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Georg Forster

Dieser Artikel behandelt den Naturforscher und Schriftsteller Georg Forster. Für den gleichnamigen Komponisten und Herausgeber von Liedsammlungen der Renaissance, siehe Georg Forster (Komponist).

Johann Georg Adam Forster (* 27. November 1754 in Nassenhuben bei Danzig; † 10. Januar 1794 in Paris) war ein deutscher Naturforscher, Ethnologe, Reiseschriftsteller, Journalist, Essayist und Revolutionär. Er nahm an der zweiten Weltumsegelung James Cooks teil, lieferte wichtige Beiträge zur vergleichenden Länder- und Völkerkunde der Südsee und gilt als einer der Begründer der wissenschaftlich fundierten Reiseliteratur. Als deutscher Jakobiner gehörte er zu den Protagonisten der kurzlebigen Mainzer Republik.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Das Leben Georg Forsters war kurz, aber reich an Erfahrungen und Erlebnissen, wie sie im 18. Jahrhundert nur wenigen Menschen vergönnt waren. Von allen deutschen Aufklärern dürfte Georg Forster am meisten von der Welt gesehen haben.

Von Jugend an auf Reisen

Georg Forster war der Sohn des Naturforschers und evangelisch-lutherischen Pastors Johann Reinhold Forster und seiner Frau Justina Elisabeth, geb. Nicolai. Der Vater, der stärker an Philosophie und Naturwissenschaften interessiert war als an Theologie, nahm seinen erst zehnjährigen Erstgeborenen 1765 mit auf eine Forschungsreise nach Russland, die ihn bis in die Kirgisensteppe am Unterlauf der Wolga führte. Bereits damals war der junge Forster an kartografischen Studien und an Bodenuntersuchungen beteiligt. Zudem lernte er bei dieser Gelegenheit fließend Russisch.

1766 übersiedelte Johann Reinhold Forster nach London, um im Land seiner Vorfahren eine seinen Neigungen entsprechende Existenz als Lehrer und Übersetzer aufzubauen. Auch auf dieser Reise begleitete ihn Georg. Als 13-jähriger gab er in England sein erstes Buch heraus: eine Übersetzung von Lomonossows Werk „Kurze Russische Geschichte“ vom Russischen ins Englische, die in wissenschaftlichen Kreisen auf lobende Anerkennung stieß.

Mit Captain Cook um die Welt

Da der Vater sich im Laufe der Zeit einen Ruf als Wissenschaftler erworben hatte, erhielt er 1772 das Angebot der britischen Admiralität, Captain James Cook auf seiner zweiten Weltumsegelung zu begleiten. Seine Aufgabe als Naturforscher sollte es sein, einen wissenschaftlichen Bericht über die Reise zu erstellen und nach der Rückkehr zu publizieren. Johann Reinhold Forster setzte durch, dass sein erst 17-jähriger Sohn Georg als Zeichner mitkommen durfte.

Am 13. Juli 1772 stachen Vater und Sohn Forster an Bord der HMS Resolution in Plymouth in See. Die Reise führte zunächst in den Südatlantik, dann durch den Indischen Ozean und antarktische Gewässer in den Südpazifik und zu den Inseln Polynesiens und schließlich um Kap Hoorn herum wieder zurück nach England, wo die Expedition am 30. Juli 1775 eintraf. Auf ihrer dreijährigen Reise hatten die Forsters mit Cook unter anderem Neuseeland, die Tonga-Inseln, Neukaledonien, Tahiti, die Marquesas-Inseln und die Osterinsel erkundet und waren weiter nach Süden vorgedrungen als jemals Menschen vor ihnen. Cooks zweite Reise widerlegte endgültig die Theorie von einem großen, bewohnbaren Südkontinent.

Georg Forster beteiligte sich - zumeist als Zeichner und zunächst noch unter Anleitung seines Vaters - an Studien zur Tier- und Pflanzenwelt der Südsee. Beide haben auf dem Gebiet der Botanik viele neue Erkenntnisse gewonnen und eine Vielzahl bis dahin in Europa unbekannter Pflanzenarten beschrieben. So wurde u.a. eine Pflanzengattung nach ihnen benannt: die Forstera, aus der Familie der Stylidiaceae. Georg Forsters offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „G.Forst.“.

