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Hoppecke (Brilon)

Hoppecke
Stadt Brilon
Koordinaten: 51° 23′ N, 8° 38′ OKoordinaten: 51° 22′ 34″ N, 8° 38′ 23″ O
Höhe: 389–641 m ü. NN
Einwohner: 1269 (30. Juni 2007)
Eingemeindung: 1. Jan. 1975
Postleitzahl: 59929

Die Ortschaft Hoppecke ist ein Ortsteil der Stadt Brilon in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Das nach Angabe der Stadtverwaltung 1.269 Einwohner große Dorf war bis Ende 1974 eine selbstständige Gemeinde und wurde vom Amt Thülen verwaltet. Der Ort wird vom gleichnamigen Fluss Hoppecke durchflossen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Hoppecke liegt im tief eingeschnittenen Tal des gleichnamigen Flusses Hoppecke, etwa 5,5 km Luftlinie südöstlich vom Stadtzentrum Brilons entfernt. Die schon genannte Hoppecke durchließt das Dorf in nordöstlicher Richtung. Nördlich der Ortschaft erhebt sich der 620,1 m hohe Bilstein, südlich der Orenstein (641 m) und der Große Buttenberg (627,4 m). Etwa 1 km südwestlich von Hoppecke liegt liegt auf einer Anhöhe das zur Ortschaft gehörende Hoppecke Berg. Diese Berge gehören zu den nordöstlichen Ausläufern des Rothaargebirges.[1]

Benachbarte Orte sind, im Uhrzeigersinn, Bontkirchen in Süden, Gudenhagen im Westen, Thülen im Norden und Messinghausen im Nordosten, alles Briloner Stadtteile.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung in der Bezeichnung „Hotte“ erfolgte im Jahr 1101 und seit 1113 ist hier eine Familie "de Hotepe" überliefert.[2]Hoppecke besaß ehemals ein befestigtes Haus mit Wassergraben im Ortszentrum. In dem burgähnlichen Gebäude wohnten westfälisch-waldeckische Adelsfamilien. Die „Alte Kirche“ wurde um 1150 erbaut. Sie gilt somit als eines der zwei ältesten Bauwerke auf dem Stadtgebiet von Brilon. Hoppecke war bis 1560 eine selbständige Pfarrei. Eine neue Kirche wurde 1931 gebaut. Alte und neue Kirche wurden miteinander verbunden. 1953 wurde ein Männergesangverein gegründet.

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen wurde am 1. Januar 1975 die Gemeinde Hoppecke ein Ortsteil der Stadt Brilon.

Wappen

Blasonierung:

In Gold zwei grüne Tannen auf blauem gewellten Schildfuß.

Beschreibung:

Die zwei Tannen sind dem Warenzeichen der hier angesiedelten Akkumulatorenfabrik Hoppeke entnommen, die wiederum mit den Bäumen die waldreiche Gegend ihres Unternehmens dartun will. Der gewellte Schildfuß weist auf den namensgebenden Hoppekefluß hin. Die amtliche Genehmigung erfolgte am 12. November 1953.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Alte Kirche

Die um 1250 erbaute Alte Kirche Hoppeckes ist zusammen mit der Thülener Kirche eines der ältesten Gebäude im Briloner Stadtgebiet. In der Kirche sind die Reste der Lippoldsberger Konsolen mit romanischer Flachornamentik besonders beachtenswert.[3]

Neue Kirche Mariä Heimsuchung

Die 1931 an die Alte Kirche angebaute Neue Kirche hat einen Barockaltar aus dem Jahr 1705 mit dem Stifterwappen sowie Statuen des Heiligen Liborius und Vitus, der Schutzpatrone von Paderborn und Corvey.[3]

Peter Hendricks Haus

Das restaurierte westfälische Fachwerkbauernhaus stammt in seiner Bausubstanz aus dem Jahr 1669 und wurde 1798 vergrößert. Das Fachwerk ist mit verschiedenen lateinischen und deutschen Inschriften und Ornamenten versehen.[3]

Wilmes Haus

Schon seit dem Mittelalter gehören zwei Hoppecker Straßenzüge zum Briloner Stadtgebiet. Genau auf der Grenze genau wurde Wilmes Haus. Die eine Haushälfte befindet sich auf Briloner, die andere auf Hoppecker Gebiet. Bis 1900 galt für Ehen in Hoppecke römisches Recht, in Brilon jedoch preußisches Recht, mit der Folge, das für die Bewohner der einen Haushäfte Gütergemeinschaft bestand und in der anderen Gütertrennung. Die historische Briloner Schnade, die alle zehn Jahre Hoppecke berührt, zieht mitten durch das Haus. [3]

Parks

Das Gebiet südlich der Hoppecke gehört zum Naturpark Diemelsee.


Wirtschaft und Infrastruktur

Mit Abstand größter Arbeitgeber ist die Firma Hoppecke GmbH & Co. KG. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen zur Herstellung von Industriebatterien, das weltweit 1.500 Menschen beschäftigt. Das Ursprungsunternehmen wurde 1906 als Sprengstofffabrik gegründet.

Verkehr

Hoppecke besitzt einen Haltepunkt an der Oberen Ruhrtalbahn. Hier halten dreimal täglich (6:33, 7:39, 12:44) Züge des Sauerlandexpress (RE 17, KBS 435) Richtung Warburg und viermal täglich (6:13, 7:12, 7:39, 12:44) in Richtung Hagen.

Die Verbindung zur Kernstadt und den besser bedienten Bahnhöfen Brilon-Wald und Bredelar übernehmen Busverbindungen.

Bildung

In Hoppecke befindet sich eine von zehn Grundschulen von Brilon, außerdem ein Kindergarten.

Freizeit

Der Ort hat ein Hallenbad sowie ein Freibad sowie eine Tennisanlage.


Einzelnachweise

  1. Topografische Karte 1:25.000
  2. a b Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen, Arnsberg 1986, S. 154 ISBN 3-87793-017-4
  3. a b c d Information der Stadt Brilon zum Ortsteil Hoppecke