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Natty Dread

Bob Marley & The Wailers – Natty Dread
Veröffentlichung

25. Oktober 1974

Label

Tuff Gong/Island Records

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Reggae

Anzahl der Titel

9

Laufzeit

38:59

Besetzung
Produktion

Chris Blackwell, The Wailers

Studio(s)

Harry J. Studios in Kingston (Jamaika)

Chronik
Burnin'
(1973)
Natty Dread Live!
(1975)

Natty Dread ist ein Musikalbum von Bob Marley & The Wailers, das im Jahre 1974 erschien. Das Album wird als Marleys populärstes angesehen, vor allem in westlichen Märkten, womöglich wegen der Verschmelzung starker Elemente des britischen und amerikanischen Rocks. Natty Dread war das erste Album, welches ohne die Urmitglieder Peter Tosh und Bunny Wailer aufgenommen wurde, dafür mit den I-Threes, ein Hintergrundgesangstrio, bestehend aus Marleys Ehefrau Rita Marley sowie Marcia Griffith und Judy Mowatt.

Wie viele Reggae-Alben zu dieser Zeit ist Natty Dread ein politisches und soziales Statement. Es beginnt mit einem Blues-ähnlicher Zelebrierung der Rastafari-Religion, Lively Up Yourself, welches Marley oft als Eröffnungslied bei seinen Konzerten benutzte. Der US-amerikanische Sänger Prince nutzte es für den gleichen Zweck. No Woman, No Cry, das zweite Stück, ist wohl Marleys bekanntestes Lied. Es ist eine Ode über sein einstiges Leben in Trenchtown, einem Stadtteil von Kingston, der hauptsächlich aus Slums besteht. Marley wollte damit den Leuten von Trenchtown zeigen, dass er sie und sein altes Leben nicht vergessen hatte. Es stellt eine Art Trostlied dar und widmet sich außerdem seiner Frau Rita Marley. No Woman, No Cry ist eine Ballade, welche von vielen anderen Künstlern aufgeführt wurde, z.B. Pearl Jam, Jimmy Buffett und Rancid. Geschrieben wurde No Woman, No Cry von Vincent Ford, ein Jugendfreund Marleys aus Trench Town, Kingston. Marley sagte, er wäre als Kind bei mehreren Gelegenheiten umgekommen, hätte er nicht die Hilfe von Ford gehabt.

Them Belly Full (But We Hungry) ist eine Warnung, die Armen nicht hungern zu lassen, denn, "a hungry mob is an angry mob" (dt.: ein hungriger Mob ist ein aufgebrachter Mob), während Talkin' Blues und Revolution tiefer in umstrittene politische Kommentare gehen. Rebel Music ist eine Widerspieglung des möglichen Einflusses der Reggaemusik auf die jamaikanische Gesellschaft. Das Lied wurde geschrieben, nachdem Marley bei einer nächtlichen Polizei-Autokontrolle aufgehalten wurde. Der Einfluss von Marleys zunehmender Hingabe zur Rastafari-Religion ist in den religiösen Liedern So Jah Seh, Natty Dread und Lively Up Yourself zu hören, während Marleys Ansehen als Romantiker in glatten, sanften Liedern wie Bend Down Low bestätigt wird.

Songliste

  1. "Lively Up Yourself" - 5:29
  2. "No Woman, No Cry" - 3:46
  3. "Them Belly Full (But We Hungry)" - 3:10
  4. "Rebel Music (3 O'Clock Roadblock)" - 6:40
  5. "So Jah Seh" - 4:25
  6. "Natty Dread" - 3:33
  7. "Bend Down Low" - 3:10
  8. "Talkin' Blues" - 4:06
  9. "Revolution" - 4:20