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Digitale Holografie

Digitale Holographie unterscheidet sich von der klassischen "analogen" Holografie dadurch, dass das bei Beleuchtung eines Hologramms entstehende Wellenfeld nicht optisch rekonstruiert wird. Stattdessen wird das am Hologramm gebeugte Feld rechnerisch am Computer rekonstruiert. Das Hologramm kann dabei entweder auf holografischem Filmmaterial vorliegen und dann digitalisiert werden, oder es wird von vornherein mit einem elektronischen Sensor (z.B. CCD) aufgenommen. Man ersetzt beispielsweise bei der Aufnahme eines Transmissionshologramms (bei dem die Objektwelle und die Referenzwelle (Bezugswelle) von der selben Seite auf die Photoplatte treffen) die Photoplatte durch eine CCD-Kamera, die in gleicher Weise die Interferenzerscheinungen und die Intensitätsverteilung aufnehmen kann. Das so aufgenommene Bild hat die Vorteile, dass es ohne Umwege, sofort zur digitalen Weiterverarbeitung verwendet werden kann. Außerdem ist es inzwischen möglich, Bildfehler, die durch verwendete Linsen entstehen, (beispielsweise konzentrische Kreise bei oberflächlicher Betrachtung eines Hologramms) mit Hilfe von Rechenoperationen zu kompensieren, sodass teilweise eine bessere Auflösung als durch Aufnahme mit Filmen, erreicht werden kann. Die größten Nachteile kommen erst bei großen Objekten zum Vorschein. Filme können große Objekte besser aufnehmen, da alle Informationen und alle mögliche Betrachtungswinkel, durch optische Prozesse auf dem Film liegen. Durch solch hochauflösende CCD-Kameras, die beispielsweise Hologramme von Wolken (Wolkenphysik) erstellen sollen, müssen viel zu hohe Datenmengen verarbeitet werden.