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Isayas Afewerki

Isayas Afewerki (* 2. Februar 1946 in Asmara) ist seit dem 24. Mai 1993 Staatspräsident und Regierungschef der neu gegründeten ostafrikanischen Republik Eritrea, und Generalsekretär der People's Front for Democracy and Justice (PFDJ, Volksfront für Demokratie und Gerechtigkeit)

Inhaltsverzeichnis

Leben

Isayas Afewerki studierte 1965 für ein Jahr Ingenieurwissenschaften in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, beteiligte sich dann aber an der Guerillatätigkeit der Eritreischen Befreiungsfront (ELF), die für die Loslösung der Nordprovinz Eritrea kämpfte. Seine militärische Ausbildung erhielt er ein Jahr lang in der Volksrepublik China[1].

Als sich im Jahr 1970 die Eritreische Volksbefreiungsfront (EPLF) von der ELF abspaltete, arbeitete Afewerki ihr politisches Programm aus. Im Jahr 1987 wurde er Generalsekretär der EPLF, aus der später die PFDJ hervorging.

Seit der Unabhängigkeitserklärung vom 24. Mai 1993 ist Afewerki Staats- und Regierungschef in einer Person.

Schlüsselrolle Eritreas in Ostafrika

Der Staatspräsident und Regierungschef von Eritrea bekommt immer mehr Anerkennung in Ostafrika für seinen unermüdlichen Einsatz im * Darfur Friedensprozess sowie die Sicherung eines Friedens in Ostafrika. Dies erkannten auch die * Politiker aus den EU-Ländern, welche dem Presidenten Isayas Afewerki Hilfe in Höhe von 120 Millionen zugesichert haben.

Kritik

Afewerki werden erhebliche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Im Mai 2002 erklärte er alle Angehörigen nicht erlaubter Kirchen – darunter 35 evangelikale – zu Staatsfeinden. Nur die orthodoxe und die katholische Kirche sowie die Lutheraner sind anerkannt. Mehr als 2000 eritreische Christen, darunter Dutzende Pastoren und Priester, befinden sich immer noch in Gefangenschaft, wo sie aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen gefoltert werden.

Viele internationale Beobachter halten Isayas Aferweki für einen Diktator. In Eritrea wurde die gesamte unabhängige Presse im September 2001 verboten, es wurden mehrere Journalisten verhaftet, die seitdem an geheimen Orten gefangen gehalten werden. Seit der Unabhängigkeit wurden keine Wahlen abgehalten und zudem gibt es nur eine anerkannte politische Partei. Pressefreiheit existiert seitdem praktisch nicht in Eritrea. Die 1997 eingeführte Verfassung, wurde bis heute nicht durchgeführt.

Er ist auch für die zwei Prozent an Auslandssteuern verantwortlich. Demnach soll jeder Eritreer im Ausland eine Steuer von zwei Prozent bezahlen. Jeder, der diese Steuer entrichtet, erhält einen Ausweis. Mit diesem Ausweis, den man am eritreischen Flughafen vorweisen muss, kann man problemlos einreisen.

Quellen

  1. Fischer Weltalmanach 2003
Personendaten
Afewerki, Isayas
Staatspräsident und Regierungschef von Eritrea (seit 1993)
2. Februar 1946
Asmara, Eritrea