Heim

SG Wattenscheid 09

SG Wattenscheid 09
Voller Name Sportgemeinschaft 09 Wattenscheid e.V.
Spitzname(n) SGW, 09
Gegründet 1907
Stadion Lohrheidestadion
Plätze 16.233
Präsident Guido Tann
Trainer Dirk Helmig (Männer)
Kerstin Stegemann (Frauen)
Homepage www.sgwattenscheid09.de
Liga Verbandsliga Westfalen (Männer)
2006/07 16. Platz (Oberliga Westfalen, Männer)
1. Platz (2. Bundesliga Nord, Frauen)
Heim
Auswärts

Die Sportgemeinschaft 09 Wattenscheid (kurz: SG Wattenscheid 09 oder Wattenscheid 09) ist ein Fußballverein in Wattenscheid.

Das genaue Datum der Vereinsgründung ist nicht bekannt; bereits um 1907 existierten in Wattenscheid zwei Clubs mit dem Namen Ballspielverein, die ein Jahr später fusionierten. Später wurde der Verein als Ballspiel-Verein 1909 Wattenscheid bekannt; seit dem 29. Juli 1948 trägt der Verein den Namen Sportgemeinschaft 09 Wattenscheid.

Inhaltsverzeichnis

Männerfußball

Der Traditionsverein Sportgemeinschaft 09 Wattenscheid spielte von 1974 bis 1990 ununterbrochen in der 2. Bundesliga, von 1990 bis 1994 sogar in der Bundesliga. Nach mehreren Abstiegen spielten sie von 1999 bis 2004 in der Regionalliga Nord. Nach dem Wiederaufstieg im Sommer 2005 führten zwei aufeinanderfolgende Abstiege den Verein zur Saison 2007/08 in die Verbandsliga Westfalen. Von dort schafften die 09er als Tabellenerster die Qualifikation für die zur Saison 2008/09 neu geschaffene NRW-Liga. Die wirtschaftliche Situation des Clubs war im Sommer 2007 so problematisch, dass die Insolvenz drohte. Diese konnte jedoch im Juli 2007 abgewendet werden.

Für die Anhänger der SG Wattenscheid 09 sind das 2:0 gegen den VfL Bochum (1992) und die beiden Siege mit 3:2 (1991) und 2:0 (1993) gegen den FC Bayern München die wohl größten Spiele ihrer „09er“.
In der ewigen Tabelle der 1. Fußball-Bundesliga belegt die SG Wattenscheid 09 mit ihren vier Jahren Zugehörigkeit Rang 32.
In der ewigen Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga steht die SG Wattenscheid 09 auf Platz 9.
In der ewigen Tabelle der Fußball-Regionalliga steht die SG Wattenscheid 09 auf Platz 35.
(Stand: Ende Saison 2007/2008)

Der Vorstand des Vereins setzt sich aus dem Vorsitzenden Guido Tann sowie seinen Stellvertretern Norbert Herden und Heinz-Jürgen Busch zusammen. Dem Aufsichtsrat gehören Dr. Wilhelm Beermann als Vorsitzender sowie Stefan Beermann, Christoph Rupprecht, Jana Walter und Peter Oelmann an. Trainer der ersten Verbandsliga-Mannschaft ist der Ex-Bundesligaprofi Dirk „Putsche“ Helmig, sein Assistent Carsten Schmitt. Geschäftsführung und Geschäftsstellenleitung liegen bei Gerhard Abstins.

Eine zweite Mannschaft existiert derzeit nicht, diese wurde vor Beginn der Spielzeit 2007/08 aus dem Spielbetrieb der Verbandsliga Westfalen, Staffel 1, zurückgezogen. Für die kommende Spielzeit möchte man in der Landesliga mit einer U21 als Zweitvertretung starten.

