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Planstadt

Eine Planstadt oder Retortenstadt ist eine Stadt oder ein Stadtteil, deren Grundriss ein deutlich erkennbarer Plan zugrunde liegt. Dies erfordert, dass die bebaute Fläche zur Planung völlig frei war oder zumindest durch gezielten Abbruch, Zerstörung im Krieg oder in einer Brandkatastrophe freigeräumt wurde.

Planstädte gab es in vielen Epochen der Geschichte, bereits in der Antike wurden Städte nach strengen Mustern angelegt. Typisch ist dabei der orthogonale Straßenraster, der sich, wie Spiro Kostof darlegt, in der griechischen Antike ebenso findet wie im alten China, in den spanischen Kolonialstädten des 16. Jahrhunderts ebenso wie in den Zentren vieler Großstädte der heutigen USA. Fast jede Gründungsstadt ist im weiteren Sinne eine Planstadt, da zumindest die Hauptwege mit der Position der Stadttore, öffentliche Plätze, ggf. Verlauf der Stadtmauer sowie die Lage von öffentlichen Gebäuden festgelegt wurden. Allerdings hatte jede Epoche eigene Vorstellungen, die von einem gerade vorherrschenden Ideal oder Prinzipien abgeleitet waren (Idealstadt, Verbesserung der Städte). Manche dieser Prinzipien sind heute nicht mehr verständlich, wie etwa die Pläne mittelalterlicher Städte, die heute als unkontrolliert gewachsen erscheinen oder vielfach überformt sind.

Typische Planstädte in Europa sind die Stadtgründungen des Barock mit geometrischen Stadtgrundrissen, die man im engeren Sinne als Planstädte bezeichnet.

Besondere Umstände führen zur Gründung von Planhauptstädten, welche sich oft durch Größe von gewöhnlichen Planstädten unterscheiden.

Inhaltsverzeichnis

Planstädte

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