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Filippo Callimachus Buonaccorsi

Filippo Buonaccorsi, lateinisch Philippus Callimachus Experiens (* 1437 in San Gimignano; † 1. November 1497 in Krakau) war ein italienischer Humanist und Staatsmann der Renaissance.

Leben

Buonaccorsi war adeliger Herkunft und studierte in Rom, wo er sich dem Kreis um Julius Pomponius Laetus anschloss und Sekretär des Bischofs Bartolomeo Roverella war. Er war Mitglied der Accademia Romana. 1468 musste Buonaccorsi Rom verlassen, da er der Verschwörung gegen Papst Paul II. beschuldigt wurde.

1470 kam Buonaccorsi nach Polen, wo er in kürzester Zeit zu höchstem Einfluss gelangte und für Bischof von Lemberg Gregor von Sanok tätig war. Er war der Sekretär der polnischen Könige Kasimir IV. Jagiello und bei dessen Sohn, Johann I. Jagiello. Er wurde mit diplomatischen Missionen nach Konstantinopel, Venedig und Rom betraut. An der Krakauer Akademie führte Buonaccorsi die Methoden des humanistischen Lernens ein. Er schrieb eine Reihe historischer Werke und verfasste lateinische Lyrik und Prosa, z.B. über das Leben von Bischof Zbigniew Oleśnicki, von Bischof Gregor von Sanok und von König Wladyslaw III.

In Krakau schloss er sich auch Conrad Celtis und der von diesem dort gestifteten wissenschaftlichen Gesellschaft Sodalitas (litteraria) Vistulana an. Sein Grabmal in der Dominikanerkirche in Krakau wurde von Veit Stoß errichtet.


Personendaten
Buonaccorsi, Filippo
polnisch-italienischer Humanist und Staatsmann
1437
San Gimignano
1. November 1497
Krakau