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Jakob Pleskow

Jakob Pleskow (*um 1323 in Visby; † 1. August 1381 in Rostock) war Bürgermeister der Hansestadt Lübeck.

Pleskow war Sohn des Wisbyer Ratsherrn Johannes Pleskow und erwarb mit seiner Mutter zusammen 1341 das lübsche Bürgerrecht. Er wurde 1352 Ratsherr und 1364 Bürgermeister der Stadt, die er 1363-81 auf allen Hansetagen vertrat, auf denen er auch jeweils den Vorsitz inne hatte. Er ist damit der Aussenpolitiker Lübecks in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.[1] In die Zeit seines Wirkens fällt die Kölner Konföderation und der Frieden von Stralsund. Gemeinsam mit Bertram Wulflam aus Stralsund hatte er für die Hanse das große Verdienst, dass sie sich nicht durch die vergangenen Siege berauschen ließen, sondern sich den Kriegstreibern widersetzten, kurzum also jene hansische Klugheit bewiesen, die Festigkeit mit einem tiefen Friedenswillen verbindet...[2]. Er wurde in der Lübecker Marienkirche begraben.

Seine Tochter Elisabeth heiratete den Lübecker Ratsherrn Johann Darsow.

Literatur

Quellen

  1. Fehling: Ratslinie
  2. Dollinger:Die Hanse, S. 103
Personendaten
Pleskow, Jakob
Bürgermeister der Hansestadt Lübeck
um 1323
Visby
1. August 1381
Rostock