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Deutscher Tischtennis-Bund

Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) ist die Spitzenorganisation des deutschen Tischtennissports. In ihm sind die deutschen Tischtennisverbände zusammengeschlossen. Im Jahr 2000 gehörten dem DTTB 10.048 Vereine und 707.020 Mitglieder an.

Der DTTB vertrat vor dem Zweiten Weltkrieg den gesamtdeutschen Tischtennissport. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der TT-Sport in der DDR parallel durch den DTTV vertreten. Nach dem Fall der Mauer wurde der DDR-Bereich wieder in den DTTB integriert.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben des DTTB gemäß Satzung

Geschichte des DTTB

Vor dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Weitere Details sind in Jupp Schlaf beschrieben.

Wichtige Themen

Der Tischtennisverband der DDR (DTTV)

siehe DTTV

Zusammenführung DTTB und DTTV

Nach der Deutschen Wiedervereinigung beantragte der DTTV mit seinen Landesverbänden die Aufnahme in den DTTB. Nach ausführlichen Beratungen beider Verbände nahm der DTTB am 19. Oktober 1990 in einer Sitzung in Frankfurt am Main den Antrag an, im Beisein der Vertreter der sechs Ostverbände Klaus Lehmann (Brandenburg), Berthold Gerber (Sachsen), Hans-Peter Höffer (Mecklenburg-Vorpommern), Helmut Roscher (Thüringen), Werner Lüderitz (Sachsen-Anhalt) und Dr. Bernhard Czapla (Berlin Ost). Auf einem außerordentlichen Verbandstag am 2. Dezember 1990 in Berlin beschloss der DTTV seine Auflösung, die am 31. Dezember 1990 wirksam wurde. Danach erfolgte die Zusammenführung der Verbände. Die Ostdeutschen Heinz Schneider und Klaus Lehmann (Präsident des TTV Brandenburg) wurden als Beisitzer im DTTB-Vorstand gewählt.

Bei den ostdeutschen Mannschaftsmeisterschaften wurde die Saison 1990/91 noch ausgespielt. Die beiden Tabellenersten stiegen in die 2.Bundesliga auf. Dies waren bei den Herren BSG Elektronik Gornsdorf und St. Bad Salzungen, bei den Damen BSG Lokomotive Leipzig-Mitte und KSV Erdgas Berlin.

Quellen: [6], [7], [8], [9], [10],

Ausländerregelung

Beschränkung 1985

1985 beschloss der DTTB bei der 26.Bundeshauptversammlung in Mainz, ab der Saison 1987/88 die Spielerlaubnis für Ausländer einzuschränken. Bei Mannschaftsmeisterschaften darf in jeder Mannschaft nur noch maximal ein Ausländer eingesetzt werden. Spielberechtigt ist ein Ausländer nur dann, wenn er mindestens ein Jahr lang nicht mehr für seinen nationalen Heimatverband gestartet ist. In der Zeit seines Einsatzes in einer deutschen Mannschaft darf er nicht für seinen nationalen Verband oder für einen anderen Verein spielen. War ein Spieler bisher noch nicht für einen ausländischen Verein oder Verband spielberechtigt, dann darf er eingesetzt werden.

Im Vorfeld hatte es heftige Diskussionen um diese Ausländerregelung gegeben. Die Befürworter - allen voran Präsident Hans Wilhelm Gäb und Sportwart Eberhard Schöler - führten an:

Gegner der Regelung - vor allem die Bundesligavereine und deren Interessenvertreter Wilfried Lieck und Dieter Stumpe - befürchteten:

Literatur

Aufhebung der Beschränkung 1989

Im Juli 1989 hob der DTTB bei der Bundeshauptversammlung in Königslutter die Beschränkung wieder auf. In der 1. und 2. Bundesliga dürfen wieder Ausländer eingesetzt werden, die für ihren nationalen Verband international aktiv sind. [11]

Mitglieds- und Regionalverbände des DTTB (Stand 2000)

Mitgliedsverbände

Verband Gründungs
jahr
Sitz Anzahl
Mitglieder
Anzahl
Vereine
Badischer TTV 1946 Leimen 19.200 301
Bayerischer TTV 1945 München 114.047 1.708
Berliner TTV 1927 Berlin 6.300 100
TTV Brandenburg 1990 Strausberg 5.485 143
FTT Bremen 1951 Bremen 2.534 57
Hamburger TTV 1948 Hamburg 7.568 126
Hessischer TTV 1946 Pohlheim 85.781 1.122
TTV Mecklenburg-Vorpommern 1990 Rostock 4.522 120
TTV Niedersachsen 1947 Hannover 103.419 1.643
Pfälzischer TTV 1949 Landau 18.410 220
Rheinhessischer TTV 1949 Mainz 8.800 129
TTV Rheinland 1949 Koblenz
Saarländischer TTV 1946 Saarbrücken 12.967 158
TTV Sachsen-Anhalt 1990 Halle/S. 7.300 225
Sächsischer TTV 1990 Dresden 10.300 309
TTV Schleswig-Holstein 1947 Kiel 21.950 428
Südbadischer TTV 1948 Appenweier 23.913 255
Thüringer TTV 1990 Erfurt 8.167 284
Westdeutscher TTV 1931 Duisburg 113.000 1.418
TTV Württemberg-Hohenzollern 1946 Stuttgart 67.533 837

Regionalverbände

Verband Gründungsjahr Sitz Anzahl Landesverbände
Norddeutscher TTV 1961 Helmstedt 8 Landesverbände
Süddeutscher TTV 1962 München 5 Landesverbände
Südwestdeutscher TTV 1951 Konz 6 Landesverbände
Westdeutscher TTV 1931 Duisburg -

Referenzen

  1. Zeitschrift DTS, 1978/10 S.8
  2. Zeitschrift DTS, 1984/6 S.10
  3. Zeitschrift DTS, 1984/6 S.9–10
  4. Die Vereinbarung im Wortlaut. Zeitschrift DTS, 1990/2 S.28
  5. Zeitschrift DTS, 1993/10 S.20 + 1994/4 S.19 + 1994/8 S.4
  6. Zeitschrift DTS, 1990/10 S.36-37
  7. Zeitschrift DTS, 1990/11 S.39-40
  8. Zeitschrift DTS, 1991/1 S.29
  9. Wortlaut des DTTV-Auflösungsbeschlusses, Zeitschrift DTS, 1991/1 S.31
  10. Zeitschrift DTS, 1991/5 S.26-27
  11. Zeitschrift DTS, 1989/7 S.15 - Ausführliche Darstellung in DTS 1994/11 S.38-44