Statistik

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal erfolgreichster Torschütze
1963/64 Verbandsliga Westfalen II 12. 35:43 27:33
1964/65 Verbandsliga Westfalen II 14. 42:57 28:36
1965/66 Verbandsliga Westfalen II 4. 53:40 37:19
1966/67 Verbandsliga Westfalen II 4. 44:36 32:24
1967/68 Verbandsliga Westfalen II 3. 49:24 36:24
1968/69 Verbandsliga Westfalen II 1. 79:27 50:10
1969/70 Regionalliga West 8. 10 14 10 49:53 34:34 1. Hauptrunde
1970/71 Regionalliga West 13. 9 10 15 45:52 28:40 1. Hauptrunde
1971/72 Regionalliga West 12. 9 12 13 43:49 30:38
1972/73 Regionalliga West 5. 16 8 10 70:60 40:28
1973/74 Regionalliga West 1. 25 5 4 102:39 55:13 Achtelfinale
1974/75 2. Fußball-Bundesliga Nord 7. 18 10 10 72:53 46:30 1. Hauptrunde Jürgen Jendrossek (16)
1975/76 2. Fußball-Bundesliga Nord 8. 17 9 12 71:58 43:33 3. Hauptrunde Carlos Babington (14)
1976/77 2. Fußball-Bundesliga Nord 15. 12 9 17 65:80 33:43 2. Hauptrunde Ewald Hammes (21)
1977/78 2. Fußball-Bundesliga Nord 6. 16 9 13 76:65 41:35 1. Hauptrunde Hans-Günter Bruns, Ewald Hammes (16)
1978/79 2. Fußball-Bundesliga Nord 10. 10 16 12 49:47 36:40 1. Hauptrunde Peter Kunkel (13)
1979/80 2. Fußball-Bundesliga Nord 5. 17 12 9 72:57 46:30 2. Hauptrunde Ewald Hammes (18)
1980/81 2. Fußball-Bundesliga Nord 10. 15 12 15 62:68 42:42 2. Hauptrunde Peter Kunkel, Helmut Reiners (16)
1981/82 2. Fußball-Bundesliga 17. 8 15 15 41:62 31:45 2. Hauptrunde Peter Kunkel, Helmut Reiners (8)
1982/83 2. Fußball-Bundesliga 15. 13 7 18 59:65 33:43 Peter Kunkel (14)
1983/84 2. Fußball-Bundesliga 15. 11 10 17 58:74 32:44 1. Hauptrunde Harald Kügler (14)
1984/85 2. Fußball-Bundesliga 10. 14 8 16 61:68 36:40 2. Hauptrunde Harald Kügler (12)
1985/86 2. Fußball-Bundesliga 9. 17 9 12 63:56 43:33 1. Hauptrunde Uwe Tschiskale (22)
1986/87 2. Fußball-Bundesliga 11. 12 14 12 59:66 38:38 Achtelfinale Uwe Tschiskale (16)
1987/88 2. Fußball-Bundesliga 4. 18 11 9 62:48 47:29 1. Hauptrunde Harald Kügler (14)
1988/89 2. Fußball-Bundesliga 6. 17 8 13 68:58 42:34 1. Hauptrunde Uwe Tschiskale (15)
1989/90 2. Fußball-Bundesliga 2. 21 9 8 70:35 51:25 2. Hauptrunde Maurice Banach (22)
1990/91 Fußball-Bundesliga 11. 9 15 10 42:51 33:35 Viertelfinale Souleyman Sane (13)
1991/92 Fußball-Bundesliga 16. 9 14 15 50:60 32:44 2. Hauptrunde Uwe Tschiskale (9)
1992/93 Fußball-Bundesliga 14. 10 8 16 46:67 28:40 1. Hauptrunde Thorsten Fink (8)
1993/94 Fußball-Bundesliga 17. 6 11 17 48:70 23:45 Achtelfinale Marek Lesniak, Souleyman Sane (13)
1994/95 2. Fußball-Bundesliga 10. 11 11 12 50:52 33:35 2. Hauptrunde Michael Preetz, Carsten Wolters (10)
1995/96 2. Fußball-Bundesliga 18. 8 7 19 38:57 31 2. Hauptrunde Giuseppe Reina (10)
1996/97 Regionalliga West/Südwest 1. 23 8 3 78:35 77 2. Hauptrunde
1997/98 2. Fußball-Bundesliga 14. 10 10 14 41:41 40 1. Hauptrunde Marcus Feinbier (15)
1998/99 2. Fußball-Bundesliga 17. 7 9 18 31:46 30 2. Hauptrunde Marcus Feinbier (7)
1999/2000 Regionalliga West/Südwest 4. 18 9 9 72:42 63 2. Hauptrunde
2000/01 Regionalliga Nord 11. 12 12 12 65:66 48
2001/02 Regionalliga Nord 4. 17 7 10 64:51 58
2002/03 Regionalliga Nord 4. 16 8 10 66:49 56
2003/04 Regionalliga Nord 15. 11 7 16 51:60 40
2004/05 Oberliga Westfalen 1. 21 8 5 78:34 71 1. Hauptrunde
2005/06 Regionalliga Nord 16. 10 9 17 50:65 39 1. Hauptrunde
2006/07 Oberliga Westfalen 16. 7 11 16 51:72 32
2007/08 Verbandsliga Westfalen II 1. 23 4 3 88:28 73 Dimitrios Ropkas (24)
2008/09 NRW-Liga  :
Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

Frauenfußball

Die Frauenfußballabteilung wurde 1973 gegründet. Erster großer Erfolg war die Meisterschaft der Regionalliga West im Jahre 1994. In der anschließenden Aufstiegsrunde schaffte die Mannschaft den Sprung in die Bundesliga. Jedoch folgte der sofortige Wiederabstieg. Der direkte Wiederaufstieg wurde nur wegen des um zwei Tore schlechteren Torverhältnis gegenüber dem Schmalfelder SV verpasst. Ein Jahr später verpasste die Mannschaft den Aufstieg in die eingleisige Bundesliga. Es folgte mehrere Jahre in der Spitzengruppe der Regionalliga, ohne jedoch ernsthaft um die Meisterschaft mitspielen zu können. Erst 2004 wurde die Mannschaft mit einem Punkt Rückstand hinter der SG Essen-Schönebeck Vizemeister und qualifizierte sich für die neue 2. Bundesliga.

