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Leith (Schottland)

Leith ist ein Stadtteil der schottischen Stadt Edinburgh.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ursprünglich war Leith eine eigenständige Hafenstadt zu Edinburgh. Dort wurden insbesondere Güter aus Frankreich und Skandinavien angeliefert. Insbesondere Rotwein wurde in Fässern relativ jung aus Frankreich angelandet, der dann in Kavernen unterhalb der Stadt weiterreifte und so eine besondere hochgeschätzte Note erhielt.

Leith hatte auch eine besondere Bedeutung für die Entwicklung des Golfsports, da hier im Jahr 1744 die Gentlemen Golfers of Leith gegründet wurden.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts bekam der Hafen immer weniger Bedeutung und so wurde dieses Gebiet zu einem Armutsgebiet. Drogen, Prostitution und AIDS brachten der einstmals blühenden Stadt einen schlechten Ruf ein. Leith wurde zur britischen „Hauptstadt“ von AIDS bei Kindern.

In den 1990ern begann der Wiederaufstieg von Leith, mit der Entwicklung des Tourismus (zum Beispiel liegt dort die ehemalige Königliche Yacht HMY Britannia nach deren Außerdienststellung und der Verlagerung der schottischen Verwaltung in das ehemalige Dockgebiet. Seitdem ist Leith eines der neuen aufstrebenden Gebiete innerhalb Edinburghs mit Steigung der Hauspreise von über 100 % im Jahr.

Sport

Leith ist die Heimat von Hibernian FC, die an der Easter Road spielen. Die Easter Road liegt zwischen den alten Grenzen von Leith und Edinburgh. Demnach würde die north end (Nordtribüne) in Leith und die south end (Südtribüne) in Edinburgh liegen.

Trainspotting

(Traurigen) Weltruhm erreichte Leith durch den Roman Trainspotting – Neue Helden von Irvine Welsh, der 1996 verfilmt wurde (Trainspotting – Neue Helden) – Handlungsort ist Leith. Im Buch geht es um eine Subkultur von jungen Drogensüchtigen, die in dieser heruntergekommenen Umgebung eigentlich nicht viel machen außer exzessiv Drogen, vor allem Heroin, zu nehmen. Dennoch gelten sowohl Buch als auch Film wohl zu recht als eine der aussagekräftigsten Relikte der 1990er Jahre. Die hier beschriebenen Umstände scheinen wohl in Leith tatsächlich zu existieren, worauf sowohl die Aussage von Irvine Welsh, dass es durchaus Vorlagen in der Realität von Leith gab, als auch die von Regisseur Danny Boyle, man habe sich in Vorbereitung auf den Film intensiv mit der dortigen Drogenszene auseinandergesetzt, um dem Film Authentizität zu verleihen und habe sich zu diesen Zwecken auch im hiesigen Drogenmilieu umgesehen. Im Internet finden sich auch viele Publikationen in schottischen Bulletin Boards und Zeitungsartikel, die sich mit den Realzuständen in Leith befassen. Der Nachfolgeroman Porno spielt wieder größtenteils in Leith, jedoch zehn Jahre später, und lässt auch diesmal kein angenehmes Licht auf die Stadt scheinen. Der einzige Hinweis auf eine Datierung der Geschichten findet sich in Porno, wo eine Protagonistin erzählt: „In den 80ern war das Wort des Jahrzehnts Ich, in den Neunzigern war es Wir und heute ist alles nur noch Irgendwie.“

Koordinaten: 55° 58′ 41″ N, 3° 10′ 7″ W