Seine eigentlichen Interessengebiete aber, auf denen er bald selbständige Forschungen anstellte, waren die vergleichende Länder- und Völkerkunde. Er lernte schnell die Sprachen der polynesischen Inseln. Seine Berichte über die Polynesier sind bis heute anerkannt, da sie Forsters Bestreben widerspiegeln, den Bewohnern der Südsee-Inseln mit Einfühlung, Sympathie und weitgehend ohne christlich-abendländische Vorurteile zu begegnen. Andererseits hütet er sich auch vor einer Idealisierung der „edlen Wilden“. Mit dieser Art der einfühlenden Beobachtung war Forster anderen Völkerkundlern seiner Zeit weit voraus.

Anders als etwa Louis Antoine de Bougainville, der mit seinem Reisebericht über Tahiti wenige Jahre zuvor die eher unkritische, idealistische Südseeromantik begründete, nahm Forster die Gesellschaften der südpazifischen Inseln sehr differenziert wahr. Er beschrieb die unterschiedlichen Sozialordnungen und Religionen, die er beispielsweise auf den Gesellschaftsinseln, den Freundschaftsinseln, in Neuseeland und auf der Osterinsel vorfand, und führte sie auf die jeweils unterschiedlichen Lebensbedingungen zurück. Zugleich registrierte er aber auch, dass die Sprachen auf diesen weit verstreut liegenden Inseln relativ eng miteinander verwandt waren. So schrieb er etwa über die Bewohner der Tonga benachbarten Nomuka-Inselgruppe:

Ihre Sprache, die Fahrzeuge, Waffen, Hausrath, Kleidung, Puncturen (=Tätowierungen) , die Art den Bart zu stutzen; kurz, ihr ganzes Wesen stimmten mit dem, was wir hievon auch auf Tongatabu gesehen hatten, genau überein. Nur konnten wir (…) keine Art von Subordination unter ihnen gewahr werden, welche hingegen auf Tongatabu sehr auffallend war, und, in den Ehrenbezeugungen für den König, fast bis zur äußersten Sclaverey ging.

Die Ethnographica, die Forster in der Südsee gemeinsam mit seinem Vater gesammelt hat, sind heute als Cook-Forster-Sammlung im Völkerkundlichen Museum Göttingen ausgestellt. Einen Teil der Sammlung hatten Vater und Sohn Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau geschenkt, der sie im Südseepavillon des Wörlitzer Parks ausstellte.

Begründer der modernen Reiseliteratur

Während sein Vater nach der Rückkehr den von der Admiralität gewünschten wissenschaftlichen Bericht schrieb, veröffentlichte Georg Forster 1777 die für das allgemeine Publikum gedachte Reisebeschreibung A Voyage Round The World (dt.: Reise um die Welt), aus der das obige Zitat stammt. Das 1778/80 erschienene Werk machte den jungen Autor sofort berühmt. Der Dichter Christoph Martin Wieland pries es als das bemerkenswerteste Buch seiner Zeit, und es gilt bis heute als eine der bedeutendsten Reisebeschreibungen, die je geschrieben wurden. Das Werk, mit dem die Geschichte der modernen deutschen Reiseliteratur beginnt, übte u.a. starken Einfluss auf Alexander von Humboldt und auf Ethnologen späterer Zeiten aus.

Forster pflegte eine geschliffene deutsche Prosa. Wissenschaftlich exakt und sachlich fundiert, verstand er es, zugleich spannend und gut lesbar zu schreiben. Seine Werke zeichnete vor der bis dahin üblichen Reiseliteratur aus, dass sie keine bloße Aneinanderreihung von Daten darstellten, sondern zusammenhängende, anschauliche und verlässliche ethnografische Fakten boten, die durch eingehende und teilnehmende Beobachtungen zustande gekommen waren. Immer wieder unterbrach er die reine Beschreibung, um philosophische Betrachtungen über das Beobachtete anzustellen.

