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Gouda (Niederlande)

Gemeinde Gouda

(Flagge von Gouda)

(Wappen von Gouda)
Provinz Südholland
Bürgermeister Wim Cornelis
Sitz der Gemeinde Gouda
Fläche
 – Land
 – Wasser
18,11 km²
17,18 km²
0,93 km²
Einwohner

 – Bevölkerungsdichte
71.764
(1. Juni 2005)

4.177 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 1′ N, 4° 43′ O7Koordinaten: 52° 1′ N, 4° 43′ O
Bedeutender Verkehrsweg A12
Vorwahl 0182
Postleitzahlen 2800-2809
Website www.gouda.nl

Goudaanhören ?/i) ist eine Stadt in den westlichen Niederlanden (Provinz Südholland) mit 70.000 Einwohnern. Sie erhielt die Stadtrechte 1272 vom holländischen Grafen Florens V.

Gouda ist weltbekannt für den gleichnamigen Goudaer Käse, der aber nicht in der Stadt selber, sondern im Umland hergestellt wird. Er wurde jedoch von Gouda aus gehandelt, wobei die Stadtbehörden für eine strenge Qualitätskontrolle sorgten. Außerdem gab es bis ins 20. Jahrhundert viele größere und kleinere Keramikmanufakturen („Plateel Zuidholland“, „Regina“, „Ivora“ und „Zenith“ sind einige der bekanntesten), die meisten von ihnen schlossen bereits Mitte der 30er Jahre, einige wenige versuchten nach dem Zweiten Weltkrieg wieder Fuß zu fassen, wobei auch die letzte und größte (Plateel Zuid Holland) Mitte der 60er Jahre endgültig zahlungsunfähig wurde und aufhörte zu existieren. Die Manufakturen stellten vielfarbige und formenreiche künstlerisch sehr interessante Gegenstände her. Schönheit und Formenreichtum der fabrizierten Keramiken konnte nach dem Zweiten Weltkrieg von den letzten der übergebliebenen Firmen nie wieder erreicht werden. Die Art-deco- und Jugendstil-Gebrauchsgegenstände dieser Manufakturen gehören heute zu gesuchten Antiquitäten. Weitere bekannte Produkte aus Gouda sind Tabakspfeifen, Kerzen und Sirupwaffeln, in früherer Zeit hatte die Stadt auch eine florierende Brauindustrie.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Holländischer Ijssel und Gouwe. Andere alte Namen der Stadt sind Golda und Tergouw. Gouda liegt an der A12 und ist über zwei Bahnhöfe verbunden mit Den Haag, Rotterdam und Utrecht.

Geschichte

Um 1000 war das Gebiet um Gouda noch Sumpfland. Danach begann man mit Dammbau und Trockenlegung. 1143 wird der Name „Gouda“ in einer Urkunde des Bischofs von Utrecht erstmals erwähnt. Ca. 1225 wurde das Flüsschen Gouwe durch einen Kanal mit dem Alten Rhein verbunden. Die Mündung der Gouwe in die Holländische Ijssel wurde zu einem Hafen ausgebaut. Nun lag der Ort an einer wichtigen Handelsroute, die Flandern und die Niederlande mit Frankreich einerseits und dem Baltikum andererseits verband. 1272 garantierte Graf Floris V. Gouda, das inzwischen zu einem bedeutenden Ort gewachsen war, das Stadtrecht. 1361 und 1438 wüteten große Stadtbrände. 1572 wurde die Stadt von Geusen besetzt, geplündert und teilweise niedergebrannt. 1602 wütete in Gouda wie andernorts in den Niederlanden auch die Pest. Erst 1750 hat sich die Bevölkerungszahl von dieser Katastrophe erholt. Von 1830 an wird die Stadtmauer geschleift, um Platz für weiteres Wachstum zu schaffen, das letzte Tor wird 1854 abgerissen. 1855 wird die Bahnlinie Gouda–Utrecht in Betrieb genommen. 1944 wird der Bahnhof durch Bombardement der Alliierten zerstört, es gibt acht Tote und zehn Verwundete.

Stadtwappen

Das seit 24. Juli 1816 offizielle Wappen zeigt zweimal drei zehngezackte Sterne. Die Stadt führt das Motto: per aspera ad astra, zu deutsch: „Durch rauhe Lüfte (steigt man empor) zu den Sternen“.

Statistik

Gouda hatte am 1. Januar 2003 71.687 Einwohner in etwa 30.000 Haushalten. Das Stadtgebiet beträgt 1.811 ha, das ergibt eine Bevölkerungsdichte von 39,6 Einwohnern pro ha.

Sehenswürdigkeiten

Partnerstädte