzel von 1574 stammt angeblich von dem aus Antwerpen stammenden, aber in Rostock ansässigen Bildhauer Rudolf Stockmann († 1622). Da Stockmann, der auch die Kanzeln der Petri- und der Jakobikirche sowie zahlreiche Epitaphien schuf, erst ab 1577 in Rostock nachweisbar ist, ist diese Zuschreibung nicht unumstritten.<Soffner, S. 16.</ref>

Auf die Kanzel gelangt man über einen um den Pfeiler geschwungenen Aufgang, der von einem Eingangsportal abgeschlossen wird. Dieses ist im Aufbau der Architektur eines Triumphbogens mit seitlichen korinthischen Säulen und einem Bogenfeld über der Tür nachgebildet. Auf dieses ist ein Relief mit der Darstellung des Barmherzigen Samariters zwischen Moses und Johannes dem Täufer eingefügt, darüber ringt Jakob mit den Engeln. Das Geländer der Treppe ist zeittypisch mit reichen, vergoldeten Reliefs und Ornamenten geschmückt. Diese werden am Kanzelkorb in noch prächtigerer Form und vollplastisch mit Darstellungen der Passion und Auferstehung Christi fortgesetzt. Ihr ikonographisches Programm ist charakteristisch für die norddeutsche Kunst der Reformationszeit.[13]

Der Schalldeckel wurde 1723 von dem Tischler Friedrich Möller und dem Bildhauer Dittrich Hartig aus Rostock gefertigt. Er ist dem Dekor der Spätrenaissance des älteren Korbs angepasst und stellt Szenen der Apokalypse des Johannes dar.

Orgel

Der bis zum Gewölbe ansteigende prachtvolle Orgelprospekt (1766 bis 1769) mit unterbauter älterer Fürstenempore (1749–1751) und Ratsgestühl im westlichen Abschluss des Langhauses wurde von mehreren Rostocker Künstlern geschaffen: den Bildhauern J. A. Klingmann und J. G. Bergmann, dem Tischler Kählert und den Malern Hohhenschildt, Marggraf und Brochmann.

Wie die beiden anderen raumbeherrschenden Elemente, Altar und Kanzel, ist auch die Orgel in grauoliv mit goldenen Ornamenten gefasst. Die Fürstenloge im Stil des Rokoko wird von zwei verglasten Balkonen flankiert und von einem Baldachin mit dem Wappen des Hauses Mecklenburg-Schwerin und den Initialen Christian Ludwigs II. gekrönt.

Über der Empore ragt der Orgelprospekt auf, der deutlich später, aber in Zusammenarbeit derselben Künstler entstand. Die Fassade der Orgel ist ein Werk des Rostocker Orgelbauers Paul Schmidt. Da sein Orgelwerk „windsüchtig“ war, wie die Inschriften auf der Orgelempore berichten, wurde 1791 ein Umbau nötig, den Ernst Julius Marx bis 1793 ausführte. Im Inneren der Orgel ist von Schmidts Instrument nahezu nichts mehr erhalten. Nach weiteren Veränderungen wurde die Orgel zuletzt 1938 von der Orgelbauanstalt Firma Sauer (Frankfurt/Oder) umgebaut. Das Konzept für diesen neobarocken Umbau wurde vom Berliner Domorganisten Prof. Fritz Heitmann entworfen. Über 30 Register stammen aber noch aus der Zeit vor 1938, zudem wurde ein großer Teil der Windladen von Marx beibehalten. 1983 wurde das Instrument generalüberholt und 2007 von Einwirkungen der Gewölberestaurierung gereinigt. Es handelt sich um eine viermanualige Schleifladen-Orgel mit elektropneumatischer Traktur und 83 klingenden Registern mit vier freien Kombinationen.

Bronzefünte

Das gotische Taufbecken (hier eine „Bronzefünte“) in der nördlichsten Chorkapelle wurde wahrscheinlich von niedersächsischen Künstlern in Rostock gegossen und ist die bedeutendste und größte mittelalterliche Erztaufe im Ostsee-Küstengebiet. Auf die niedersächsische Herkunft der Künstler weisen Ähnlichkeiten etwa mit dem Taufbecken im Hildesheimer Dom. Kessel und Deckel sind stilistisch deutlich unterschieden und stammen von verschiedenen Meistern. Eine Inschrift datiert den Guss oder die Weihe des Taufkessels auf Ostern 1290, damit ist die Fünte das älteste Ausstattungsstück der Marienkirche.

