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Hansjörg Wagner

Hansjörg Wagner (* 3. August 1930 in Berlin) ist ein deutscher Zeichner, Maler und Bildhauer.

Das Werk Hansjörg Wagners umfasst verschiedene Ausdrucksmittel: Die beiden äußeren Grenzen bilden die Zeichnung und die Bildhauerei. Dazwischen spannen sich die Malerei und Graphik. Zentraler Gegenstand sind Tiere, Menschen und Landschaften.

Durch unentwegtes Zeichnen setzte sich Hansjörg Wagner als junger Maler die Parameter seiner Ausbildung als Autodidakt. In der Bildhauerei hatte er in Fritz Behn einen Lehrer gefunden, der ihn von 1951–1958 in seinem Münchner Atelier ausbildete. Mit Fritz Behn, Arthur Rümann und Ernst Buchner hatte Hansjörg Wagner in den frühen Jahren seiner Münchner Zeit Förderer, die ihn auf der Suche nach seiner Identität unterstützten.

Das Œuvre Wagners zu gliedern, ist schwierig, weil die Grundelemente periodisch wiederkehren. Eine Zuordnung der Hauptexponate seines Schaffens zu einzelnen Lebensabschnitten ist dennoch möglich, wenn auch die Handlungsebenen der Zeichnung, der Malerei und der Bildhauerei unterschiedliche Aspekte widerspiegeln. Aus jedem Jahrzehnt gibt es Skizzen, Aquarelle, Tempera und Ölbilder mit ähnlichen Themen. Das Selbstporträt im Atelier, das Pferd im Garten und die Nonnen entstanden beispielsweise nach einer langen, überwundenen Krankheit und in der Zeit eines Neubeginns. In dieselbe Zeit fallen auch die Illustrationen zu Fjodor Dostojewskis Schuld und Sühne und Lew Tolstois Volkserzählungen. Radierzyklen und Illustrationen zu Charles Dickens und Hans Christian Andersen entstehen in den darauf folgenden Jahren.

Mit der Wiederaufnahme der Bildhauerei im Jahr 1971 scheint sich das Rückgrat des Œuvres zu manifestieren. Wagner richtet 1976 ein weiteres Atelier in Italien ein, um in Stein und Bronze zu arbeiten. Es entstehen in jedem Jahr Großplastiken, etwa der Tiger (Privatbesitz), das „Störtebeker-Denkmal“ (Hamburg), die „Elch-Gruppe“, der „Eisbären-Brunnen“ (Zoologischer Garten Berlin), der „Gorilla“ (Privatbesitz), die „Trauernde“ (Privatbesitz), der „Bulle“ (Schwandorf), das „William Lindley-Denkmal“ (Hamburg), die „Pfauen“ (Privatbesitz), der „Moritatensänger“, die „Zitronenjette“ (Hamburg), die „Sportler-Gruppe“ (Ismaning) und die „Kodiakbären-Gruppe“ (Privatbesitz).

Wagner ist Ehrenmitglied der Accademia internazionale delle Muse in Florenz und Mitglied der National Sculpture Society in New York. Seit 1951 lebt Hansjörg Wagner in München.

Literatur

Personendaten
Wagner, Hansjörg
deutscher Maler und Bildhauer
3. August 1930
Berlin