Heim

Dreizehn

Dieser Artikel erläutert die Zahl 13. Für den gleichnamigen Film siehe Dreizehn (Film), für weitere Bedeutungen siehe 13 (Begriffsklärung).

Dreizehn ist das Zahlwort für die Zahl 13. Sie ist eine ungerade, natürliche, positive Zahl und eine Primzahl. Dreizehn ist der Nachfolger der Zwölf und der Vorgänger von Vierzehn. Sie gilt in einigen Kulturen als Unglückszahl und in anderen als Glückszahl.

Inhaltsverzeichnis

Mathematisches

Dreizehn ist die sechste Primzahl, die zweite Wilson-Primzahl, eine zentrierte Quadratzahl und die kleinste Mirpzahl. Ebenso ist die Dreizehn der fünfte Exponent einer Mersenne-Primzahl. Eine Zahl ist genau dann durch 13 teilbar, wenn ihre alternierende 3er-Quersumme durch 13 teilbar ist.

Dreizehn ist die zwischen Acht und Einundzwanzig liegende Zahl der Fibonacci-Folge und die Anzahl der archimedischen Körper.

Dreizehn ist die erste (neue) Zahl im alten Zwölfer-System und insofern aus den anderen Zahlen heraus gehoben. Dasselbe gilt für die Fünf (Pentagramma) im indogermanischen Vierersystem sowie die Neun (erste Zahl nach den ersten beiden Vierer-Blocks), die in den meisten Sprachen nichts anderes bedeutet als „neu“ (altgriechisch: ennéa, neugriechisch: enneá, lateinisch: novem; vgl. dazu die entsprechenden Wörter für „neu“).

Chemie

13 ist die Ordnungszahl von Aluminium.

Gruppe 13 im Periodensystem der Elemente wird als Gruppe der Erdmetalle oder auch Borgruppe bezeichnet.

Ökonomie

Bei der Lohnabrechnung spricht man von einem dreizehnten Monatsgehalt.

Geschichte und Geographie

Religion

Im apokryphen Koptischen Ägypterevangelium (Nag Hammadi Codex III, 2 /sowie NHC IV, 2) wird vom „Gott der 13 Aeonen“ geschrieben und von den Kräften der 13 Äonen.

In der Apokalypse des Adam (Nag Hammadi, Codex V, 5) werden in einer Art Litanei nacheinander 13 Königreiche im Zusammenhang mit der Herkunft eines Erlösers beschrieben.

In der ebenfalls gnostischen und apokryphen Schrift „Marsanes“ (Nag Hammadi Codex X, 1) wird von 13 Siegeln gesprochen, wobei das letzte und 13te Siegel dem schweigenden, unbekannten Gott zugeordnet wird.

Bei den Maya in ihrer klassischen Periode gab es dreizehn Himmel, in mehreren Kalendersystemen der präkolumbianischen Mesoamerika existierten dreizehntägige Zeiteinheiten, die Trecenas.

Kunst und Kultur

Literatur

Filme

Musikalben

Die 13 als Unglücks- und Verschwörungszahl

Dreizehn gilt in vielen Kulturen als Unglückszahl. Die irrationale Furcht vor der Zahl 13 wird Triskaidekaphobie genannt. Menschen mit dieser Phobie meiden Räume, Stockwerke oder allgemein die Zahl 13. Diese weit verbreitete Phobie, bzw. dieser Aberglaube, geht so weit, dass in Gebäuden oftmals der 13. Stock „fehlt“ bzw. nicht ausgeschildert wird. In Flugzeugsitzen wird des Öfteren die 13. Reihe in der Nummerierung ausgelassen. Auch in Krankenhäusern und Hotels wird auf ein Zimmer Nr. 13 verzichtet, in vielen Motorsportserien auf die Startnummer 13.

Der dreizehnte Tag eines Monats gilt in westlicher Tradition als Unglückstag, besonders wenn er auf einen Freitag fällt, siehe Freitag der 13..

Die Zahl 13 gilt auch als Verschwörungs-Zahl auf dem 1-Dollar-Schein. Die Zahl 13 kommt auf dem Dollar-Schein 11 mal vor, versteckt in Bildern und Texten.

Im Tarot ist die 13 dem Tod (La Mort) zugeordnet.

„Der Dreizehnte“ ist auch ein Synonym für den Teufel.

Die Zahl 13 wird auch als Bäckerdutzend bezeichnet. Hier ist sie keine Unglückszahl, sondern bezieht sich darauf, dass Bäcker, wenn der Kunde 12 Teilchen verlangte, 13 einpackten, um sich nicht strafbar zu machen, wenn sie sich mal um eins verzählten. Das Bäckerdutzend ist in Europa nur regional bekannt.

Im Märchen „Dornröschen“ spricht die 13. weise Frau des Landes, die nicht zur Geburtstagsfeier von Dornröschen eingeladen ist, einen Fluch auf die junge Prinzessin aus.

Am Freitag, dem 13. Oktober 1307 erfolgte die Gefangennahme aller Tempelritter in Frankreich (Templerorden).

Die 13 als Glückszahl

Als Glückszahl gilt sie dagegen in Italien (eine 13 im beliebten Fußballtoto „Totocalcio“ entspricht einem Volltreffer) sowie teilweise in Frankreich und früher im Römischen Reich, im alten China sowie in Babylon, in Mexiko gilt sie als heilig.

Die 13 als Markenzeichen

Besonders im Bereich des Sports ist die Nummer 13 zum Markenzeichen von bestimmten Personen geworden. So trägt der deutsche Fußballspieler Michael Ballack stets die Rückennummer 13 (sowohl in der Nationalmannschaft als auch auf Vereinsebene). Auch Gerd Müller legte bei seinen WM-Einsätzen 1970 und 1974 großen Wert auf die Rückennummer 13.

Darüber hinaus trugen die beiden berühmten US-amerikanischen Sportler Wilt Chamberlain (Basketball) sowie Dan Marino (American Football) in ihren Vereinen die 13. Zum Dank für ihre Verdienste wird die Rückennummer 13 in ihren ehemaligen Teams (Miami Dolphins – Marino; u. a. Los Angeles Lakers und Philadelphia 76ers – Chamberlain) nicht mehr vergeben.

Redewendungen mit 13

Der Ausruf: Jetzt schlägt's dreizehn! kennzeichnet salopp einen Einspruch oder Protest.

Siehe auch

 Wiktionary: dreizehn – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik