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Iring Fetscher

Iring Fetscher (* 4. März 1922 in Marbach am Neckar) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Autor.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Iring Fetscher ist der Sohn des Arztes und Sozialhygienikers Rainer Fetscher, der in Dresden eine Professur hatte, 1934 aber aus dem Hochschuldienst entlassen wurde. Mit 18 Jahren meldete sich Iring Fetscher freiwillig als Offiziersanwärter zur Wehrmacht und war in Artillerieregimentern in Holland, Belgien und Russland eingesetzt. Das Kriegsende erlebte er in Kopenhagen. Nach der Entlassung aus englischer Kriegsgefangenschaft studierte er zunächst Humanmedizin, wechselte aber bald zu Philosophie, Germanistik, Romanistik und Geschichte. Anschließend wurde er wissenschaftlicher Assistent und Lehrbeauftragter an den Universitäten Tübingen (1949-1956) und Stuttgart (1957-1959). 1963 wurde er als Professor für Politologie und Philosophie an die Universität Frankfurt berufen. In den folgenden Jahren hatte er Gastprofessuren in Israel, Australien, den USA und den Niederlanden inne. 1988 wurde Iring Fetscher emeritiert. Er ist verheiratet mit Elisabeth Fetscher, geborene Götte. Aus der Ehe stammen die vier Kinder Caroline, Sebastian, Justus und Christiane Fetscher.

Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit waren Studien über Rousseau, Hegel und Marx, insbesondere über die verschiedenen Richtungen des europäischen Marxismus; in einer weiteren Öffentlichkeit wurde Fetschers Märchen-Verwirrbuch populär.

Ehrungen

Am 11. April 2003 erhielt Prof. Iring Fetscher den Hessischen Verdienstorden[1].

Werke (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. StAnz. 35/2003 S. 3478
Personendaten
Fetscher, Iring
deutscher Politikwissenschaftler
4. März 1922
Marbach am Neckar