Die Frauenmannschaft stieg drei Spieltage vor Saisonschluss 2006/07 mit einem 4:0-Sieg gegen Holstein Kiel in die 1. Bundesliga auf. Mit dem letzten Heimspiel der Saison und stellte mit dem abschließenden 8:0-Erfolg gegen TSV Jahn Calden stellte einen neuen Rekord auf: sie gewann alle Heimspiele der Saison. Aufgrund der prekären finanziellen Situation des Vereins wurde über eine Abspaltung der Frauenfußballabteilung diskutiert[1]. Die Mitglieder erteilten diesen Bestrebungen jedoch auf einer außerordentlichen Versammlung am 12. Juni 2007 eine Absage.

Spielertrainerin ist Kerstin Stegemann, Co- und Torwarttrainer Roger Dorny zusammen mit Jens Hamann. Im Aufsichtsrat ist Peter Oelmann für die Frauenabteilung verantwortlich.

Kader Saison 2007/08

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
15 Jessica Fiedler
01 Deborah Look
23 Nadine Richter
02 Sabrina Dörpinghaus
05 Carmen Israel
16 Daniela Löwenberg
03 Jacqueline Mahler
22 Lisa Oelke
21 Deniz Özer
14 Sarah Schröder
29 Lena Wermelt
09 Caroline Dej
10 Jeannette Götte
24 Isabelle Hüls
06 Nadija Inan
20 Mira Möller
28 Kathrin Spengler
17 Kerstin Stegemann
08 Silke van den Berg
00 Katrin van Kampen
13 Jennifer Düner
19 Caroline Hamann
27 Sabrina Kleifges
07 Jennifer Manzer
11 Jennifer Nienaus
26 Melissa Thiem

Statistik

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal erfolgreichste Torschützin
1990/91 Regionalliga West 4. 9 3 8 36:39 21:19
1991/92 Regionalliga West 3. 9 5 4 45:28 23:13
1992/93 Regionalliga West 2. 11 5 2 31:17 27:9
1993/94 Regionalliga West 1. 19 1 2 56:13 39:5
1994/95 Bundesliga Nord 9. 3 2 13 19:70 8:28
1995/96 Regionalliga West nicht bekannt
1996/97 Regionalliga West 1. 17 4 3 69:14 55
1997/98 Regionalliga West 2. 16 4 2 67:22 52
1998/99 Regionalliga West 3. 14 3 5 63:36 45 Viertelfinale
1999/00 Regionalliga West 4. 10 5 7 55:40 35 1. Runde
2000/01 Regionalliga West 4. 12 1 7 59:39 37 nicht qualifiziert
2001/02 Regionalliga West 5. 13 3 8 61:46 42 nicht qualifiziert
2002/03 Regionalliga West 5. 11 6 7 47:31 39 nicht qualifiziert
2003/04 Regionalliga West 2. 17 6 1 66:18 57 nicht qualifiziert
2004/05 2. Bundesliga Nord 4. 13 3 6 65:44 40 nicht qualifiziert Carolin Hamann (17)
2005/06 2. Bundesliga Nord 4. 13 2 7 68:38 41 2. Runde Carolin Hamann (19)
2006/07 2. Bundesliga Nord 1. 18 1 3 84:23 55 2. Runde Jennifer Ninaus (19)
2007/08 Bundesliga 12. 3 2 17 17:69 11 2. Runde
Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

Bekannte Spieler/innen

Jugendabteilung

Die SG Wattenscheid 09 ist für ihre hervorragende Jugendarbeit bekannt. Viele Fußballtalente wurden in den letzten Jahren entdeckt, gefördert und dem Profifußball zugeführt, zuletzt die Brüder Halil und Hamit Altintop (FC Schalke 04, Bayern München) sowie Yildiray Bastürk (VfB Stuttgart).

Weitere Spieler, die aus der Jugend der SG Wattenscheid 09 in den bezahlten Fußball gegangen sind: Sergio Allievi, Marius Ebbers, Dirk Kontny und Michael Skibbe.

Erfolge der Jugendabteilung

Stadion

Die SG Wattenscheid 09 spielt im Wattenscheider Lohrheidestadion, das 16 233 Plätze hat. Bereits zweimal war das Stadion Austragungsort der Deutschen Leichtathletikmeisterschaften (2002 und 2005). Im August 2007 fand zudem erstmals die RAG-DLV-Gala des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in der Lohrheide statt.

Quellen

  1. waz.de: Frauen fürchten das Abseits

Literatur