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Wahrzeichen

Ein Wahrzeichen ist ein typisches Merkmal oder Erkennungszeichen, durch das Gegenstände, insbesondere auch bewohnte Orte und Städte, charakterisiert werden. Dazu gehören in erster Linie markante Bauwerke, aber auch natürliche Gegebenheiten. Wahrzeichen können auch für abstrakte Begriffe entstehen. So kann der Terroranschlag des 11. September 2001 auf das World Trade Center auch als Anschlag auf ein Wahrzeichen des Kapitalismus interpretiert werden.

In der Geschichte des Handwerks spielten die Städtewahrzeichen eine große Rolle, da die wandernden Gesellen durch die Kenntnis der Wahrzeichen (damals oft: Kuriositäten einer Stadt) ihren Aufenthalt in anderen Städten belegen mussten.

Bis ins 17. Jahrhundert war das Wahrzeichen (von althochdeutsch wortzeihhan Wortzeichen im Sinne v. "Losung", Erkennungszeichen) ein Zeichen, das Aufmerksamkeit erregen sollte. Durch den Anklang wort/wahr wurde es umgedeutet in das heutige Verständnis.

Einige Wahrzeichen haben den Charakter von Klischees. So sehen viele Leute Baguette und Gauloises als Wahrzeichen Frankreichs. Fahrräder, Windmühlen und Tulpen symbolisieren die Niederlande. In Japan sind Lederhose und Bierkrug Synonyme für die deutsche Lebensart.

Mit den Bremer Stadtmusikanten als Symbol für Bremen und der Kleinen Meerjungfrau als Wahrzeichen von Kopenhagen sind auch einige Märchenfiguren zu Wahrzeichen avanciert.

Bauliche Wahrzeichen gehören meistens zu den höchsten Bauwerken einer Stadt oder eines Landes. Allerdings gibt es auch Wahrzeichen, die sehr unscheinbar sind, wie das Männeken Pis in Brüssel und die Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen.

Generell avancieren hohe Bauwerke aller Art sehr schnell zu Wahrzeichen von Orten, vor allem wenn sie von charakteristischer Konstruktion sind, so z. B. der Eiffelturm in Paris, der Stephansdom in Wien, der Berliner Fernsehturm oder Stari Most (Die alte Brücke] in Bosnien-Herzegowina.

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