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Helge Meeuw

Helge Meeuw (* 29. August 1984 in Wiesbaden) ist ein deutscher Schwimmsportler.

Meeuws Eltern Folkert Meeuw und Jutta Weber waren ebenfalls Schwimmsportler, die unter anderem in den Jahren 1968 bzw. 1972 zum deutschen Kader bei den Olympischen Spielen gehörten. Nachdem er in Windhoek (Namibia) von 1985 bis 1989 aufwuchs, machte er 2004 sein Abitur in Wiesbaden am Gymnasium Oranienschule.

Helge Meeuw trat international erstmals bei den Schwimmweltmeisterschaften 2003 in Barcelona in den Disziplinen 200 m Rücken und 200 m Schmetterling an, erreichte jedoch keine Finalteilnahme.

Seine Spezialdisziplinen wurden danach die 100 m und 200 m Schmetterling sowie die 50 m, die 100 m und die 200 m Rücken. Über 200 m Schmetterling wurde er Deutscher Meister 2004, über 100 m Schmetterling Deutscher Meister 2005. Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen ging er über diese Strecken für Deutschland an den Start, schied jedoch jeweils in den Halbfinalläufen aus.

Bei den Kurzbahneuropameisterschaften 2004 in Wien gewann er Bronze über 50 m Rücken.

Bei den Schwimmweltmeisterschaften 2005 konnte er erstmals ein Finale erreichen. Über 200 m Schmetterling wurde er Siebter.

Bei den Kurzbahneuropameisterschaften 2005 in Triest gewann er die Silbermedaille über 200 m Schmetterling.

Bei den Kurzbahnweltmeisterschaften 2006 in Shanghai gewann er über 50 und 100 m Rücken jeweils Bronze, über 200 m Schmetterling wurde er Sechster.

Bei den Deutschen Meisterschaften 2006 in Berlin wurde er Meister über 50 m Rücken, 200 m Schmetterling, 100 m Rücken, 100 m Schmetterling und 200 m Rücken. Das Erreichen von fünf Titeln während einer Deutschen Meisterschaft gelang zuvor noch keinem Schwimmer und brachte Meeuw so den Spitznamen Fünf-Sterne-General ein. Im Finale über 200 m Rücken stellte er mit der Zeit von 1:56,34 Minuten einen neuen Europarekord auf; außerdem erzielte er als Startschwimmer der 4×100-m-Lagenstaffel seines Vereines mit 53,46 Sekunden einen neuen Europarekord über 100 m Rücken. Diese Zeit hätte ausgereicht, um das 100-m-Rücken-Finale der Olympischen Spiele 2004 mit 0,6 Sekunden Vorsprung zu gewinnen.

Bei den Schwimmeuropameisterschaften 2006 in Budapest gewann Meeuw mit der Goldmedaille über 50 m Rücken seinen ersten großen Titel. Über 100 und 200 m Rücken ging er als Europarekord-Halter und Mitfavorit an den Start, enttäuschte in diesen Rennen aber als Siebter bzw. Fünfter. Immerhin gewann Meeuw mit der Goldmedaille über 50 m die einzige Medaille für die deutschen Herren in Budapest.

2007 konnte sich der Frankfurter zwei Studentenweltmeister-Titel sichern. In Bangkok gewann er sowohl über die 50m als auch über die 100m Rücken Gold.

Bei der Deutschen Kurzbahnmeisterschaft im selben Jahr in Essen erschwamm er sich ebenfalls zwei Titel, über 100m und 200m Rücken.

Auch die Kurzbahn Europameisterschaft in Eindhoven verlief für Helge Meeuw erfolgreich. Über 50m Rücken gewann er Silber, über 200m Rücken die Bronzemedaille.

2008 liegt der Fokus natürlich auf den Olympischen Spielen in Beijing. Helge Meeuw geht als großer Hoffnungsträger des DSV in die Vorbereitung und konnte bereits beim Vorolympischen Test in Peking seine Klasse unter Beweis stellen. Mit Siegen über die 100m und 200m Rücken, sowie die 4 x 100m Lagen-Staffel demonstrierte er eindrucksvoll seine bestechende Form. Der 2. Platz über die 4 x 200m Freistil rundete den Wettkampf für Helge Meeuw schließlich ab.

Rekorde

Europarekorde
100m Rücken 53,10 s 19. April 2008 Berlin
Deutsche Rekorde
200m Rücken 1:56,34 min 24. Mai 2006 Berlin
200m Rücken (Kurzbahn) 1:51,51 min 24. November 2007 Essen
Stand: 19. April 2008
Personendaten
Meeuw, Helge
deutscher Schwimmer
29. August 1984
Wiesbaden