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Schlosskirche (Blieskastel)

Die Schloßkirche (St. Andreas und Philipp) in Blieskastel (Saarpfalz-Kreis, Saarland) ist einer der bedeutendsten spätbarocken Sakralbauten des Saarlandes.

Erbaut 1778 bis 1781 durch Peter Reheis, einem Schüler von F.J. Stengel als Schloß- und Franziskanerkirche, wurde sie 1793 profaniert und beschädigt; Restaurierungen erfolgten 1803 bis 1809, 1911 und 1955 bis 1958.

Die Kirche liegt eingebunden im Barock-Ensemble der Schloßbergstraße. Sie ist ein Saalbau mit eingezogenem Polygonchor, reicher Westfassade mit Kolossalordnung, schwerem Triglyphemgebälk und Giebelgeschoß mit Eckvoluten, streng klassizistischem Portal in Tempelarchitektur mit toskanischen Doppelsäulen, Architrav und Flachgiebel. Auf dem Satteldach zwei Dachreiter mit Schieferhauben in bizarrer Kontur.

Im 1911 Neobarock veränderten Inneren gegliedert durch Doppelpilaster mit kräftigem Gebälk, Deckenmalerei 1956 von R. Holzner, München (ursprünglich wohl keine Deckengemälde vorhanden), reiche Ausstattung aus der Erbauungszeit incl. ältere Einzelstücke.

Gruft

1982 wurden die Gebeine der Gräfin Marianne von der Leyen aus Heusenstamm hierher überführt.

Koordinaten: 49° 14′ N, 7° 15′ O