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Kaufland

Kaufland Stiftung & Co. KG
Unternehmensform Stiftung
Unternehmenssitz Neckarsulm
Branche Lebensmitteleinzelhandel
Website www.kaufland.de

Kaufland ist eine in Deutschland angesiedelte Lebensmittel-Handelskette mit Sitz in Neckarsulm. Sie ist Bestandteil der Schwarz-Gruppe, zu der auch der Discounter Lidl gehört. Kaufland betreibt SB-Warenhäuser in verschiedenen Größen, Lagen und mit unterschiedlichen Sortimenten.

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Die Kaufland Stiftung & Co. KG ist Teil der komplexen Unternehmensstruktur der Schwarz Beteiligungs-GmbH, die sich zu 99,9 % im Besitz von Dieter Schwarz bzw. der Dieter Schwarz Stiftung gGmbH befindet. Zu den verschiedenen Kaufland-Tochtergesellschaften gehören die Schwarz Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG, die im Besitz der SB-Warenhäuser ist und die Kaufland Warenhandelsgesellschaft mbH als Betreiberin der SB-Märkte.

Derzeit unterhält der Konzern über 750 Märkte in Deutschland sowie in Tschechien, Polen, Kroatien, Bulgarien, der Slowakei und in Rumänien. Die Geschäfte tragen dabei entweder den Namen „Kaufland“, „KaufMarkt“ oder „Handelshof“ und verfügen jeweils über eine Fläche zwischen 2.500 und 15.000 m². Einige Filialen nutzen die ausgeweiteten Ladenöffnungszeiten in vielen Bundesländern und sind deshalb von montags bis samstags von 7 bis 22 oder gar 24 Uhr (etwa in Berlin) geöffnet.

Geschichte

Die Unternehmensgeschichte Kauflands beginnt mit dem Eintritt Josef Schwarz' als Gesellschafter in die Firma Südfrüchte Großhandlung Lidl & Co. in Heilbronn im Jahre 1930, welche daraufhin umbenannt wird in Lidl & Schwarz KG. In den Folgejahren war es das Ziel, die Firma zu einer Lebensmittel-Sortimentsgroßhandlung auszubauen. Der Zweite Weltkrieg unterbricht den Aufbau der Firma jedoch.

Nach dem Krieg erfolgte der Wiederaufbau des Unternehmens. 1954 erfolgt der Eintritt in die A & O-Handelskette. Mit der Handels- und Fruchthof Heilbronn GmbH wird in Nordwürttemberg 1960 das erste Lager eröffnet. 1964 weitet die Firma ihr Angebot aus und richtet die erste Fleischabteilung ein. 1968 wird in Backnang der erste Verbrauchermarkt unter dem Namen „Handelshof“ eröffnet. Neun Jahre später wird am gleichen Ort das erste SB-Warenhaus unter gleichem Namen eröffnet. 1984 eröffnet in Neckarsulm – seit 1972 Sitz der Unternehmenszentrale – das erste SB-Warenhaus unter dem Namen „Kaufland“. Nach dem Tod von Josef Schwarz 1977 übernimmt dessen Sohn Dieter Schwarz die Leitung des Unternehmens.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands expandierte die Lebensmittel-Kette in die neuen Bundesländer und eröffnete dort zahlreiche Märkte. Das erste ostdeutsche „Kaufland“-Warenhaus wurde in Meißen eingerichtet.

1998 eröffnete in Ostrava in Tschechien die erste Kaufland-Filiale im Ausland. In den Folgejahren konnte die Firma in der Slowakei, Kroatien, Polen, Rumänien und in Bulgarien Fuß fassen.

2006 expandierte das Unternehmen weiter und eröffnete in Deutschland mehrere Kaufland-Märkte. 2007 folgten weitere Filialeröffnungen in Deutschland, außerdem übernahm Kaufland Filialen von Konkurrenzunternehmen.

Sortiment

Die Kaufland-Gruppe setzt, wie auch einige Discounter, auf Markenprodukte und Handelsmarken. Obwohl die Märkte zur selben Unternehmensgruppe wie die Lidl-Filialen gehören, unterscheiden sich Lidl und Kaufland im Sortiment erheblich.

K-Classic

Im Oktober 2003 führte Kaufland in seinen Warenhäusern die Discountmarke „K-Classic“ ein. In den meisten Fällen sind diese Artikel identisch mit den früheren Alternativprodukten, die mit einem anderen Etikett versehen wurden. Die Einführung dieser Marke soll Kunden langfristig an das Unternehmen binden, da durch die Marke eine Art Corporate Identity geschaffen wird. Des Weiteren erleichtert dieses Vorgehen die interne Auflistung aller Artikel durch kürzere EAN-Codes und einheitliche Verpackungsmaße. Auf diese Weise kann das Unternehmen die Platzierung seiner Produkte optimieren. Seit 2008 bietet Kaufland unter der Marke K-Classic WellYou eine eigene Produktschiene mit Produkten für gesundheitsbewusste Ernährung an.

Purland

Purland ist die eigene Fleischmarke der Kaufland-Gruppe. Das Unternehmen wirbt mit seinen zahlreichen Auszeichnungen für Qualität und Frische. Der Verkauf in den Warenhäusern gliedert sich in ein Wurst- und Fleischregal und in eine Wurst- und Fleischtheke (teilweise auch eine reine Wursttheke) mit persönlicher Bedienung, die jedoch nicht in allen Häusern existiert.

Bäckereien

Seit 1994 unterhält Kaufland eigene Bäckereien. Das in Dessau, Leipzig und Chemnitz gestartete Projekt soll das Angebot von verpackten Backwaren in den Regalen ergänzen.

Werbung

Mit dem „TIP-Werbeverlag“ unterhält Kaufland einen eigenen Werbeverlag, der die Broschüren „TOP aktuell“ und „TIP der Woche“ herausgibt. Dort wird über aktuelle Angebote und Produkte regionaler Anbieter informiert. Das kostenlose Werbeblatt finanziert sich durch Werbeanzeigen. Nach eigenen Angaben werden 400 verschiedene Regionalausgaben in einer Auflage von 17,8 Millionen Exemplaren herausgegeben.

Logistik

Kaufland stellt derzeit seine Versorgung ganz auf zentrale Lagerhaltung (Lager: Dortmund, Unterkaka/Osterfeld, Lübbenau, Geisenfeld, Möckmühl und für Non Food und Arbeitsmittel Donnersdorf) um. Dabei werden an strategischen Punkten große Verteilzentren errichtet, von wo aus die einzelnen Märkte versorgt werden sollen. Das Konzept sieht dabei eine Belieferung an allen Geschäftstagen vor.

 Commons: Kaufland – Bilder, Videos und Audiodateien