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Oberlandesgericht Frankfurt am Main

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main ist das oberste Gericht der hessischen ordentlichen Gerichtsbarkeit.

Inhaltsverzeichnis

Gerichtssitz und -bezirk

Das Oberlandesgericht (OLG) hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Außenstellen sind in Darmstadt und Kassel angesiedelt. Der Gerichtsbezirk umfasst das Bundesland Hessen.

Geschichte

Das Oberlandesgericht ging aus dem preußischen Appellationsgericht Frankfurt am Main hervor, das dort errichtet wurde, nachdem Frankfurt 1866 den Status einer Freien Stadt verloren hatte. Zuvor war seit 1820 während der Zeit des Deutschen Bundes das Oberappellationsgericht der vier Freien Städte in der Hansestadt Lübeck zuständig gewesen. Durch die Einführung des Reichsgerichtsverfassungsgesetzes wurden die Appellationsgerichte zu Oberlandesgerichten. Das Königreich Preußen errichtete hierbei die Oberlandesgerichte Frankfurt am Main und Kassel, daneben existierte das großherzogliche Oberlandesgericht Darmstadt.

Nach dem Kriege wurde das Oberlandesgericht Frankfurt als einziges hessisches Oberlandesgericht wieder errichtet. An die Tradition der Oberlandesgerichte Kassel und Darmstadt erinnern die Außensenate, die in diesen Städten nach wie vor bestehen.

Gerichtsgebäude

Das Oberlandesgericht Frankfurt ist im Anwesen Zeil 42 untergebracht. Die auswärtigen Zivilsenate in Darmstadt befinden sich im Anwesen Julius-Reiber-Straße 15, der auswärtige Familiensenat in Darmstadt findet sich unter der Anschrift Steubenplatz 14. In Kassel befinden sich die auswärtigen Zivil- und Familiensenate im Gebäude Frankfurter Straße 7.

Über- und nachgeordnete Gerichte

Dem OLG Frankfurt ist als einziges Gericht der Bundesgerichtshof in Karlsruhe übergeordnet. Nachgeordnet sind die hessischen Landgerichte in Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Gießen, Hanau, Kassel, Limburg, Marburg und Wiesbaden sowie die diesen Gerichten nachgeordneten Amtsgerichte.

Siehe auch

Koordinaten: 50° 6' 54" N, 8° 41' 24" O