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Rudolf Hermann

Rudolf Hermann (* 3. Oktober 1887 in Barmen; † 10. Juni 1962 in Berlin) war ein deutscher Theologe und Religionsphilosoph (Greifswalder Schule).

Hermann studierte nach dem Abitur 1906 zunächst Deutsch, Geschichte und Religion, später Theologie in Marburg, Halle und Greifswald. 1911 legte er sein erstes theologisches Staatsexamen in Koblenz ab. 1913 promovierte er in Göttingen.

Nachdem er 1913 seinen Militärdienst angetreten hatte, nahm er ab 1914 als Soldat am Ersten Weltkrieg teil und geriet im September schwer verwundet 1914 in französische Kriegsgefangenschaft. 1915 wurde er ausgetauscht und habilitierte sich 1916 in Göttingen, wo er zunächst als Privatdozent tätig war.

1923 wurde er Professor in Breslau und 1926 Ordentlicher Professor in Greifswald; seit Mai 1928 war er geschäftsführender Vorsitzender der Greifswalder Gelehrten Gesellschaft für Lutherforschung und neuzeitliche Geistesgeschichte. 1933 bis 1938 war er Mitglied der Bekennenden Kirche.

Als Dekan der Theologischen Fakultät Greifswald, der er seit 1946 war, berief man ihn in die Kommission zur Herausgabe der Werke Martin Luthers (Weimarer Ausgabe). Seit 1953 lehrte er an der Humboldt-Universität in Berlin. Seit 1955 emeritiert, lehrte er dennoch weiter und war Direktor des Theologischen Seminars.

Nach kurzer Krankheit starb er 1962 in der Berliner Charité.

Literatur

Personendaten
Hermann, Rudolf
deutscher Theologe und Religionsphilosoph
3. Oktober 1887
Barmen
10. Juni 1962
Berlin