Heim

Hauttyp

Es gibt in Mitteleuropa bezüglich Sonnenempfindlichkeit vier Hauttypen mit unterschiedlicher Eigenschutzzeit.

Der empfohlene Lichtschutzfaktor ist abhängig vom Hauttyp und vom UV-Index. Schweizer Quellen empfehlen etwas höhere Lichtschutzfaktoren.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschutzzeit

Die Eigenschutzzeit ist die Zeitdauer, für die man im Laufe eines Tages die ungebräunte Haut der Sonne maximal aussetzen kann, ohne dass die Haut rot wird. Je nach Hauttyp beträgt die Eigenschutzzeit zwischen drei Minuten für sehr helle Haut (Hauttyp I) und vierzig Minuten für die mediterrane bräunliche Haut (Hauttyp IV). Sie wird standardisiert bei UV-Index 8 (Mittagssonne im Sommer in Mitteleuropa).

Bei höherem UV-Index (Hochgebirge, Mittelmeer, Tropen) und bei reflektierender Umgebung (Wasser, Schnee, Sand) ist die Eigenschutzzeit deutlich niedriger.

Bei vorgebräunter Haut (allerdings nicht nach Anwendung von Bräunungscreme) ist die Eigenschutzzeit höher.

Eigenschutzzeit × Lichtschutzfaktor der Sonnencreme ergeben die maximal mögliche Zeit an der Sonne ohne Sonnenbrand bei UV-Index 8. Also beispielsweise eine Eigenschutzzeit von 20 Minuten und ein Lichtschutzfaktor 10 ergeben 200 Minuten mögliches Sonnenbad. Sicherheitshalber sollte diese Zeit jedoch nur zu zwei Dritteln ausgenützt werden. Am selben Tag bereits erfolgte Aufenthalte an der Sonne sind dabei zu berücksichtigen.

Beschreibung der Hauttypen

Die Selbsteinschätzung wird wesentlich erleichtert durch exemplarische Abbildungen von Referenzhauttypen (siehe auch unten angegeben Link zu exemplarischen Abbildungen von Referenzhauttypen).

Trotzdem ist es problematisch, einen Hauttyp lediglich durch eine einzelne Abbildung zu repräsentieren, da es auch innerhalb einer Hauttypenklasse Variationen gibt und die Skala der Hauttypen unterschiedlich große Klassen aufweist. So wird innerhalb der Hauttypen I-IV deutlich stärker differenziert. Diese Variation wird bei Betrachtung der Felix von Luschan-Skala deutlich.

Abb.1: Felix von Luschan - Skala der Hautfarben

So ordnet man die Farben 1-5 dem Hauttyp I, 6-10 dem Hauttyp II, 11-15 dem Hauttyp III, 16-20 dem Hauttyp IV, 21-28 dem Hauttyp V sowie 29-36 dem Hauttyp VI zu. Die Hauttypen V und VI findet man ursprünglich nur außerhalb Europas (Siehe hierzu auch den Artikel Hautfarbe). Auffällig ist die exponentielle Skalierung. So sind die Schrittweiten im hellen Spektrum dezent und werden im dunklen Spektrum immer deutlicher. Es handelt sich also keineswegs um eine lineare Skala.

Abb.2: Weltweite Verteilung der Hauttypen nach dem Mittel der Felix von Luschan Skala (Daten aus dem Jahr 1927)

Bei der Nutzung nachfolgender idealtypischer Klassifizierungsschemata, ist insofern zur Vorsicht geraten, als daß z.B. Augen- und Haarfarbe lediglich Indizien sein können, letztendlich aber nur der prozentuale Gehalt von Eumelanin in der Haut für die Hauttypenfrage ausschlaggebend ist. Der wichtigste Faktor für die Bestimmung des Hauttyps ist die Farbe der unbestrahlten Haut bei Tageslicht, gleichwohl sind beobachtetes Bräunungsverhalten und Sonnenbrandneigung relativ zuverlässige Indikatoren. Weiterhin ist die vollständig sichere Bestimmung des Hauttyps nur durch die Messung des Eumelanin-Anteils in Haut bei einem Dermatologen möglich. Obwohl nachfolgende Angaben nach bestem Wissen und Gewissen, sowie nach anerkanntem wissenschaftlichen Stand, gemacht sind, sei an dieser Stelle ausdrücklich vor gesundheitlichen Schäden durch möglicherweise fehlerbehaftete Selbsteinschätzung aufgrund allgemeiner Informationen gewarnt.

Keltischer Typ (Typ 1)

Dem keltischen Typ gehören im deutschen Sprachraum etwa 2 % der Bevölkerung an.

Nordischer Typ (Typ 2)

Dem nordischen Typ gehören im deutschen Sprachraum etwa 12 % der Bevölkerung an.

Mischtyp (Typ 3)

Dem Mischtyp gehören 78 % der deutschsprachigen Bevölkerung an.

Mediterraner Typ (Typ 4)

Dem mediterranen Typ gehören 8 % der Bevölkerung im deutschen Sprachraum an.

Dunkle Hauttypen (Typ 5)

Vorwiegend Menschen aus Arabien, Nordafrika, Indien, dunkle Asiaten

Schwarze Hauttypen (Typ 6)

Vorwiegend Menschen aus Zentralafrika und Australien

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!