Dabei galt sein Hauptaugenmerk immer den Menschen, denen er begegnete, ihrem Verhalten, ihren Bräuchen, Sitten und Religionen sowie ihren Gesellschaftsformen. In Reise um die Welt gab er sogar Liedtexte der Polynesier samt Notation wieder. Das Buch ist eine der wichtigsten Quellen über die Gesellschaften in der Südsee[1] aus der Zeit, bevor sich auch dort der europäische Einfluss geltend machte.

Professor, Freimaurer und Jakobiner

Seine Veröffentlichung brachte ihm wissenschaftliche Ehrungen aus ganz Europa ein. Die angesehene Royal Society in London nahm den noch nicht 23jährigen 1777 als Mitglied auf. Ebenso verfuhren wissenschaftliche Akademien von Berlin bis Madrid. Da die Ehrungen aber kein Geld einbrachten, kehrte er 1778 nach Deutschland zurück, um eine Professorenstelle in Kassel anzutreten. Dort wurde er Mitglied der Freimaurerloge Zum gekrönten Löwen und des örtlichen Gold- und Rosenkreuzer-Zirkels.[2] Wahrscheinlich war er bereits 1776 in Paris Mitglied der bekannten Loge Les Neuf Sœurs geworden. 1784 trat er der Loge Zur wahren Eintracht der Freimaurer in Wien bei, die zu seinen Ehren eine Festloge veranstalteten und die er insbesondere für ihre Aufklärungsarbeit und Reformtätigkeit schätzte.[3]

In Göttingen lernte Forster Therese Heyne kennen, die Tochter des Altertumswissenschaftlers Christian Gottlob Heyne, die später als eine der ersten freien Schriftstellerinnen Deutschlands hervortrat. Die beiden heirateten 1785, hatten drei Kinder, führten aber keine sehr glückliche Ehe. Therese verliebte sich zweimal in andere Männer, erst in Ludwig Wilhelm Meyer, später in Ludwig Ferdinand Huber. Forster hatte beide Male eine ménage à trois vorgeschlagen, was Therese aber ablehnte[4]. Forster verließ sie daraufhin, versuchte aber bis zu seinem Tod, sie und seine Töchter zurück zu gewinnen.

Als Professor für Naturgeschichte war Forster zunächst in Kassel, ab 1784 im damals polnischen Vilnius tätig. Seit seiner Kasseler Zeit stand er in regem Austausch mit den wichtigsten Vertretern der Aufklärung in Deutschland, u.a. mit Lichtenberg, Lessing, Herder, Wieland und Goethe. Er veröffentlichte regelmäßig Aufsätze über Forschungs- und Entdeckungsreisen seiner Zeit, etwa über Cooks dritte Reise in die Südsee, an der er selbst nicht teilnahm, und über die spätere Bounty-Expedition. Mit deren Initiator, dem Privatgelehrten Sir Joseph Banks, der Cook auf dessen erster Weltumsegelung begleitet hatte, stand Forster seit den Londoner Jahren in Kontakt.

Ein weiteres Gebiet, auf dem Forster als einer der ersten deutschen Wissenschaftler forschte, war das der Indologie. Eine geplante russische Indien-Expedition unter seiner Leitung, die von Zarin Katharina der Großen finanziert werden sollte, kam jedoch nicht zustande, da 1787 der Russisch-Türkische Krieg ausbrach. Daher nahm er 1788 die Stellung des Oberbibliothekars der Universität Mainz an, die ihm auf Vermittlung des Historikers Johannes von Müller (1752-1809) angeboten wurde.

Ansichten vom Niederrhein

Von Mainz aus unternahm er im Frühjahr 1790 gemeinsam mit dem jungen Alexander von Humboldt eine ausgedehnte Reise, die ihn in die Österreichischen Niederlande, nach Holland, England und Paris führte. Seine Eindrücke schilderte er in dem zwischen 1791 und 1794 erschienenen dreibändigen Werk Ansichten vom Niederrhein, von Brabant, Flandern, Holland, England und Frankreich im April, Mai und Juni 1790. Johann Wolfgang von Goethe sagte von dem Buch: „Man mag, wenn man geendigt hat, gerne wieder von vorne anfangen und wünscht sich, mit einem so guten, so unterrichteten Beobachter zu reisen.“ Das Buch enthält u.a. kunsthistorische Betrachtungen, die für die wissenschaftliche Kunstgeschichte ebenso stilbildend wurden wie A Voyage round the world für die Ethnologie. Forster gehörte beispielsweise zu den Ersten, die zu einer gerechten Beurteilung der damals noch weitgehend als „barbarisch“ abgetanen gotischen Kunst gelangten, und nahm Ideen der Romantik vorweg.

