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Gey

Dieser Artikel befasst sich mit dem Ort Gey. Den Politiker findet man auf der Seite Gerhard Gey
Gey
Gemeinde Hürtgenwald
Koordinaten: 50° 45′ N, 6° 25′ O7Koordinaten: 50° 44′ 58″ N, 6° 25′ 8″ O
Einwohner: 1764 (1. Nov. 2005)
Eingemeindung: 1. Jan. 1972
Postleitzahl: 52393
Vorwahl: 02429

Gey ist ein Ort in der Gemeinde Hürtgenwald im Kreis Düren in (Nordrhein-Westfalen) mit 1764 (Stand: 1. November 2005) Einwohnern. Ortsvorsteher ist Helmut Rößeler (CDU).

Inhaltsverzeichnis

Lage

Gey liegt an der Grenze des Nationalparks Eifel und dem Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel südlich von Düren. Die Nachbardörfer sind Straß (Hürtgenwald) im Südosten, Großhau im Südwesten und Düren-Birgel im Nordosten. Durch Gey verläuft auch die Bundesstraße 399.

Geschichte

Schon während der Römerzeit tauchten in der Nähe des heutigen Forsthauses und in der Hormer Gegend erste römische Besiedlungen auf. Der Grund dafür lag wohl an den großen Blei- und Schiefervorkommen, die für viele die Existenzgrundlage bildeten.

Herkunft des Namens

Über die Herkunft des Ortsnamens gibt es verschiedene Deutungen:

Zum einen soll dort zur Zeiten Karls des Großen ein Jagdgehege gewesen sein, das im Althochdeutschen mit „Gehagon“ oder „Gahagon“ benannt wurde. Daraus solle sich später der Name „Gey“ entwickelt habe.

Eine andere Theorie ist, dass der Name auf das althochdeutsche „gahi“ = „jäh“ zurück zuführen ist, da das Gebirge ober- und unterhalb von Gey stark abfällt.

Erstmals aufgetaucht ist der Name bereits 1387 in einem Schöffenprotokoll, in dem ein Dürener Schöffe namens Johann von der Geyen erwähnt wird. Ab 1476 wird der Ort in schriftlichen Dokumenten "in den Geyen" benannt.

Der Ardbinna-Stein

Eher unauffällig steht heute in der Nähe des Dorfplatzes eine Kopie des Ardbinna-Steines. Dieser wurde 1859 bei der Rodung des Beybusches im Anstieg aus dem heutigen Beytal gefunden. Da Gey in der Römerzeit noch zu dem Gebiet der Ardennen gehörte, setzte ihn der Römer Julius T. Aequalis im Andenken an die Ardennengöttin Ardbinna, die ihn schützend durch den Bergwald geleitet hatte. Die Inschrift lautet übersetzt etwa "Dieser Stein setzte Julius T. Aequalis der Göttin Ardbinna. Er erfüllte damit gern und nach Gebühr das gemachte Gelübde". Der Orginalstein steht heute im Rheinischen-Landesmuseum Bonn.

Im Herbst 2007 widmete der Heimat-Wander und Verkehrsverein Gey-Straß e.V. dem Stein den sogenannten Ardbinna-Wanderweg, auf dem man zahlreiche Zeugnisse aus der Vergangenheit der Orte Gey, Straß und Horm entdecken kann.

2. Weltkrieg

In der unmittelbaren Umgebung von Gey ist von der Allerseelenschlacht vom 2. bis 8. November 1944, bei der der Ort völlig zerstört wurde, nichts mehr zu erkennen. Die Gedenkstätten liegen einige Kilometer südwestlich in Vossenack.

Natur

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist Gey als Grenzdorf des Naturparks Hohes Venn-Eifel um Tourismus bemüht. Naturliebhaber finden hier einen Ausgangspunkt für noch wenig frequentierte Wanderwege durch den Hochwald rund um das Forsthaus Gey und Geyer Kreuz. Zugleich ist Gey Grenzgemeinde des Nationalparks Eifel.

Wirtschaft

Noch um 1900 lebten die Einwohner hauptsächlich von der Landwirtschaft und vom Schieferabbau in der Nähe der Wehebachtalsperre.

Neugliederung

Am 1. Juli 1969 schlossen sich die ehemals selbstständigen, im Amtsverband Straß-Bergstein verwalteten Gemeinden Bergstein, Brandenberg, Gey, Großhau, Hürtgen, Kleinhau und Straß freiwillig zur Gemeinde Hürtgenwald zusammen. Im Rahmen der kommunalen Neugliederung (Aachen-Gesetz) entstand die Gemeinde Hürtgenwald in ihrer jetzigen Größe am 1. Januar 1972. Bis zum Neubau des Rathauses in Kleinhau hatte die Gemeindeverwaltung noch in der dortigen Dürener Straße ihren Sitz.

 Commons: Gey – Bilder, Videos und Audiodateien