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Skopje

Skopje
Скопје
Shkupi/Shkup

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DMS
Basisdaten
Staat: Mazedonien
Koordinaten: 42° 0′ N, 21° 26′ OKoordinaten: 42° 0′ 0″ N, 21° 26′ 0″ O
Höhe: 248 m ü. A.
Fläche: 517 km²
Einwohner: 474.889 (2002)
Bevölkerungsdichte: 919 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+389) 020
Postleitzahl: 1000
Kfz-Kennzeichen: SK
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Opština
Gliederung: 10 Stadtbezirke
Bürgermeister: Trifun Kostovski (parteilos)
Webpräsenz:
www.skopje.gov.mk

Skopje (mazedonisch Скопје, albanisch Shkupi, griechisch Σκόπια, türkisch Üsküp, serbisch Skoplje/Скопље, lateinisch Scupi) ist seit 1991 die Hauptstadt von Mazedonien. Die Agglomeration Skopje hat 589.773 Einwohner (2005), sie ist auch eine politische Gemeinde innerhalb Mazedoniens. In der Stadt leben neben Mazedoniern (62,93 %), Albanern (21,39 %)und Türken (9 %) auch Roma (4,63 %, die meisten davon im Stadtbezirk Šuto Orizari), Serben (2,81 %), und Bosniaken (1,5 %).


Die Stadt liegt am Fluss Vardar und am Vodno-Gebirge. Auf dem Gipfel des Vodno befindet sich das Millenniumskreuz, das aus jedem Teil der Stadt zu sehen ist.

In Skopje befindet sich die Universität Sv. Kiril i Metodij und verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen. Außerdem ist Skopje Messestadt. Die Stadt ist Sitz des mazedonisch-orthodoxen Erzbischofs und eines katholischen Bischofs.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Skopje wurde von den Römern gegründet und hieß Scupi[1]. Reste dieser Stadt lassen sich heute noch besichtigen. Im Jahre 518 wurde sie durch ein Erdbeben zerstört.

Im Jahre 1345 ließ sich der serbische Kaiser Stefan Uroš IV. Dušan zum Kaiser der Serben und Griechen in Skopje krönen. Skopje wurde zur Hauptstadt des serbischen Kaiserreiches ernannt. Im Jahre 1392, drei Jahre nach der Niederlage der Serben in der Schlacht auf dem Amselfeld, geriet Skopje für mehr als 500 Jahre unter osmanische Herrschaft und war nunmehr unter dem Namen Üsküp bekannt. Ein weiteres schweres Erdbeben ereignete sich im Jahr 1515.

191 wurde Skopje in den Balkankriegen durch die serbische Armee erobert. Während des Ersten Weltkrieges wurde die Stadt 1915 von Bulgarien besetzt und 1918 von Serbien zurückerobert. Sie gehörte danach zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, dem späteren Königreich Jugoslawien.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Skopje von 1941 bis 1944 erneut von Bulgarien besetzt. Ab 1945 war Skopje die Hauptstadt der Teilrepublik Mazedonien innerhalb Jugoslawiens. Am 26. Juli 1963 zerstörte abermals ein schweres Erdbeben weite Teile der Stadt, sodass internationale Hilfe erforderlich wurde. Nahezu die gesamte Altstadt wurde zerstört, es gab 1070 Todesopfer.

Seit 1991 ist Skopje Hauptstadt des unabhängigen Staates Mazedonien.

Politik

Bürgermeister von Skopje ist Trifun Kostovski (seit 2005).

Medien

In Skopje befindet sich die Makedonska Radio Televizija (Mazedonische Radio- und Fernsehgesellschaft) am Boulevard Goce Delcev.

Geographie

Skopje liegt am Fluss Vardar im Norden des Staates. (Daher stammt auch der Name des Fußballvereins Vardar Skopje.)

Sehenswürdigkeiten

Parks

In Skopje befindet sich der Gradski Park (Stadtpark) im Zentrum der Stadt. Im Gradski Park befindet sich auch das Gradski Stadion.

Wirtschaft und Verkehr

Skopje ist ein Verkehrsknotenpunkt und bildet den nördlichen Eingang zum Vardartal, das eine Engstelle des wichtigen Verkehrskorridors von Mitteleuropa nach Thessaloniki in Griechenland bildet. In dem engen Tal verlaufen Bahn und Autobahn parallel. Es gibt Eisenbahnverbindungen nach Belgrad, Thessaloniki, Priština und Kičevo. Zusätzlich befindet sich zur Zeit eine Eisenbahnstrecke von Sofia nach Tirana durch Skopje sowie eine Umgehungsautobahn um die Stadt in Bau.

Das größte Industriegebiet befindet sich im Norden von Skopje an der Straße in Richtung der kosovarischen Hauptstadt Priština.

Etwa 20 Kilometer östlich des Stadtzentrums befindet sich der größte Flughafen des Landes.

Der Bahnhof von Skopje (Železnička stanica) befindet sich im Stadtteil Aerodrom, der östlich des Zentrums liegt. In direkter Nähe zum Bahnhof befindet sich der Busbahnhof (Avtobuska stanica). Es gibt regelmäßige lokale Busverbindungen sowie Busverbindungen in die Nachbarländer und nach Mitteleuropa.

Partnerstädte

Persönlichkeiten

Literatur

Quellen

  1. [1]

Siehe auch

Liste der Gemeinden Mazedoniens