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Donaueschingen

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 47° 57′ N, 8° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Schwarzwald-Baar-Kreis
Höhe: 686 m ü. NN
Fläche: 104,63 km²
Einwohner: 21.532 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 206 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 78151–78168 (alt: 7710)
Vorwahl: 0771
Kfz-Kennzeichen: VS
Gemeindeschlüssel: 08 3 26 012
Stadtgliederung: Kernstadt und 7 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 1
78166 Donaueschingen
Webpräsenz:
www.donaueschingen.de
Oberbürgermeister: Thorsten Frei (CDU)

Donaueschingen ist eine Stadt im Südwesten Baden-Württembergs. Sie ist nach der etwa 13 km nördlich gelegenen Kreisstadt Villingen-Schwenningen die zweitgrößte Stadt des Schwarzwald-Baar-Kreises und ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.

Bis zur Kreisreform am 1. Januar 1973 war Donaueschingen Kreisstadt des Landkreises Donaueschingen (Kfz.-Kennzeichen DS) und gehört seitdem zum Schwarzwald-Baar-Kreis. Die Stadt ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Donaueschingen, dem die Städte Bräunlingen, Donaueschingen und Hüfingen angehören. Seit 1. Juli 1993 ist Donaueschingen Große Kreisstadt.

Die nächstgrößeren Städte sind neben Villingen-Schwenningen noch Tuttlingen, etwa 24 km östlich, Singen (Hohentwiel) etwa 34 km südöstlich und das in der Schweiz gelegene Schaffhausen, etwa 30 km südlich von Donaueschingen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Die Stadt liegt auf dem Hochplateau der Baar, am Ostrand des südlichen Schwarzwalds in der Talung der Brigach, deren Zusammenfluss mit der Breg in der Nähe von Donaueschingen als der eigentliche Beginn der Donau gilt. Eine gefasste Karstaufstoßquelle im Schlosspark wird als „Donauquelle“ bezeichnet.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Donaueschingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt:

Vöhrenbach, Brigachtal, Bad Dürrheim (alle Schwarzwald-Baar-Kreis), Geisingen (Landkreis Tuttlingen) sowie Blumberg, Hüfingen und Bräunlingen (alle Schwarzwald-Baar-Kreis).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet besteht aus der Stadtkern, den in den 1930er Jahren eingegliederten Orten Allmendshofen und Aufen und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Aasen, Grüningen, Heidenhofen, Hubertshofen, Neudingen, Pfohren und Wolterdingen.

Die zuletzt eingegliederten Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne von § 67ff der Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl direkt zu wählenden Ortschaftsrat, mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Zahl der Ortschaftsräte beträgt je nach Einwohnerzahl zwischen sechs und zehn.

Zu einigen Stadtteilen gehören weitere räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Gebiete:

Raumplanung

Donaueschingen bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, in der Villingen-Schwenningen als Oberzentrum ausgewiesen ist. Zum Mittelbereich Donaueschingen gehören neben der Stadt Donaueschingen noch die Städte Blumberg, Bräunlingen und Hüfingen.

Geschichte

Donaueschingen wurde 889 als Esginga erstmals urkundlich erwähnt. Von 1101 bis ins 15. Jahrhundert gehörte der Ort zu einer örtlichen Adelsfamilie, die vermutlich Dienstleute des Klosters Reichenau waren. Im 13. Jahrhundert waren es die Herren von Blumberg, die über den Ort herrschten, dann folgten bis 1465 die Ritter von Stein.

Schon im Jahr 1283 belehnte Rudolf von Habsburg den Grafen Heinrich von Fürstenberg mit der Grafschaft Baar und Donaueschingen. Damit war auch das Recht verbunden, Bier zu brauen. Hier hat die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei ihren Ursprung.

Im Jahre 1488 ging der Ort Donaueschingen durch Kauf in den Besitz der Grafen von Fürstenberg über. 1653 wählte Ferdinand Friedrich von Fürstenberg Donaueschingen als Residenz. Seit 1716 ist der Ort Hauptsitz der Fürsten von Fürstenberg. 1801 wurde Donaueschingen Sitz eines Obervogteiamtes der Herrschaft Fürstenberg. Im Jahr 1806 kam der Ort zusammen mit dem Fürstentum an das Großherzogtum Baden und wurde ein Jahr später Sitz eines Amtes, das jedoch 1810 wieder aufgelöst wurde. Dafür erhielt Donaueschingen 1810 das Stadtrecht. 1813 wurde das Amt Donaueschingen wieder errichtet, 1818 erneut aufgelöst und 1849 zum zweiten Mal wieder errichtet und später zum Bezirksamt erhoben. 1908 fiel ein großer Teil der Stadt einem Brand zum Opfer. Aus dem Bezirksamt Donaueschingen ging 1939 der Landkreis Donaueschingen hervor, der bei der Kreisreform 1973 aufgelöst wurde. Die meisten seiner Gemeinden und mit ihm die Kreisstadt Donaueschingen wurden dem neu gebildeten Schwarzwald-Baar-Kreis zugeordnet. Infolge der Eingliederung von sieben Nachbargemeinden in den 1970er Jahren entwickelte sich Donaueschingen zur zweitgrößten Stadt des Kreises, deren Einwohnerzahl 1992 die 20.000-Grenze überschritt. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Juli 1993 beschloss.

