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NGC 3603

Daten von NGC 3603
Sternbild Kiel des Schiffs
Position (Äquinoktium: J2000.0)
Rektaszension 11h 15m 6,6s
Deklination -61° 15' 40"
Erscheinungsbild
Nebeltyp Emissionsnebel
Scheinbare Helligkeit (visuell) +9,1 m
Scheinbarer Durchmesser 4' × 4'
Flächenhelligkeit
Physikalische Daten
Zugehörigkeit Milchstraße
Entfernung 20000 Lichtjahre
Absolute Helligkeit
Absoluter Durchmesser 20 Lichtjahre
Masse
Katalogbezeichnungen
NGC 3603, OCL 854, ESO 129-SC16, h 3334, GC 2354

NGC 3603 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kiel des Schiffs, welcher 2.0000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. NGC 3603 befindet sich im Sagittarius-Carina-Arm unserer Milchstraße und ist etwa 26.000 Lichtjahre vom Zentrum unserer Galaxie entfernt, etwa gleichviel wie unsere Sonne.

NGC 3603 ist ebenfalls ein offener Sternhaufen, welcher die grösste bekannte Häufung von Riesensternen, sogenannte Wolf-Rayet-Sterne, in unserer Milchstraße aufweist. Dieser Sternhaufen ist ein sehr aktives H-II-Gebiet mit sehr jungen Sternen, die etwa 2 Millionen Jahre alt sind. Im Vergleich dazu, unsere Sonne ist etwa 4,6 Milliarden Jahre alt.

Etwas abseits des offenen Sternhaufens befindet sich der massive Stern Sher 25. Auf dem Bild von Hubble etwas links oberhalb des Sternhaufens mit einem sichtbaren Ring. Sher 25 ist im Endstadium seines Sternenlebens und wird demnächst als Supernova explodieren, d.h. etwa in einigen 1000 Jahren.

Entdeckungen

Der Emissionsnebel NGC 3603 wurde am 14. März 1834 vom britischen Astronomen John Herschel entdeckt.

2007 wurde im Emissionsnebel NGC 3603 der bislang einzige Stern entdeckt, dessen Masse mit hoher Genauigkeit zu mehr als 100 Sonnenmassen bestimmt werden konnte. Er wurde von kanadischen Astronomen mit Hilfe des Hubble-Teleskops und der Europäischen Südsternwarte gefunden und kommt auf ein Gewicht von 114 Sonnenmassen.[1] Er bildet mit einem 84 Sonnenmassen schweren Stern ein Doppelsternsystem (NGC 3603 A1). Für ein weiteres Paar von Sternen (WR 20a) wurden jeweils rund 80 Sonnenmassen berechnet.

Belege

  1. http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,487635,00.html