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Staatsvertrag

Ein Staatsvertrag ist ein internationaler, völkerrechtlicher Vertrag zwischen zwei oder mehreren Staaten. Dementsprechend heißt der Vertrag bilateral oder multilateral. Der älteste noch gültige Staatsvertrag in Europa ist die Salinenkonvention zwischen Österreich und Bayern.

Inhaltsverzeichnis

Deutschland

Da in Deutschland die Bundesländer über eigene Gesetzgebungskompetenzen (vgl. Art 70 ff. GG) verfügen, wird der Begriff auch für Verträge zwischen zwei oder mehreren Bundesländern angewandt. Oft werden wirtschaftliche Zusammenarbeit oder Grenzangelegenheiten in solchen Staatsverträgen geregelt. Ein Beispiel für einen solchen Vertrag ist der Rundfunkstaatsvertrag. Die jeweiligen Länderparlamente haben diesen Staatsvertrag anschließend durch ein sog. Zustimmungsgesetz (auch Transformationsgesetz genannt) in ein Landesgesetz zu übernehmen. Erst nach dieser Ratifizierung des Staatsvertrags durch alle beteiligten Landtage kann der Vertrag in Kraft treten.

Siehe auch: Verwaltungsabkommen

Österreich

Auch in Österreich gibt es einerseits Staatsverträge zwischen der Republik Österreich und anderen Staaten, andererseits zwischen einzelnen oder allen seiner Bundesländer.

Der allgemeine Sprachgebrauch meint aber mit Staatsvertrag den Österreichischen Staatsvertrag von 1955, der die Unabhängigkeit des Landes wiederherstellte. Darüber hinaus regelte er die Reparationen an die Sowjetunion, den Rückzug der vier Besatzungsmächte sowie den Aufbau von Bundesheer, Wirtschaft, Luftfahrt und Rechtswesen.

Einige Themen multilateraler Staatsverträge

Staatsverträge zwischen mehreren Staaten können u.a. betreffen:

Hingegen sind z. B. Kulturabkommen fast immer bilateral und meist unterhalb der Ebene eines Staatsvertrags.

Siehe auch

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