Auch die Stadtteile Donaueschingens haben eine lange Geschichte. Sie gehörten meist zum Fürstentum Fürstenberg und kamen 1806 an Baden. Zunächst zum Oberamt Hüfingen, 1813 zum Amt Donaueschingen, 1819 wieder zum Amt Hüfingen und seit 1849 erneut zum Amt Donaueschingen, später Bezirksamt Donaueschingen, aus dem 1939 der Landkreis Donaueschingen hervorging. Grüningen kam jedoch erst 1936 zum Bezirksamt Donaueschingen.

Eingemeindungen

In die Stadt Donaueschingen wurden folgende Gemeinden eingegliedert:

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1750 1.800
1812 2.032
1830 3.023
1852 3.012
1860 2.980
1. Dezember 1871 3.109
1. Dezember 1880 ¹ 3.522
1. Dezember 1900 ¹ 3.758
1. Dezember 1910 ¹ 4.077
16. Juni 1925 ¹ 5.002
16. Juni 1933 ¹ 6.260
17. Mai 1939 ¹ 8.901
Jahr Einwohnerzahlen
13. September 1950 ¹ 7.941
6. Juni 1961 ¹ 10.715
27. Mai 1970 ¹ 11.648
31. Dezember 1975 17.578
31. Dezember 1980 17.762
27. Mai 1987 ¹ 18.196
31. Dezember 1990 19.341
31. Dezember 1992 20.141
31. Dezember 1995 20.716
31. Dezember 2000 21.265
31. Dezember 2005 21.439

¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

Donaueschingen gehörte zunächst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat „vor der Wald“ zugeordnet. Da die Landesherren, die Fürsten von Fürstenberg die Reformation nicht einführten, blieben Donaueschingen und sein Umland bis ins 19. Jahrhundert überwiegend katholisch. Ebenso Grüningen, das jedoch 1326 an Vorderösterreich kam und 1805 über Württemberg 1806 an Baden kam. Seit 1821 bzw. 1827 gehören die katholischen Gemeinden im heutigen Stadtgebiet zum Erzbistum Freiburg und waren zunächst dem Landkapitel Villingen zugeordnet. Seit 1933 war Donaueschingen Sitz eines Landkapitels. Das Dekanat Donaueschingen wurde 1977 errichtet. Zu ihm gehören alle heutigen katholischen Pfarreien im Stadtgebiet. Sie sind zu drei verschiedenen Seelsorgeeinheiten zusammengeschlossen. Die Seelsorgeeinheit Donaueschingen umfasst die beiden Pfarreien St. Johann (Kirche von 1724/47 mit Filialkirche St. Jakobus Allmendshofen, erbaut 1721 (mit älterem Chor) und St. Marien (Kirche von 1927/28) mit Filialkirche St. Vitus Aufen, erbaut 1756. Die Seelsorgeeinheit Donaueschingen-Wolterdingen umfasst die Gemeinden St. Kilian Wolterdingen (Kirche 1903 im neugotischen Stil erbaut), St. Mauritius Grüningen (Kirche aus dem 14. Jahrhundert und Turm aus dem 16. Jahrhundert) und St. Sebastian Hubertshofen (Kirche aus dem 17./18. Jahrhundert mit Erweiterung von 1885). Die Seelsorgeeinheit Donaueschingen-Pfohren umfasst die Gemeinden St. Johannes d. T. Pfohren (Kirche von 1767 neu errichtet), St. Blasius Aasen (Kirche aus dem Jahr um 1100, 1725/26 barock erweitert), St. Hilarius Heidenhofen (Kirche aus dem 15. Jahrhundert) und St. Andreas Neudingen (Kirche aus dem späten 18. Jahrhundert).

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Angehörige der Evangelischen Kirche nach Donaueschingen. 1875 wurde die evangelische Kirchengemeinde gegründet. Eine eigene Kirche wurde 1912 erbaut. Diese wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1949 wieder aufgebaut. Zur Evangelischen Kirchengemeinde Donaueschingen gehören heute auch die Evangelisch Gläubigen der Stadtteile Aasen, Grüningen, Hubertshofen, Neudingen, Pfohren und Wolterdingen. Die Evangelischen des Stadtteils Heidenhofen und des zu Pfohren gehörigen Weilers Immenhöfe gehören zur Nachbarkirchengemeinde Oberbaldingen und Biesingen (Stadt Bad Dürrheim). Alle genannten Kirchengemeinden gehören zum Dekanat Villingen der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch Gemeinden, die zu evangelikalen Freikirchen gehören, darunter eine Freie Evangelische Gemeinde.