Aber wie 15 Jahre zuvor in der Südsee, so galt auch auf dieser neuen Reise sein Hauptinteresse wieder dem sozialen Verhalten der Menschen. Volksaufstände in Flandern und Brabant und natürlich die Revolution in Frankreich hatten Forsters Interesse geweckt. Seine Reise in diese Gebiete sowie in die Niederlande und England, wo die bürgerlichen Freiheiten vergleichsweise weit entwickelt waren, sollte ihm nicht zuletzt dazu dienen, sich seines eigenen politischen Urteils zu vergewissern. Denn er war damals bereits ein überzeugter Gegner des Ancien Régime. Wie viele andere deutsche Gelehrte hatte auch er den Ausbruch der Revolution im Jahr zuvor als konsequente Folge der Aufklärung begrüßt. Bereits am 30. Juli 1789, kurz nach Bekanntwerden des Sturms auf die Bastille, hatte er seinem Schwiegervater, dem Göttinger Philologen Christian Gottlob Heyne, geschrieben:

Schön ist es aber zu sehen, was die Philosophie in den Köpfen gereift und dann im Staate zustande gebracht hat. (…) Also ist es doch der sicherste Weg, die Menschen über ihre Rechte aufzuklären; dann gibt sich das übrige wie von selbst.

Mitbegründer der Mainzer Republik

Nachdem die französische Revolutionsarmee unter General Custine am 21. Oktober 1792 Mainz besetzt hatte, gehörte Georg Forster zu den Männern, die schon zwei Tage später den Jakobinerclub „Freunde der Freiheit und Gleichheit“ ins Leben riefen. Ab Anfang 1793 war er aktiv an der Gründung der Mainzer Republik beteiligt. Die erste auf bürgerlich-demokratischen Grundsätzen aufgebaute Republik auf deutschem Boden umfasste in etwa das linksrheinische Gebiet zwischen Landau und Bingen. Forster wurde Vize-Präsident der provisorischen Verwaltung und ließ sich als Abgeordneter in den Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent wählen. Von Januar bis März 1793 war er Redakteur von „Die neue Mainzer Zeitung oder Der Volksfreund“. In seinem ersten Artikel schrieb er:

„Die Pressefreiheit herrscht endlich innerhalb dieser Mauern, wo die Buchdruckerpresse erfunden ward.“

Die Freiheit währte allerdings nicht allzu lange. Denn die Mainzer Republik existierte nur bis zum Abzug der Franzosen im Juli 1793.

Tod im revolutionären Paris

Forster hielt sich damals schon nicht mehr in Mainz auf. Als Abgeordneter des Nationalkonvents, des ersten demokratischen Parlaments in Deutschland, war er nach Paris entsandt worden, um die Angliederung der allein nicht lebensfähigen Mainzer Republik an Frankreich zu beantragen. Der Auftrag wurde zwar angenommen, hatte sich aber durch die Rückeroberung von Mainz durch die Truppen der anti-französischen Koalition erledigt.

Aufgrund eines Dekrets Kaiser Franz' II., das die Zusammenarbeit deutscher „Untertanen“ mit der französischen Revolutionsregierung unter Strafe stellte, verfiel Forster der Reichsacht und konnte nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Völlig mittellos und ohne seine Frau, die ihn zusammen mit den Kindern schon in Mainz verlassen hatte, blieb er in Paris. Dort trat die Revolution gerade in die Phase der Schreckensherrschaft, der Terreur des Wohlfahrtsausschusses unter Maximilien de Robespierre.

