Julian Balthasar Marchlewski
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Julian Balthasar Marchlewski

Julian Balthasar Marchlewski (* 17. Mai 1866 in Leslau (poln. Włocławek), Westpreußen; † 22. März 1925 in Nervi, Italien) war ein Politiker und Mitgründer des Spartakusbundes. Er ist auch bekannt als Karski oder Kujawiak.

Julian Balthasar Marchlewski wurde in Westpreußen in eine jüdischen Familie geboren.[1] Er war Färber. Von 1888 an gehörte er der sozialistischen Arbeiterbewegung an und gründete 1888/89 den Verband Polnischer Arbeiter (Związek Robotników Polskich, ZRP), 1893 war er Mitbegründer der Sozialdemokratische Partei des Königreichs Polen (Socjaldemokracja Królestwa Polskiego, SDKP) mit Rosa Luxemburg und Leo Jogiches. Diese bildete ab 1899 die Sozialdemokratische Partei des Königreichs Polen und Litauen (Socjaldemokracja Królestwa Polskiego i Litwy, SDKPiL).

Julian Balthasar Marchlewski musste in die Schweiz fliehen und studierte dort Jura und Staatswissenschaften in Zürich bis zur Promotion. 1902 kam er nach Deutschland und beteiligte sich an der Herausgabe verschiedener sozialdemokratischer Zeitungen. 1916 gehörte er zu den Mitgründern des Spartakusbundes, von 1916 bis 1918 war er in Deutschland für seine politischen Ansichten inhaftiert und wurde anschließend ausgewiesen. Er lebte ein Jahr in Moskau, kehrte anschließend illegal nach Deutschland zurück und stieg in die Zentrale der Kommunistischen Partei Deutschlands ein. Von 1922 bis zu seinem Tod 1925 in Nervi war er Vorsitzender der Internationalen Roten Hilfe.

Seine Tochter Sonja war die zweite Ehefrau von Heinrich Vogeler.

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Quellen

  1. Jaff Schatz: The Generation: The Rise and Fall of the Jewish Communists of Poland. Uni. Of California Press, Berkeley, 1991
Personendaten
Marchlewski, Julian Balthasar
Karski, Kujawiak
polnischer Politiker und Mitgründer des Spartakusbundes
17. Mai 1866
Włocławek
22. März 1925
Nervi