Auch die Zeugen Jehovas sind in Donaueschingen mit einem Königreichssaal vertreten.

Politik

Nach der Gemeinderatswahl 2004 hat das Gremium folgende Besetzung:

CDU  : 16 Sitze
FDP/FW  : 7 Sitze
SPD  : 7 Sitze
Gemeinschaft unabhängiger Bürger  : 5 Sitze
Bündnis 90/Die Grünen  : 4 Sitze

Bürgermeister/Oberbürgermeister

An der Spitze der Gemeinde Donaueschingen stand seit dem 13. Jahrhundert ein Ortsvogt sowie ein Bürgermeister und das Gericht (Gemeinderat). Ab 1807 gab es ein Bürgermeister und 8, später 9 Gemeinderäte. Ab 1821 gab es ferner einen Bürgerausschuss. Sowohl Gemeinderat und Bürgerausschuss wurden für vier Jahre gewählt. Ab 1935 gab es einen Bürgermeister und zwei ehrenamtliche Beigeordnete.

Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1992 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung „Oberbürgermeister“. Dieser wird heute von den Wahlberechtigten für eine Amtszeit von 8 Jahren direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Bürgermeister von Donaueschingen seit 1800

Wappen

Das Wappen von Donaueschingen zeigt in einem von Silber und Blau geteilten Schild ein sechsspeichiges Rad in verwechselten Farben. Die Flagge ist weiß-blau. Das Wappen wurde in seiner heutigen Form 1895 angenommen.

In den Siegeln des Ortes ist ab 1790 das Fleckenzeichen, das Sester, abgebildet. Anfang des 19. Jahrhunderts nahm man den fürstenbergischen Adler mit dem Sester in den Fängen in das Siegel auf. Teilweise ist auch das badische Staatswappen in Kombination mit dem Sester zu finden. Mitte des 19. Jahrhunderts war das Sester das alleinige Symbol des Stadtsiegels. 1895 wurde das heutige Wappen auf Vorschlag des Generallandesarchivs Baden angenommen. Dabei griff man auf das Rad zurück, das als Wappen der Herren von Eschingen zurückgeht. Die Blasonierung wurde in den fürstenbergischen Farben blau-weiß gewählt.

Wappen der Ortsteile

Städtepartnerschaften

Die Stadt Donaueschingen pflegt seit 1964 eine Städtepartnerschaft mit der unterelsässischen Stadt Saverne. Seit 1993 bestehen partnerschaftliche Beziehungen zur ungarischen Stadt Vác und seit 1995 zur japanischen Stadt Kaminoyama.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Donaueschingen ist ein wichtiger regionaler Eisenbahnknoten, an dem sich insgesamt vier Eisenbahnstrecken treffen. Donaueschingen ist Durchgangsbahnhof auf der Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz und Beginn der Höllentalbahn von Donaueschingen über Neustadt nach Freiburg im Breisgau. Diese beiden Strecken der Eisenbahn gelten als technisch außergewöhnliche Bauwerke. Donaueschingen ist ebenfalls Anfangspunkt der Donautalbahn nach Ulm sowie der Bregtalbahn nach Bräunlingen (früher bis Furtwangen). Die Stadt gehört zum Gebiet des Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar und ist an das Ringzug-System angeschlossen. Donaueschingen ist Intercity-Halt und hat so beispielsweise einzelne, durchgehende Verbindungen nach Dortmund und Hamburg.

Die Stadt liegt an der A 864, einem Zubringer zur A 81 Stuttgart-Singen (Hohentwiel). Des Weiteren schneiden sich in der Stadt die Bundesstraßen B 27 Stuttgart-Schaffhausen (Schweiz), die B 31 Freiburg im Breisgau-Lindau und die B 33 Offenburg-Konstanz.

Weiterhin gibt es den Verkehrslandeplatz Donaueschingen. Der Verkehrslandeplatz kommt auf ca. 27.500 Starts und Landungen im Jahr. Angestrebt sind 37.000.

Ein Airbus A319-100 der Deutschen Lufthansa mit der Registrierung D-AILW trägt den Namen „Donaueschingen“.

In Donaueschingen beginnt der Donauradweg, einer der touristisch bekanntesten und längsten Radwanderwege in Europa.

Gerichte und Behörden

Donaueschingen ist Sitz eines Amtsgerichts, das zum Landgerichtsbezirk Konstanz gehört, sowie eines Notariats und hat ferner Außenstellen des Finanzamts Villingen-Schwenningen und des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis. Außerdem hat Donaueschingen einen Dienstsitz des Regierungspräsidiums Freiburg im Breisgau, der für Bundesautobahnen und Bundesstraßen im Bereich der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zuständig ist.

