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Werner Haase (NSDAP)

Werner Haase (* 2. August 1900 in Köthen (Anhalt); † 30. November 1950, wahrscheinlich in Moskau) war ein SS-Offizier und einer von Adolf Hitlers Begleitärzten.

Leben

Er trat 1933 der NSDAP und der SA bei. 1934 wurde er Mitglied der SS. 1945 hatte er den Dienstgrad Obersturmbannführer (Oberstleutnant). Von 1934 bis 1936 gehörte er als Chirurg zum Stab von Adolf Hitlers Begleitärzten.

In den letzten Tagen des Kampfes um Berlin im April 1945 arbeitete er als Arzt im öffentlichen Bunker nahe der Reichskanzlei. Am 29. April wurde er in den Führerbunker befohlen, um Ludwig Stumpfegger dabei zu assistieren, Hitlers Hund Blondi zu vergiften. Anschließend kehrte er in den öffentlichen Bunker zurück und wurde dort von Soldaten der Roten Armee gefangengenommen. Am 6. Mai gehörte er zum Kreise derjenigen, die von Sowjetischen Behörden ausgewählt worden waren, um die Leichen von Joseph Goebbels, seiner Frau Magda Goebbels und ihrer sechs Kinder zu identifizieren.

Im Juni 1945 wurde Haase wegen seiner Tätigkeit während des NS-Regimes der Prozess gemacht. Im November 1950 starb er in sowjetischer Kriegsgefangenschaft an den Folgen einer Tuberkulose-Erkrankung. Als Todesort wird das Gefängniskrankenhaus des Butyrka-Gefängnisses angegeben.

Am 28. April 1992 wurde er auf der Grundlage des Gesetzes der RSFSR „Über die Rehabilitierung der Opfer der politischen Repressalien“ vom 18. Oktober 1991 rehabilitiert.

Film


Literatur

Personendaten
Haase, Werner
deutscher Chirurg, Begleitarzt Hitlers
2. August 1900
Köthen, Sachsen-Anhalt, Deutschland
30. November 1950
vermutlich Moskau