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Hans Christian Andersen Preis

Der Hans Christian Andersen Preis wird vom IBBY (International Board on Books for Young People), einem international besetzten Kuratorium aus mittlerweile fast 70 Ländern, alle zwei Jahre vergeben. Er ist nach dem dänischen Schriftsteller Hans Christian Andersen (1805-1875) benannt und die höchste sowie angesehenste internationale Auszeichnung für Kinderbuchautoren und -illustratoren. Daher wird dieser internationale Kinder- und Literaturpreis auch als „kleiner Nobelpreis“ bezeichnet.

Der Preis ist in zwei Sparten aufgeteilt: seit 1956 für die Autoren von Kinderbüchern und ab 1966 auch für die Illustratoren von Kinderbüchern. Außerdem wurde von Anfang an eine Ehrenliste eingerichtet, um auch diejenigen Autoren und Illustratoren zu würdigen, die ebenfalls mit einer Ehrung bedacht werden sollten. Mit zunehmender Dauer wuchs der Kreis der empfohlenen Verfasser und Zeichner weltweit immer mehr an. Mittlerweile werden alle zwei Jahre jeweils etwa 50 Autoren, Zeichner und neuerdings auch Übersetzer geehrt.

Die Verleihung des Hans Christian Andersen Preises findet immer am 2. April, dem Geburtstag Andersens, in seiner dänischen Geburtsstadt Odense statt. Der Preis wurde im Jahr 2004 mit 50 000 Euro dotiert. In Dänemark zählt diese Auszeichnung zu den bekanntesten und angesehensten Preisen überhaupt.

Preisträger

Jahr Autor Illustrator
1956 Eleanor Farjeon (Großbritannien)
1958 Astrid Lindgren (Schweden)
1960 Erich Kästner (Deutschland)
1962 Meindert DeJong (Vereinigte Staaten)
1964 René Guillot (Frankreich)
1966 Tove Jansson (Finnland) Alois Carigiet (Schweiz)
1967 Colin Thiele (Australien)
1968 James Krüss (Deutschland)
José Maria Sanchez-Silva (Spanien)
Jiří Trnka (Tschechoslowakei)
1970 Gianni Rodari (Italien) Maurice Sendak (Vereinigte Staaten)
1972 Scott O’Dell (Vereinigte Staaten) Ib Spang Olsen (Dänemark)
1974 Maria Gripe (Schweden) Farshid Mesghali (Iran)
1976 Cecil Bødker (Dänemark) Tatjana Mawrina (Sowjetunion)
1978 Paula Fox (Vereinigte Staaten) Svend Otto S. (Dänemark)
1980 Bohumil Riha (Tschechoslowakei) Akaba Suekichi (Japan)
1982 Lygia Bojunga Nunes (Brasilien) Zbigniew Rychlicki (Polen)
1984 Christine Nöstlinger (Österreich) Mitsumasa Anno (Japan)
1986 Patricia Wrightson (Australien) Robert Ingpen (Australien)
1988 Annie M. G. Schmidt (Niederlande) Dusan Kállay (Tschechoslowakei)
1990 Tormod Haugen (Norwegen) Lisbeth Zwerger (Österreich)
1992 Virginia Hamilton (Vereinigte Staaten) Kveta Pacovská (Tschechische Republik)
1994 Michio Mado (Japan) Jörg Müller (Schweiz)
1996 Uri Orlev (Israel) Klaus Ensikat (Deutschland)
1998 Katherine Paterson (Vereinigte Staaten) Tomi Ungerer (Frankreich)
2000 Ana Maria Machado (Brasilien) Anthony Browne (Großbritannien)
2002 Aidan Chambers (Großbritannien) Quentin Blake (Großbritannien)
2004 Martin Waddell (Irland) Max Velthuijs (Niederlande)
2006 Margaret Mahy (Neuseeland) Wolf Erlbruch (Deutschland)
2008 Jürg Schubiger (Schweiz) Roberto Innocenti (Italien)