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Opel Olympia A

Opel
Olympia A
Hersteller: Adam Opel AG
Produktionszeitraum: 19671970
Klasse: untere Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Coupé
Motoren: 1,1 - 1,9 l Ottomotor, 44-66kW (60-90PS)
Länge: 4182 mm
Breite: 1573 mm
Höhe: 1400/1354 (Coupé) mm
Radstand: 2416 mm
Leergewicht: 770-880 kg
Vorgängermodell: Opel Kadett B
Nachfolgemodell: Opel Ascona A

Der ab September 1967 angebotene Opel Olympia A war im Gegensatz zu früheren Olympia-Modellen keine Opel Rekord-Sparversion mehr, sondern ein luxuriös aufgewerteter Opel Kadett B. Der Wagen sollte bis zum Erscheinen des „Ascona" in der Mittelklasse die Lücke zum „Rekord" füllen und bekam einen um die Ecken geführten verchromten Kühlergrill mit weiterem Zierrat sowie eine aufwändigere Inneneinrichtung ohne das nackte Blech der einfachen Kadett-Modelle. Insbesondere das gegen Aufpreis lieferbare Vinyldach erwies sich Jahre später als Crux dieser späten Olympia-Modelle: Oftmals wurde die Dachbeklebung zur Feuchtigkeits- und dadurch Rostfalle.

Es gibt drei Versionen:(Schrägheck)-Limousinen zwei- und viertürig und das F-Coupe. Diese Modelle basieren auf den jeweiligen LS-Modellen der Kadett B-Reihe. Folgende Motoren waren verfügbar:

Insbesondere der 90 PS-Motor erlaubte bei gut eingefahrenen Exemplaren erstaunliche Fahrleistungen mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in ca. 10,9 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von zirka 170 km/h. Damit war der Opel Olympia eines der agilsten Kompaktfahrzeuge seiner Klasse. Man musste schon einen wesentlich teureren Ford Escort-I-RS oder gar einen exotischen Alfa Romeo Giulia fahren, um mithalten zu können.

VW bot Ende der 60er Jahre vergleichsweise als schnellsten PKW in dieser Klasse den VW 1600 TL mit 54 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h an. Lediglich der Audi Super 90, der Vorgänger des späteren Audi 80, konnte in dieser Fahrzeugklasse vergleichbare Fahrleistungen bieten, jedoch zu deutlich höherem Preis.

Eine Kombiversion (CarAVan) war vom Olympia A nicht verfügbar. Die Fronten der US-Export-Modelle des Kadett sahen zeitweise dem Olympia A recht ähnlich, tatsächlich stimmen aber nur die Eckstücke überein. 1970 endete die Produktion dieser Olympia-Reihe. Sie war mit 80.697 gebauten Exemplaren kein besonderer Verkaufserfolg, da sich die Fahrzeuge zu wenig vom billigeren Opel Kadett unterschieden. Dementsprechend schwierig ist es, heute noch ein Exemplar des Olympia A zu finden.

Nachfolger des Opel Olympia wurde ab 1970 der Opel Ascona A, eine eigenständige Karosserie-Neuentwicklung.

Technische Daten Opel Olympia 1967–1970
Opel Olympia: 1100 SR 1700 S Coupé 1900 S
Motor:  4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)
Hubraum:  1078 cm³ 1698 cm³ 1879 cm³
Bohrung x Hub:  75 x 61 mm 88 x 69,8 mm 93 x 69,8 mm
Leistung bei 1/min:  44 kW (60 PS)
bei 5200
55 kW
(75 PS)
bei 5200
66 kW
(90 PS)
bei 5100
Max. Drehmoment bei 1/min:  85 Nm bei 3800–5000 130 Nm bei 2800–2900 149 Nm bei 2500–3100
Verdichtung:  9,2 : 1 9,5 : 1 9,5 : 1
Gemischaufbereitung:  2 Fallstromvergaser Solex 35 PDSI 1 Fallstrom-Vergaser 1 Register-Fallstrom-Vergaser
Ventilsteuerung:  Hängende Ventile (OHV), seitliche Nockenwelle mit Antrieb durch Einfach-Rollenkette Hängende Ventile (CIH), obenliegende Nockenwelle mit Antrieb durch Duplex-Rollenkette
Kühlung:  Wasserkühlung
Getriebe:  4-Gang-Getriebe, Knüppelschaltung (gegen Aufpreis ab Ende 1968: Opel-Dreigangautomatik)
Vorderachse:  Einzelradaufhängung an ungleich langen, doppelten Trapez-Querlenkern, Querblattfeder (Weitspalt-Halbfeder), Teleskopstoßdämpfer
Hinterachse:  Zentralgelenkachse (Starrachse), Schraubenfedern,Teleskopstoßdämpfer
Bremsen:  Hydraulische Zweikreis-Vierradbremse mit Bremshilfe, Scheiben vorn, Ø 238 mm, Trommeln hinten, Ø 200 mm (230 mm bei 1700 S/1900 S)
Aufbau:  selbsttragende Ganzstahlkarosserie, Tankinhalt: ca. 40 Liter
Spurweite vorn/hinten:  1250/1274 mm
Höchstgeschwindigkeit:  140 km/h 155 km/h 165 km/h
0-100 km/h:  17 s 14 s 11 s
Verbrauch (Liter/100 Kilometer):  7,9–10,5 S 9,4−11,5 S 9,6–12,0 S
 Commons: Opel Olympia A – Bilder, Videos und Audiodateien