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Bleirute

Bleiruten sind H-förmige Bleistangen.

Siehe auch: Bleiglas

Die dauerhafte Verbindung von Bleiruten wurden und werden verlötet. Damals wurden heiße Eisen benutzt, um das Zinn zum Schmelzen zu bringen, heute ist es der elektrische Lötkolben. Bleiruten wurden nicht aus Elastizitätsgründen wegen des Windes genommen, sondern aufgrund ihrer Weichheit, damit sich ein Tragprofil möglichst elastisch an die Rundungen der Glasstücke (denn diese wurden damals geschlagen, und nicht geschnitten), anpassen kann. Nach dem Verlöten kommt die Reinigung vom Lötöl und das anschließende Abdichten der Glas-Metall Verbindungen durch das Verkitten (Einbringen von Kitt zwischen Glasoberfläche und Bleirute).

Bleiruten gibt es in unterschiedlichen Profilen:

Um dem Winddruck widerstehen zu können, wurden, je nach Größe des Fensterflügels, sogenannte Windeisen auf der Außenseite angebracht. Dazu wurden "Drahtschlaufen" von außen verlötet (ebenso wie die Bleistege), um die meist runden Windeisen aufzunehmen. Die Windeisen wurden dazu an den Enden gekröpft, um möglichst bündig mit der Bleiverglasung in die Steinfalz eingelassen werden zu können.