Medien

Über das lokale Geschehen in Donaueschingen berichten als Tageszeitungen eine Lokalausgabe des Südkurier und eine Lokalausgabe des Schwarzwälder Boten. Radio Neckarburg als zuständiger Lokalsender berichtet auch über die Stadt, der UKW-Empfang ist aber nicht überall im Stadtgebiet zufriedenstellend.

Militär

In Donaueschingen findet sich ein Standort der Deutsch-Französischen Brigade, der das deutsche Jägerbataillon 292, die 3. Kompanie des Deutsch-Französischen Versorgungsbataillons und das französische Infanterieregiment 110 beherbergt.

Ebenfalls in der Donaueschinger Innenstadt befindet sich das Kreiswehrersatzamt Donaueschingen, welches für die Landkreise Konstanz, Rottweil, Tuttlingen, Zollernalb und den Schwarzwald-Baar-Kreis zuständig ist.

Bildungseinrichtungen

In Donaueschingen gibt es in Trägerschaft der Stadt ein allgemeinbildendes Gymnasium (Fürstenberg-Gymnasium), eine Realschule (Realschule Donaueschingen), eine Förderschule (Heinrich-Feurstein-Schule), eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (Eichendorffschule), drei Grundschulen (Erich-Kästner-Schule) mit Außenstellen in Allmendshofen und Grüningen, Grundschule Pfohren mit Außenstelle Aasen und Grundschule Wolterdingen).

Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist Träger der beiden Beruflichen Schulen (Gewerbliche Schulen Donaueschingen und Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schulen (KHS Donaueschingen) unter anderem mit einem Wirtschaftsgymnasium) sowie der Karl-Wacker-Schule für Kinder mit geistiger Behinderung mit einem Schulkindergarten.

Die Volkshochschule Baar, ein Zweckverband der Städte Donaueschingen, Blumberg, Bräunlingen und Hüfingen, hat als kommunale Weiterbildungseinrichtung ihren Sitz in Donaueschingen.

Die Abendrealschule, die Altenpflegeschule des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg e.V. und die Fachschule für Landwirtschaft runden das schulische Angebot in Donaueschingen ab.

Ferner ist Donaueschingen einer der vier Standorte der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen (früher staatliche Akademie für Lehrerfortbildung). Die zuständige Aufsichtsbehörde dieser „rechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts“ ist das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturgeschichte

Bereits Thomas Mann verewigte Donaueschingen in seinem Roman Doktor Faustus als Zentrum neuer Musik literarisch. Donaueschingen ist seit den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein wichtiger Ort europäischer Musikgeschichte. Unter der Schirmherrschaft des Fürsten von Fürstenberg fanden hier seit 1921 die Festtage Neuer Tonkunst unter dem Titel „Donaueschinger Kammermusik-Aufführungen zur Förderung zeitgenössischer Tonkunst“ statt, auf denen zahlreiche Vertreter der europäischen Avantgarde ihre Werke vorstellten.

Museen

Sport

Musikalische Einrichtungen

Bauwerke

Das Fürstlich Fürstenbergische Schloss und die dazu gehörige öffentliche Parkanlage ist wohl die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt. Das Schloss wurde 1723 als langgestreckter Zweckbau errichtet. 1893/96 wurde es im Stil des Neobarock umgestaltet und mit einer Kuppel versehen. Der zugehörige Marstall wurde 1850 von Theodor Dibold errichtet. Ein weiteres Gebäude des Schlosskomplexes ist die 1732 bis 1735 als Regierungsgebäude errichtete Hofbibliothek und das Archiv. Im 1869 errichteten Karlsbau sind heute die Fürstlich Fürstenbergischen Sammlungen untergebracht.

Im 1763 bis 1819 als Landschaftsgarten angelegten Schlosspark befindet sich die gefasste „Donauquelle“ mit einer Figurengruppe von Adolf Heer. Diese zeigt die „Mutter Baar“ die ihrer Tochter, der „jungen Donau“ den Weg weist.

Die katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist wurde 1724 bis 1747 im böhmischen Barockstil erbaut. Die beiden Türme prägen das Stadtbild Donaueschingens und gelten als Wahrzeichen der Stadt. Die katholische Kirche St. Marien wurde 1927/28 erbaut. Die evangelische Christuskirche stammt aus dem Jahr 1949, doch wurde die Vorgängerkirche bereits 1912 erstellt.

In den Stadtteilen gibt es meist alte katholische Kirchen (siehe hierzu #Religionen).

Regelmäßige Veranstaltungen

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Donaueschingen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

 Commons: Donaueschingen – Bilder, Videos und Audiodateien