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Ruger Mini 14

Ruger Mini 14
Allgemeine Information
Entwickler: /
Hersteller:
Sturm, Ruger & Co Inc.,
Southport / Connecticut (USA)
Produktionszeit: 1974 bis heute
Waffenkategorie: Selbstladegewehr
Maße
Gesamtlänge: 946 mm
Gewicht:
(mit leerem Magazin):
2,90 kg
Lauflänge: 470 mm
Technische Daten
Kaliber: 5,56 x 45 mm NATO (.223 Remington)
Mögliche Magazinfüllungen: 2, 5, 10 (gerade Magazine),

20, 30, 40, 50 (gekrümmte Magazine),

90 (Spiral-Trommelmagazine "Ninety-Rounder") Patronen
Effektive Reichweite: 500 m
Kadenz: 700 Schuss/min
Anzahl Züge: 6
Drall: 1:10", rechts
Visier: Kimme und Korn
Liste der Handfeuerwaffen

Das Ruger Mini 14 ist ein leichtes halbautomatisches Selbstladegewehr.

Der Begriff "Halbautomatisches Selbstladegewehr" bezeichnet im Allgemeinen eine mehrschüssige Handfeuerwaffe, die nach dem Auslösen eines Schusses die Hülse der Munition automatisch auswirft und aus dem Systemkasten oder Magazin eine neue Patrone in das Patronenlager zuführt. Die hierfür notwendige Energie wird entweder durch den Patronenrückstoß (im Moment der Zündung des Treibladungspulvers) oder durch das Umleiten von Explosionsgasen aus dem Lauf (sog. Gasdrucklader) gewonnen. So ist es möglich, allein durch mehrfache Betätigung des Abzuges mehrere einzelne Schüsse hintereinander abzugeben. Das Funktionsprinzip wurde zum vollautomatischen System weiterentwickelt. Dabei werden beim einmaligen Durchziehen und Festhalten des Abzuges mehrere Schüsse abgegeben, wie dies bei der Maschinenpistole und bei Maschinengewehren der Fall ist (Beisp.: MG4).

Ruger Mini 14 (zerlegt)

Technisch basiert das Gewehr auf dem M1 Garand. Eingeführt 1974 als verkleinerte Version des M14, erfreut es sich bis heute großer Beliebtheit bei Jägern und Sportschützen, wird aber auch in großem Umfang bei verschiedenen Polizeieinheiten eingesetzt. Beim Bermuda Regiment wurde es 1983 als Ersatz für das L1 A1 eingeführt.

Trotz seines hohen Beliebtheitsgrades bleibt festzustellen, dass das Ruger Mini 14 bei weitem kein Präzisionsgewehr ist. Seine Konstruktion als Gasdrucklader macht zudem das gründliche Reinigen der Waffe wenig erfreulich. Dem gegenüber steht jedoch seine konstruktionsbedingte Zuverlässigkeit, Robustheit, vergleichsweise geringe Munitionskosten und ein breites Spektrum an Zubehörteilen für verschiedenste Einsatzmöglichkeiten, was maßgeblich zu seiner hohen Akzeptanz beigetragen haben dürfte.

Das Geschoss der zugehörigen Munition (5.56 x 45 mm) hat einen Durchmesser von 5.56 mm. Die Länge der Patronenhülse beträgt 45 mm.

1987 wurde das Ruger 30 eingeführt, das russische Patronen vom Kaliber 7,62 x 39 mm verschießt.