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Des Teufels General (Drama)

Des Teufels General ist ein Drama von Carl Zuckmayer, das er 1945 schrieb und das 1946 am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Das Stück handelt vom Luftwaffen-General Harras, der seine Fähigkeiten zu Anfang des Zweiten Weltkriegs wegen seiner Flugleidenschaft den Nationalsozialisten zur Verfügung gestellt hat, obwohl er im Grunde anderer politischer Meinung ist, und dies auch öffentlich – selbst gegenüber der SS – kundtut. Abwerbungsversuchen der SS widersteht er. Als er in seinem Umfeld eine vermeintliche Sabotage-Aktion des Widerstands an einem neu entwickelten Flugzeugtyp aufdecken will, erfährt er, dass der wahre Grund für die Flugzeugabstürze eine Fehlkonstruktion am Höhenruder ist. Um seine engsten Mitarbeiter – alle keine Nationalsozialisten − zu schützen, übernimmt er die alleinige Verantwortung. Zur Desertion unfähig (obwohl ihm das von seinen Mitarbeitern geraten wird), besteigt er die Schwestermaschine des Flugzeugtyps, mit dem auch schon sein Freund Eilers tödlich abgestürzt war, und fliegt in den Tod.

Der Held war von dem mit Zuckmayer befreundeten Flieger Ernst Udet inspiriert. Dieser hatte 1941 Selbstmord begangen.

Rezension

Nach den großen Theatererfolgen dieses Stückes in den 1950er-Jahren blieb es lange ungespielt. Wieder hervorgeholt hat es der Regisseur Frank Castorf an seiner Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Im Jahr 1966 überarbeitete Zuckmayer sein Stück, nachdem es immer wieder Kritik an der Umsetzung einiger Figuren, insbesondere des Saboteurs Oderbruch, gegeben hatte. 1967 entstand eine Hörspielfassung in einer Bearbeitung von Bruno Felix und Hans Jedlitschka.

Verfilmung

Im Jahr 1954 entstand unter der Regie von Helmut Käutner die gleichnamige Verfilmung, die auch im Ausland positiv aufgenommen wurde. Die Hauptrolle spielten Curd Jürgens und Marianne Koch. Außerdem wirkten noch Viktor de Kowa, Karl John, Camilla Spira, Albert Lieven, Wolfgang Neuss, Wolfried Lier, Beppo Brem, Bum Krüger, Werner Riepel und Joseph Offenbach mit. Koch gewann für ihre Rolle den Deutschen Filmpreis.

Filmkritik

Literatur