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Ramsau am Dachstein

Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen - Expositur Gröbming (GB)
Fläche: 75,4 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 13° 39′ OKoordinaten: 47° 25′ 17″ N, 13° 39′ 17″ O
Höhe: 1135 m ü. A.
Einwohner: 2738 (30. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 8972
Vorwahl: 03687
Gemeindekennziffer: 6 12 36
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ramsau 136
8972 Ramsau am Dachstein
Offizielle Website:
www.ramsau.at
Politik
Bürgermeister: Helmut Schrempf (ÖVP)
Gemeinderat: (2007)
(15 Mitglieder)
9 ÖVP, 4 FPÖ, 2 SPÖ

Ramsau mit Dachsteinmassiv

Ramsau am Dachstein ist eine Gemeinde in der Expositur Gröbming im Bezirk Liezen, im österreichischen Bundesland Steiermark. Mit etwa 6.500 Gästebetten ist sie die größte Tourismusgemeinde der Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Evangelische Kirche (erbaut 1887 - 1895)

Das die Ramsau umgebende Hochplateau liegt auf einer Seehöhe von 1.100 bis 1.700 m, unmittelbar an die Südwände des Dachsteinmassives anschließend. Ramsau wird in die Gemeindegebiete Leiten, Rössing, Ramsau, Schildlehen, Vorberg und Hirzegg gegliedert. Der nördlich gelegene Dachsteingletscher mit seinem Ganzjahresskigebiet ist der östlichste Gletscher der Alpen.

Nachbargemeinden

Schladming, Pichl-Preunegg, Radstadt, Filzmoos, Dachsteinmassiv (Gosau, Hallstatt, Obertraun), Haus im Ennstal

Wappen

Grünes Schild mit einem Schildfuß von drei silbernen Spitzen. Ein auffliegender silberner Adler, daneben eine silberne Lutherrose.

Geschichte

Archäologische Funde belegen eine spätrömische, befestigte Siedlung auf der sogenannten Knallwand (Burgstaller).

Erste urkundliche Erwähnung um 1120 als Ramsowe. Größte Grundbesitzer waren das Stift Admont (im Osten) und das Stift St. Peter in Salzburg (im Westen – Schildlehen). 1286 wird im Zuge eines Streits die Burg Satteneck (heute: Katzenburg) erstmals erwähnt, welche 1288 wieder zerstört wurde und keine militärische Bedeutung mehr erlangte.

Anfang des 15. Jahrhunderts erfolgte die Gründung der noch heute bestehenden Lodenwalke in Ramsau-Rössing.

1599 bis 1781 war die Zeit des Geheimprotestantismus. Nach Erlass des Toleranzpatents erklärten sich die meisten Ramsauer Bauern im Jänner 1782 als "lutherisch-evangelisch". Die Ramsauer Bauern gelten als Pioniere des Lutherglaubens in Österreich, bis heute ist die Ramsau fast komplett evangelisch geblieben.

Mit der Eröffnung der Austriahütte am Fuß der Dachstein-Südwand im Jahre 1880 begann die touristische Erschließung. Einen Meilenstein in der alpinen Erschließungsgeschichte stellt die Erstbesteigung der Dachstein-Südwand durch Georg und Franz Steiner im Jahre 1909 dar. Unterbrochen durch die beiden Weltkriege, entwickelte sich der Tourismus zum größten Wirtschaftsfaktor der Ramsau. 1966 wurde die Dachstein-Südwand-Seilbahn eröffnet, und damit der Gletscher auf dem Dachsteinplateau erschlossen.

1999 fand in der Ramsau die Nordische Skiweltmeisterschaft 1999 statt. Seit 2004 ist die Ramsau offiziell Luftkurort.

Sehenswürdigkeiten

Mehrere alte Bauernhöfe machen Ramsau für Kulturinteressierte recht sehenswert. Eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Wassermühle (Rössing) kann besichtigt werden.

Neben der großen evangelischen Pfarrkirche im Ortsteil Ort ist auch die kleinere katholische Kirche im Ortsteil Kulm ("St. Rupert am Kulm") mit ihrer schönen Holzvertäfelung sehr sehenswert.

Die Austriahütte (1.638 m) beherbergt das höchstgelegene (Alpin)Museum der Steiermark.

Von der Ramsau aus, sieht man das Panorama des Dachsteinmassivs. Weit im Westen, beginnt das Massiv mit dem Torstein, weiter geht es über den Mitterspitz, den Hohen Dachstein, die Dirndln, Hunerkogel (Bergstation), Koppenkarstein, dann über die Scheichenspitze, den Sinnabell, die Luserwand, den Kufstein bis hin zum Stoderzinken, der sich bereits im Gebiet der Gemeinde Gröbming erstreckt.

Persönlichkeiten