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1. Sinfonie (Prokofjew)

Die Sinfonie Nr. 1 in D-Dur, Opus 25 (komponiert 1916-17, uraufgeführt am 21. April 1918 in Petrograd) ist zugleich die kürzeste und die bekannteste Sinfonie von Sergei Sergejewitsch Prokofjew. Neben der Fünften taucht sie als einzige in der Diskografie von Dirigenten vom Range Herbert von Karajans, Sergiu Celibidaches und Karel Ancerls auf.

Die Sinfonie verdankt ihren Beinamen „Klassische“ ihrer liebevoll-parodistischen Verwendung einer an Josef Haydn und den frühen Pjotr Iljitsch Tschaikowski (seinerseits ein Verehrer Mozarts) gemahnenden Tonsprache. Das Werk ist geprägt von Heiterkeit und Vitalität und zeichnet sich durch eine ausgeklügelte Rhythmik und die durchsichtige Verwendung eines von der Besetzung her keineswegs vorromantischen Orchesters aus. Leonard Bernstein bezeichnete es als Musterbeispiel für „Humor in der Musik“.

Das Werk besteht aus vier Sätzen. Die Gesamtdauer beträgt etwa 15 Minuten.

  1. Allegro
  2. Larghetto
  3. Gavotta: Non troppo allegro
  4. Finale: Molto vivace