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Winningen

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Winningen an der Mosel. Ein Ortsteil der Stadt Aschersleben in Sachsen-Anhalt trägt ebenfalls den Namen Winningen.
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 19′ N, 7° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Untermosel
Höhe: 79 m ü. NN
Fläche: 6,66 km²
Einwohner: 2456 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 369 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56333
Vorwahl: 02606
Kfz-Kennzeichen: MYK
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 230
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 44
56330 Kobern-Gondorf
Webpräsenz:
www.winningen.de
Ortsbürgermeister: Hans-Joachim Schu-Knapp
Lage der Gemeinde Winningen im Landkreis Mayen-Koblenz

Winningen an der Mosel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz (Verbandsgemeinde Untermosel) in Rheinland-Pfalz in der Nähe von Koblenz.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Winningen liegt zwischen Koblenz-Güls und Kobern-Gondorf auf der linken Moselseite.

Nächstgelegene Städte sind an der Mosel Koblenz, etwa 5 km moselabwärts, sowie Cochem, etwa 40 km moselaufwärts.

Geschichte und Religion

Winningen (Windinga) wurde 1016 von Kaiser Heinrich II. dem Nonnenkloster Kaufungen geschenkt. Im Jahr 1320 wird Ritter Hermann von Winningen erwähnt. Er besaß eine der ältesten dokumentierten Weinbergslagen, die er von Graf Wilhelm I von Katzenelnbogen als Lehen erhielt. Dabei handelte es sich um einen Weingarten zu Winningen im Destil beim Garten des Heinrich Kind von Pfaffendorf, einen Weingarten am Wolfspfade und einen Weingarten am Gire.

Der Weinhexbrunnen, umgeben von einem Fachwerkensemble, spielt auf die Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert an. Oberhalb des Ortes auf dem Hexenhügel erinnert das derzeit älteste bekannte Denkmal an die Opfer der Hexenverfolgungen aus dem Jahr 1925 an diese Zeit.

Winningen ist traditionell eine evangelische Enklave in einem katholischen (ehemals kurtrierischen) Umland. Aufgrund der Rechtsnachfolge der Grafschaft Sponheim bestand in Winningen bis 1776 eine Zweiherrschaft zwischen der Pfalz und der Markgrafschaft Baden. Da beide Herren in der Reformationszeit zum neuen Glauben übertraten, wurde auch Winningen evangelisch.

Von 1776 bis zur Besetzung durch französische Revolutionstruppen 1794 war Winningen badisch. Nach Ende der Franzosenzeit gehörte es zur preußischen Rheinprovinz.

Einwohnerentwicklung

Stand / Datum Einwohner
31. Dezember 2004 2471
30. Juni 2005 2477
15. Juni 2006 2550

Sehenswürdigkeiten

Das Winzerdorf war mehrfach Gewinner von Dorfverschönerungswettbewerben und rühmt sich, eines der schönsten Dörfer Deutschlands zu sein. Winningen ist auch sehr bekannt für die "Winninger Weinhex'", das älteste Weinfest in Deutschland.

Bauwerke

Wirtschaft

Winningen wird vom Weinbau geprägt, der auf Terrassen oberhalb des Orts betrieben wird. Die Weinberge stellen zugleich Lebensräume für seltene Tiere (z. B. Eidechsen) dar.

Der auf den Schieferterrassen wachsende Riesling gehört nach fachmännischem Urteil zu den besten Weinen der Welt. 2005 erhielt ein Winninger Uhlen Laubach Riesling Erste Lage aus dem Weingut Heymann-Löwenstein in Paris den Preis für den besten ausländischen Wein (siehe FAZ, 17. März 2005). Dieses Weingut und das Weingut Reinhard und Beate Knebel sind auch auf der vom Stern (Zeitschrift) erstellten Liste der 100 besten Weingüter (STERN 19/2007, S. 146) zu finden.

Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus, der von der Schiffsanlegestelle und dem gern von niederländischen Besuchern frequentierten nahen Campingplatz profitiert.

Der Flugplatz Koblenz-Winningen wird sowohl von Sportfliegern als auch von Geschäftskunden genutzt. Die Polizeihubschrauberstaffel des Landes Rheinland-Pfalz ist dort stationiert.

Regelmäßige Veranstaltungen

Hauptattraktion ist das alljährliche zehntägige Moselfest Ende August/Anfang September. Es ist das älteste und mit zehn Tagen Dauer längste Weinfest an der Mosel.

Weinlagen

Söhne und Töchter der Ortsgemeinde

Bilder

Einzelnachweise


 Commons: Winningen – Bilder, Videos und Audiodateien