Der runde, sich konisch nach unten verjüngende Kessel wird von vier Männerfiguren mit großen Amphoren getragen, die als Allegorien der vier Elemente bezeichnet sind, üblicherweise aber als die vier Paradiesströme identifiziert werden. Zwei Streifenzonen auf dem Becken und drei auf dem Deckel – jeweils durch Schriftbänder voneinander getrennt, die in gotischen Majuskeln verkürzte Formen des Ave Maria und des Salve Regina mitteilen – sind mit reichem Figurenschmuck bedeckt. Anders als die Reliefs des Kessels sind die Figuren des spitzkegeligen Deckels nicht mitgegossen, sondern nachträglich aufgenietet worden.

Die Szenen der beiden Reihen auf dem Kessel stellen unter Kleeblattarkaden und durch Säulen voneinander getrennt Leben und Passion Christi dar. Der unterste Streifen des Deckels zeigt Taufe und Himmelfahrt Jesu. Begleitfiguren verkörpern die Einheit der Kirche. Der mittlere Deckelstreifen ist mit den klugen und törichten Jungfrauen besetzt, ganz oben sind drei weibliche Heilige dargestellt. Ein sich in die Lüfte emporschwingender Adler auf einem achtteiligen Knauf krönt die insgesamt 2,95 Meter hohe Fünte. Die monumentale Größe rührt von der bis ins 15./16. Jahrhundert üblichen Sitte, Täuflinge mit dem ganzen Körper in das Wasser einzutauchen.

Ursprünglich war die Fünte im mittleren Turmuntergeschoss aufgestellt. Während des Zweiten Weltkrieges war die Fünte zum Schutz in der Nähe der Dorfkirche Belitz vergraben worden und kehrte 1951 nach St. Marien zurück.[14] Dadurch hat das Metall teilweise Schaden genommen, die Flügel des Adlers mussten nach dem Krieg durch Holzflügel ersetzt werden und konnten erst 1998 gegen bronzene ausgetauscht werden.[14]

Astronomische Uhr

Im Chorumgang füllt hinter dem Hochaltar die elf Meter hohe astronomische Uhr den gesamten Raum zwischen zwei Pfeilern aus. Sie ist die älteste des hanseatischen Typs und die einzige deutsche Monumentaluhr mit noch funktionsfähigem mittelalterlichem Uhrwerk, das aus dem Jahr 1379 stammt. 1472 wurde die Uhr von Hans Düringer aus Nürnberg umgebaut und 1641 bis 1643 von Andreas Brandenburg und Michael Grote instandgesetzt. Die geschnitzten figürlichen Tierkreisringe und Monatspersonifikationen aus dem 15. Jahrhundert wurden bei dieser Instandsetzung um eine architektonische Einfassung im Stil der Spätrenaissance erweitert. Gleichzeitig erhielt die Uhr ein Musik- und Schlagwerk. Das Glockenspiel mit wählbaren Chorälen ertönt zu jeder vollen Stunde, der Figurenumzug erscheint nur zur 12. und 24. Stunde. Das große Zifferblatt im mittleren Teil hat eine 24-Stundenteilung. Außerdem werden neben der Mondphase die Stellung von Mond und Sonne im Tierkreis und noch ein sogenannter Bauernkalender angezeigt. Im unteren Kalendarium sind das Datum, der Wochentag, der Monat, der Sonnenaufgang, die Länge von Tag und Nacht und weitere antike Kalenderdaten, wie Römerzinszahl, oder christliche, wie Ostertermin, Intervall zwischen Weihnachten und Fastenzeit, Name des Tagesheiligen ablesbar.

Auftraggeber der ursprünglichen Uhr war die Marientiden-Bruderschaft, der so genannte „Herren-Kaland“, in dessen Besitz sich die Kapelle befand. Mitglieder dieser Bruderschaft waren ausschließlich die Spitzen der Rostocker Gesellschaft, darunter der Bürgermeister, Universitätsprofessoren, Mitglieder des Fürstenhauses und der Adel der Region.[15] Gegenüber der Uhr, stand der Marienaltar der Bruderschaft mit einem bedeutenden Marien-Gnadenbild. Die Instandsetzung des 15. Jahrhunderts wurde unter anderem mit Ablassgeldern bezahlt.[16]

1943 wurde die Uhr zum Schutz gegen Bombenangriffe eingemauert und erst 1951 wieder freigelegt. 1974/77 wurden die aus insgesamt 2.000 Einzelteilen bestehenden fünf Werke restauriert.[17]

