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Mellrichstadt

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 25′ N, 10° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Rhön-Grabfeld
Verwaltungsge-
meinschaft:
Mellrichstadt
Höhe: 270 m ü. NN
Fläche: 55,78 km²
Einwohner: 6040 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97638 (alt: 8744)
Vorwahl: 09776
Kfz-Kennzeichen: NES (bis 1972: MET)
Gemeindeschlüssel: 09 6 73 142
Adresse der Stadtverwaltung: Hauptstr. 4
97638 Mellrichstadt
Webpräsenz:
www.mellrichstadt.de
Bürgermeister: Eberhard Streit (SPD)

Mellrichstadt ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Mellrichstadt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Mellrichstadt liegt in der Region Main-Rhön. Die Stadt am Fuße der Rhön umfasst die Stadtteile Bahra, Eußenhausen, Frickenhausen, Mühlfeld, Sondheim im Grabfeld und Roßrieth.

Geschichte

Der karolingische Königshof Madalrichestat war Mittelpunkt des fränkischen Westergaues. 1232/1233 erfolgte die Erhebung zur Stadt, die im Mittelalter Sitz einer bedeutenden Rektorenschule (Lateinschule) war. Das ehemalige Oberamt des Hochstiftes Würzburg wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Bis 1972 war Mellrichstadt Kreisstadt des Landkreis Mellrichstadt. Seitdem ist Mellrichstadt nach Bad Neustadt und Bad Königshofen die drittgrößte Stadt im Landkreis Rhön-Grabfeld.

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 6841, 1987 5968, im Jahr 2000 6344 und in der aktuellen Statistik (2005) 6145 Einwohner gezählt.

Politik

Seit.1. September 2006 ist Eberhard Streit Bürgermeister. Der SPD-Stadtrat Streit wurde über eine unabhängige Liste, unterstützt von Freien Wählern und SPD, zum Stadtoberhaupt gewählt.

Mit der Stadtratswahl 2008 erhielt die FWG 8, die CSU 5, die SPD und die Bürgerliste Eußenhausen je 2 und die Bürgerlisten Frickenhausen, Mühlfeld und Sondheim-Roßrieth je 1 Sitz im Stadtrat.

In den vergangenen Jahren haben mehrere Themen die Bürger stark bewegt:

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 3.843.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1.411.000 Euro.

Ämter und Behörden

In Mellrichstadt befindet sich eine Zweigstelle des Amtsgerichts Bad Neustadt sowie eine der drei KFZ-Zulassungsstellen des Landkreises Rhön-Grabfeld. Weiterhin ist Mellrichstadt einer von sieben Standorten bundesdeutscher Beschussämter. Bis zum 30. September 2006 war das Panzergrenadierbataillon 352 mit zirka 1000 Soldaten in der inzwischen geschlossenen Hainberg-Kaserne stationiert.

Wirtschaft und Infrastruktur

Eine Vielzahl von produzierenden Gewerken im Industriellen Bereich geben vielen Städtern und Bürgern aus dem Umland Arbeit. Die günstige Lage zur neuen A71 verstärkt diesen Trend. Weiterhin bietet, das unter einheimischen „Mellerscht“ genannte Städtchen, eine große Auswahl von inhabergeführten, kleinen Fachgeschäfte für alle Bereiche des Lebens. Große Ketten aus dem Bereich der Lebensmittelläden siedelten sich am Randberich der Stadt an.

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 18, im produzierenden Gewerbe 2108 und im Bereich Handel und Verkehr 300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 923 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1975. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun Betriebe, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 134 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 4166 Hektar, davon waren 3715 Hektar Ackerfläche und 446 Hektar Dauergrünfläche.


Bildung

Derzeit existieren folgende Einrichtungen:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Naturdenkmäler

Freizeitmöglichkeiten

Mellrichstadt und das umliegende Streutal bieten eine Vielzahl an Wander- und Radwegen, darunter befindet sich der Main-Werra-Radweg. Unweit der Innenstadt befindet sich die Naherholungsanlage Kirschgarten mit weiten Rasenflächen und einem Kneipp-Becken. Das städtische Hallen- und Wellenfreibad ist ganzjährig geöffnet, eine weitere Bademöglichkeit besteht am Frickenhäuser See. Weitere Sport- und Freizeitstätten sind vorhanden. Mellrichstadt bietet weiter Vereine wie den TSV mit zirka zehn Sparten, einen Tennisclub mit vier Freiplätzen und zwei Hallenplätzen, sowie Tischtennis, Badminton, Schützenverein, Obst- und Gartenbauverein, Angelclub, usw..

Verkehr

Infrastrukturell liegt Mellrichstadt nahe an der A 71 und ist über die Anschlussstelle Mellrichstadt in drei Kilometer Entfernung zu erreichen. Durch Mellrichstadt führt die Staatsstraße 2445 (Meiningen–Mellrichstadt–Bad NeustadtMünnerstadt). Weiterhin ist Mellrichstadt Ausgangspunkt der B 285, die von hier über Ostheim, Kaltennordheim und Dermbach nach Bad Salzungen führt.

Die Stadt ist mit dem Haltepunkt Mellrichstadt Bahnhof an das Schienennetz der Deutschen Bahn angeschlossen. Züge verkehren stündlich zwischen 5:00 und 23:00 Uhr in Richtung Würzburg und Erfurt.

Söhne und Töchter der Stadt