Forster wurde sich nun des Unterschieds bewusst zwischen dem Anspruch der Revolution, das Glück der Menschheit zu befördern, und der revolutionären Praxis, die über das Glück und das Leben des einzelnen Menschen grausam hinweggehen konnte. Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Befürwortern der Revolution, wie etwa Friedrich Schiller, wandte sich Forster aber selbst unter dem Eindruck des Terrorregimes nicht von den revolutionären Idealen ab. Er sah die Ereignisse in Frankreich als ein Naturereignis an, das man nicht aufhalten könne und das seine Energien freisetzen müsse, um nicht noch zerstörerischer zu wirken. Kurz vor seinem Tod schrieb er:

„Die Revolution ist ein Orkan. Wer kann ihn hemmen? Ein Mensch, durch sie in Tätigkeit gesetzt, kann Dinge tun, die man in der Nachwelt nicht vor Entsetzlichkeit begreift.“

Noch bevor die Terrorherrschaft ihren Höhepunkt erreichen sollte, starb Georg Forster im Januar 1794, noch nicht 40jährig, an einer Lungenentzündung in einer kleinen Dachwohnung in der Rue des Moulins in Paris.

Nachleben

Bald nach Forsters Tod geriet sein Werk außerhalb der Fachwelt fast vollständig in Vergessenheit, wohl nicht zuletzt als Folge seines Engagements während der französischen Revolution. Je nach politischer Zeitströmung wurde Forster bis in die Gegenwart hinein jeweils unterschiedlich beurteilt.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts schrieb der Philosoph Friedrich Schlegel über ihn: „Unter allen eigentlichen Prosaisten atmet keiner so sehr den Geist freier Fortschreitung wie Georg Forster“. Auch im Vormärz wurde Forster eher positiv beurteilt. So gab Georg Gottfried Gervinus 1843 die erste Gesamtausgabe seiner Werke heraus und sicherte damit Forsters Nachwirken.

Generell aber verdeckte in der Zeit des aufkeimenden Nationalismus im nach-napoleonischen Deutschland das Bild des angeblichen „Vaterlandsverräters“ Forster zusehends das des Forschers und Schriftstellers. Im wilhelminischen Deutschland und erst recht während des Dritten Reichs blieb das Andenken Forsters verfemt.

Die DDR dagegen bezog die Erinnerung an den Forscher und Revolutionär in ihre eigene Traditionsbildung ein. So wurde beispielsweise die erste deutsche Forschungsstation in der Antarktis, die 1976 von der DDR eingerichtet wurde, Georg-Forster-Station benannt. Eine Oberschule, heute Gymnasium, im Ost-Berliner Stadtbezirk Lichtenberg trägt Forsters Namen.

Auf der Suche nach demokratischen Traditionen der deutschen Geschichte setzte seit den 1970er Jahren in der Bundesrepublik eine differenzierte Auseinandersetzung mit Forster ein. So sind mittlerweile auch im Westen Deutschlands Schulen nach Forster benannt, seit 2007 beispielsweise die Integrierte Gesamtschule Wörrstadt, die auf dem Gebiet der einstigen Mainzer Republik liegt. Forsters Ruf als einer der ersten und bedeutendsten deutschen Ethnologen ist heute unbestritten. Seine Arbeiten gelten mit als ausschlaggebend dafür, dass sich die Ethnologie in Deutschland zu einem eigenständigen Zweig der Wissenschaft entwickelt hat.

Werke

Werkausgaben

Übersetzungen

Literatur

 Wikisource: Georg Forster – Quellentexte
 Wikiquote: Georg Forster – Zitate

Einzelnachweise

  1. im Auszug auch unter dem heutigen Titel: Georg Forster: Entdeckungsreise nach Tahiti und in die Südsee. Stuttgart 1995, ISBN 3-522-60160-2 oder ISBN 3-8291-1211-4.
  2. Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. 5. Auflage, Herbig Verlag, ISBN 978-3-7766-2478-6. S. 290
  3. nach B. Blawis in Das Freimaurermuseum. Bd. V., S. 190 ff.
  4. http://www.goethezeitportal.de/fileadmin/PDF/db/wiss/epoche/hilmes_forster_huber.pdf
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Personendaten
Forster, Georg
deutscher Naturforscher, Ethnologe, Reiseschriftsteller, Journalist und Revolutionär
27. November 1754
Nassenhuben bei Danzig (heute Mokry Dwór in Polen)
10. Januar 1794
Paris