Dufourbrücke
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Dufourbrücke

Die Dufourbrücke war im Jahre 1857 eine kurzfristig erbaute temporäre strategische Brücke über den Rhein in Basel, Schweiz.

Um bei einem kriegerischen Angriff durch die Preussen während des Neuenburger Handels gerüstet zu sein, erteilte General Guillaume-Henri Dufour am 7. Januar 1857 den Befehl, am Harzgraben eine Brücke über den Rhein zu schlagen, um genügend Brückenkapazität für Truppenverschiebungen auf die rechtsrheinische Seite zu haben. Das Grossbasler Brückenende befand sich etwa 100 Meter oberhalb der heutigen, damals noch nicht existierenden Wettsteinbrücke, während auf der Kleinbasler Seite der Theodorsgraben den Zugang bildete.

Für den Brückenbau benutzte man alles was aufzutreiben war, grosse Kohlenbarken, gewöhnliche Kähne, Blöcke und eingerammte Pfähle. Da wegen der starken Strömung die Anker nur auf dem Grund trieben, mussten Seile von einem Ufer zum andern gespannt werden, um daran die Fahrzeuge zu befestigen. In acht Tagen war die Brücke durch die Pontoniere gebaut und befahrbar. Als Bauingenieur war dabei der Berner Gottlieb Ott beteiligt.

Schnell gewöhnten sich die Basler an den neuen Übergang und vermissten sie, als sie im März 1857 wieder abgebrochen wurde.