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Vanderlei de Lima

Vanderlei de Lima (Vanderlei Cordeiro de Lima; * 11. August 1969 in Cruzeiro do Oeste, Paraná) ist ein brasilianischer Langstreckenläufer. Der 1,68 m große und 54 kg schwere Athlet gewann bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen die Bronzemedaille im Marathon der Männer.

1996 gewann er den Tokyo International Men's Marathon, 1999 den Marathon der Panamerikanischen Spiele, 2002 den São-Paulo-Marathon und 2004 den Hamburg-Marathon. Bei den Olympischen Spielen 2000 belegte er im Marathonlauf der Männer Platz 47.

Zwischenfall bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen

Der Marathonlauf in Athen 2004 wurde durch einen Zwischenfall überschattet. Acht Kilometer vor dem Ziel führte Vanderlei de Lima mit 48 Sekunden Vorsprung, als er von einem Mann, der aus der Zuschauermenge sprang, von der Straße gezerrt wurde. De Lima verlor wegen dieses Zwischenfalls etwa 20 Sekunden und wurde fünf Kilometer vor dem Ziel von Stefano Baldini und Mebrahtom Keflezighi überholt. De Lima wurde am Ende Dritter. Später wurde bekannt, dass der Störer der Ire Cornelius Horan war, ein religiöser Fanatiker, der zuvor schon bei verschiedenen anderen Sportereignissen für Zwischenfälle gesorgt hatte, z.B. 2003 beim Formel-1-GP in Silverstone. Jacques Rogge, der Präsident des IOC, überreichte am 29. August 2004 de Lima die Pierre-de-Coubertin-Medaille für exemplarischen Sportsgeist.

Personendaten
de Lima, Vanderlei
de Lima, Vanderlei Cordeiro
brasilianischer Marathonläufer
11. August 1969
Cruzeiro do Oeste (Paraná)