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Erzeugungsschlacht

Erzeugungsschlacht war ein 1934 vom damaligen Staatssekretär im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Herbert Backe, entwickeltes Konzept zur Leistungssteigerung der Nahrungsmittelproduktion.

Die so genannten "Erzeugungsschlachten" beinhalteten einen Maßnahmenkatalog, der das nationalsozialistische Deutschland von Nahrungsmittelimporten unabhängig machen sollte, gerade in Hinblick auf den bevorstehenden Krieg. Die Maßnahmen waren im Einzelnen: Erfassung aller Betriebe, Verbesserung der Böden, Vergrößerung der Anbauflächen für Ölfrüchte, Kredite für die Bauern zur Anschaffung von landwirtschaftlichen Maschinen, Bau von Wohnheimen für Wanderarbeiter, Ausbau der staatlichen Beratung sowie die sparsame und effektive Verwendung der Erzeugnisse. Durch die "Erzeugungsschlachten" gelang es dem Deutschen Reich nur teilweise die Nahrungsmittelautarkie herzustellen. Vor allem der Mangel an Fett (so genannte Fettlücke) und Hülsenfrüchten konnte bis Kriegsende, trotz der rücksichtslosen Ausplünderung der besetzten Gebiete, nicht kompensiert werden.