Rochusaltar

Der zwischen Spätgotik und Frührenaissance stehende Rochusaltar aus der Zeit um 1530, der sich in der südöstlichen Chorkapelle befindet, ist eine Stiftung der Zunft der Barbiere und Wundärzte, deren Schutzheilige Cosmas und Damian den linken Flügel des Triptychons ausfüllen. Im Zentrum der Schnitzretabeln stehen die beinahe lebensgroßen, fast vollplastischen Figuren der Heiligen Rochus, Sebastian und Antonius. Während Rochus und Sebastian Schutzheilige gegen Pest und Seuchen sind, wurde Antonius zum Schutz vor Mutterkornvergiftungen und Tierseuchen angerufen. Im rechten Altarflügel sind Christophorus und der heilige Bischof Hugo von Rouen dargestellt. Im Gesprenge vervollständigen Maria und vier weibliche Heilige das gestalterische Programm: Katharina von Alexandrien, Barbara und Margarethe, die wie Christophorus zu den Vierzehn Nothelfern zählen, und Dorothea.

Der Schnitzaltar mit den für den norddeutschen Raum untypischen großen Vollplastiken ist wohl importiert worden oder setzt zumindest die Kenntnis süddeutscher Vorbilder voraus. Als Herkunftsregion kommt besonders der Niederrhein in Betracht. Darauf weisen Formelemente wie Kielbogenabschlüsse und das Gesprenge hin. Vergleichbares gibt es jedoch auch in der Lübecker Werkstatt des Benedikt Dreyer.[18]

Weitere Ausstattung

Ein Flügel des sogenannten „Marienaltares“ befindet sich im südlichen Querhausarm. Er zeigt auf beiden Seiten acht Szenen von der Geburt bis zur Passion Christi. Aus stilistischen Gründen wird er um 1430/40 datiert und in den Umkreis des Hamburgers Meister Francke eingeordnet. Dem Künstler werden neben dem Marienaltar die Malereien der Hauptaltäre der Wismarer Georgenkirche und der Johanneskirche in Malchin zugeschrieben,[19] nach dem der Maler den Notnamen Meister des Malchiner Altars erhielt.

Gegenüber dem Eingangsportal, im nördlichen Querhaus, steht der ehemalige Hochaltar der Nikolaikirche. Der Altar stammt aus einer Rostocker Werkstatt und wurde im dritten Viertel des 15. Jahrhunderts geschnitzt. Die gleiche Werkstatt schuf den Altar in der Heiligkreuzkirche.

In der westlich daran angrenzenden Kapelle, der sogenannten „Brökerkapelle“, befindet sich eine spätgotische Mondsichelmadonna, die wahrscheinlich aus dem ersten Viertel des 16. Jahrhunderts stammt. An der nördlichen Wand der Kapelle hängt ein Teppich mit Applikationsarbeiten aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die dargestellten Motive lassen auf eine liturgische Bestimmung des Wandteppichs zum Fest der Verkündigung des Herrn schließen. In das Fenster darüber sind die einzigen spärlichen Reste mittelalterlicher Glasmalerei der Marienkirche eingearbeitet. An der linken Wand der Kapelle hängt ein weißes Leinentuch mit bunter Seidenstickerei, das sogenannte „Hochzeitstuch“, aus dem 16. Jahrhundert, auf dem über einem Wappen ein Paar dargestellt ist. Tiere, ein Dudelsackspieler, Ranken- und Blütenornamentik füllen den Rest des gut drei Meter langen und knapp 70 Zentimeter breiten Tuches aus.

An Pfeilern und Wänden finden sich zahlreiche Tafelbilder, darunter zwei Lazarusdarstellungen des 17. Jahrhunderts, und mehrere Porträts von Pastoren aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Von den einstigen Glasmalereien haben sich wegen der Kriegsschäden nur Reste erhalten. Die Darstellung des Jüngsten Gerichts im südlichen Querhaus stammt aus dem Jahre 1906 und wurde von einer Innsbrucker Werkstatt geschaffen. Im Chorumgang hängt ein Schiffsmodell des Fregattseglers „Carl Friedrich“ von 1840.

Grabkapellen und Epitaphe

Die Seitenschiffkapellen am Langhaus und am Chor dienten früher als Grüfte und wurden mit aufwändigen hölzernen Architekturschauwänden versehen. Drei dieser Grüfte sind heute noch im südwestlichen Seitenschiff des Langhauses vorhanden. Die erste Langhauskapelle in der Ecke neben dem Eingangsbereich ist das Meerheimbsche Erbbegräbnis von 1820 mit einer Schauwand in Form einer Tempelfront. Zwei Epitaphe der Spätrenaissance für die Familien von Kosse und von Lehnsten füllen den Zwischenraum zur nächsten Kapelle aus, dem Erbbegräbnis der Familie von Heinen, das heute als einzige Grabkapelle noch drei Sandsteinsarkophage enthält. Die Kriegswaffen über der Eingangstür weisen auf die militärische Karriere Albrecht Christopher von Heinens hin, zentral ist ein liegendes Skelett dargestellt.

