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Peer-Gynt-Suite

Die Peer-Gynt-Suiten 1 und 2 von Edvard Grieg nach dem Drama Peer Gynt von Henrik Ibsen von 1867 gehören zu den bekanntesten Orchesterstücken der romantischen Musik.

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Ibsen und Grieg hatten sich 1866 in Rom kennengelernt, waren aber nie Freunde geworden. Zu dieser Zeit arbeitete Ibsen an dem dramatischen Gedicht Peer Gynt nach der Vorlage norwegischer Märchen von Peter Christen Asbjørnsen. Nach dem Erfolg der Dichtung plante Ibsen sie zu einem Bühnenstück umzuarbeiten und beauftragte Grieg, die Musik dafür zu schreiben. Das Theaterstück wurde am 24. Februar 1876 uraufgeführt. Aus der dazugehörigen Musik stellte Grieg 1888 und 1891 die Suiten zusammen, welche die Werkbezeichnungen Opus 46 und 55 tragen.

Sätze

Suite No. 1:

Suite No. 2:

Diese Satzzusammenstellung entspricht nicht der Ordnung der Stücke im Drama. Grieg schuf selbst Fassungen für 2- und 4-Händiges Klavier der beiden Suiten. Besondere Bekanntheit hat der erste Satz, „Morgenstimmung“ erlangt, da er als eine Art Prototyp romantischer Musik in Filmen und auch in der Werbung (z.B. AEG; Rama) immer wieder verwendet wurde.

Mit der Melodie von „In der Halle des Bergkönigs“ verrät sich der Mörder in Fritz Langs Film M – Eine Stadt sucht einen Mörder. Die Melodie taucht außerdem auf in der Verfilmung von Der Doktor und das liebe Vieh, in einer Szene, in der Tristan Farnon im Pub einen wahnsinnigen Dirigenten mimt. Benutzt wird die ansteigende Dramaturgie des Stückes auch in Rat Race (2001), als der Geländewagen mit Hilfe seiner Seilwinde den Radarmast des Flughafens von Las Vegas hochfährt.

Einige Aufnahmen