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Leopold-Hoesch-Museum

Das Leopold-Hoesch-Museum in Düren, Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen wurde am 8. November 1905 eröffnet. Der in opulentem Neubarock gestaltete Quaderbau mit reicher Skulptierung und bemerkenswerter Treppenhausrotunde wurde nach Entwürfen des Aachener Architekten Georg Frentzen geschaffen. Am 16. November 1944 wurden die Dächer, Kuppeln sowie Teile des Inneren (jedoch nicht das Treppenhaus) zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte unter Verzicht auf die Kuppeln in vereinfachter Form.[1]

Eberhard Hoesch, der Sohn von Leopold Hoesch, stiftete aus seinem Erbe im Jahre 1904 eine halbe Million Mark für ein Theater (völlig zerstört beim Angriff auf Düren am 16. November 1944) und 300.000 Mark für ein Museum.

Das Museum hat seit 1906 jährlich mehrere Ausstellungen gezeigt und ist Standort der Papier-Biennale, der PaperArt. Zu sehen gibt es eine Kunstabteilung (mit Werken u.a. von Bertram Jesdinsky), eine vor- und frühgeschichtliche Abteilung und vieles mehr. Besonderer Schwerpunkt der Gemäldesammlung ist der deutsche Expressionismus.

Gegenüber dem Museum befand sich bis zum Zweiten Weltkrieg das Stadttheater Düren.

Das Museum wurde im Juni 2007 ausgeräumt und für längere Zeit wegen Um- und Anbau geschlossen. Am 26. November 2007 wurde der Grundstein für die Erweiterung gelegt. Die Neueröffnung soll im April 2009 erfolgen.

Koordinaten: 50°48'05,40" n.Br. 6°28'54,60" ö.L.

Einzelnachweise

  1. Hartwig Beseler, Niels Gutschow: Kriegsschicksale Deutscher Architektur, Band I: Nord. Neumünster: Karl Wachholtz Verlag, ohne Jahr, S. 421.