Daneben liegt die frühere „Schusterkapelle“, später „Vorsteherstube“, die Begräbnisstätte für den Rostocker Zweig der Schriftstellerfamilie Mann war. Wie die meisten Sarkophage aus der Marienkirche wurden auch diese auf Friedhöfe umgebettet. Die Fenster über der Kapelle wurden 1896 von August Friedrich Mann gestiftet und zeigen Bildnisse mehrerer Familienmitglieder. Zwischen beiden Kapellen hängt das Gulesche Epitaph aus dem frühen 17. Jahrhundert. Weitere Epitaphe und zahlreiche Grabsteine sind über den ganzen Kirchenraum verteilt.

Glocken

In der nordöstlichen Kapelle des Chorumgangs stehen die beiden ältesten Glocken der Marienkirche, die beide gesprungen sind. Eine davon, mit Schlagton h° und Gewicht von 2960 kg, wurde laut Inschrift 1290 gegossen, die andere mit Schlagton a° und Gewicht von 3970 kg wurde 1408 von Rickert von Monckehagen gegossen. Beide wurden 1950 geschweißt, die Risse brachen aber beim Probeläuten wieder auf. Eine dritte, ebenfalls aus der Werkstatt von Rickert von Monckehagen stammende Glocke aus dem Jahr 1450 mit Gewicht von 600 kg und Schlagton b’ steht an der Ecke von Langhaus und südlichem Querschiff.

Im Turm hängen vier Glocken. Die älteste wurde 1548 von Peter Matze gegossen und stammt ursprünglich aus der Petri-Kirche. Sie hat den Schlagton e’ und ein Gewicht von 1250 kg. Zwei jüngere mit Ton d’ und 1948 kg bzw. Ton h° und 3465 kg wurden 1979 von Peter Schilling in Apolda hergestellt. In der Turmspitze hängt noch eine Stundenglocke von 1379. Diese Glocke ist seit langem nicht mehr in Gebrauch. Durch den kritischen Zustand des Turmgebälks können bis zu dessen bevorstehender Sanierung auch keine Gewichts- und Tonangaben ermittelt werden.

Literatur

 Commons: Marienkirche – Bilder, Videos und Audiodateien

 Astronomische Uhr von 1472 (4643 kB) ?/i

Einzelnachweise

  1. Baier, S. 2.
  2. Dehio, S. 466.
  3. a b c St.-Marien-Kirche in Rostock. Broschüre, herausgegeben vom Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V., veröffentlicht von der Kulturstiftung der Länder, 2005, S. 14.
  4. a b Dehio, S. 467.
  5. So Soffner, S. 3f.; Dehio, S. 467, und Kiesow, S. 165, gehen jedoch weiterhin von einer Bauunterbrechung 1398 aus.
  6. Soffner, S. 6.
  7. Soffner, S. 19.
  8. Soffner, S. 6.
  9. St.-Marien-Kirche in Rostock. Broschüre, herausgegeben vom Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V., veröffentlicht von der Kulturstiftung der Länder, 2005, S. 30.
  10. Kiesow, S. 189.
  11. Soffner, S. 8; Die Bau- und Kunstdenkmale in der mecklenburgischen Küstenregion, S. 383.
  12. St.-Marien-Kirche in Rostock. Broschüre, herausgegeben vom Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V., veröffentlicht von der Kulturstiftung der Länder, 2005, S. 16.
  13. Die Bau- und Kunstdenkmale in der mecklenburgischen Küstenregion, S. 386.
  14. a b St.-Marien-Kirche in Rostock. Broschüre, herausgegeben vom Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V., veröffentlicht von der Kulturstiftung der Länder, 2005, S. 16.
  15. M. Schukowski, S. 16.
  16. Abdruck der lateinischen Ablass-Urkunde bei M. Schukowski, S. 49.
  17. St.-Marien-Kirche in Rostock. Broschüre, herausgegeben vom Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V., veröffentlicht von der Kulturstiftung der Länder, 2005, S. 18.
  18. Peter Palme, Kunstschätze, Rostocker Hefte 12, o. J., S. 13.
  19. Alfred Stange: Deutsche Malerei der Gotik. 1938, S. 202 ff.

Koordinaten: 54° 5′ 22" n. Br., 12° 8′ 18" ö. L.

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