Heim

DTM-Saison 2007

In der DTM-Saison 2007 wurden 10 Rennen in 5 Ländern ausgetragen. Der Auftakt und das Finale fanden auf dem Hockenheimring statt.

Gesamtsieger wurde Mattias Ekström im Audi A4.

Inhaltsverzeichnis

Starterfeld

Nr. Fahrer Fahrzeug Team
1 Germany Bernd Schneider AMG-Mercedes C-Klasse 2007 Original Teile AMG Mercedes (HWA)
2 Canada Bruno Spengler AMG-Mercedes C-Klasse 2007 DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes (HWA)
3 Sweden Mattias Ekström Audi A4 DTM 2007 Audi Sport Team Abt Sportsline
4 Germany Martin Tomczyk Audi A4 DTM 2007 Audi Sport Team Abt Sportsline
5 the United Kingdom Jamie Green AMG-Mercedes C-Klasse 2007 Salzgitter AMG Mercedes (HWA)
6 Finland (bordered) Mika Häkkinen AMG-Mercedes C-Klasse 2007 AMG Mercedes (HWA)
7 Denmark Tom Kristensen1 Audi A4 DTM 2007 Audi Sport Team Abt Sportsline
Germany Frank Biela
Germany Markus Winkelhock
8 Germany Timo Scheider Audi A4 DTM 2007 Audi Sport Team Abt Sportsline
9 the United Kingdom Gary Paffett AMG-Mercedes C-Klasse 2006 Laureus AMG Mercedes (Persson)
10 Greece Alexandros Margaritis AMG-Mercedes C-Klasse 2006 stern AMG Mercedes (Persson)
11 Germany Mike Rockenfeller Audi A4 DTM 2006 Audi Sport Team Rosberg
12 Germany Lucas Luhr Audi A4 DTM 2006 Audi Sport Team Rosberg
14 the United Kingdom Susie Stoddart AMG-Mercedes C-Klasse 2005 TV Spielfilm AMG Mercedes (Mücke Motorsport)
15 Germany Daniel la Rosa AMG-Mercedes C-Klasse 2006 TrekStor AMG Mercedes (Mücke Motorsport)
16 Germany Christian Abt Audi A4 DTM 2006 Audi Sport Team Phoenix
17 France Alexandre Prémat2 Audi A4 DTM 2006 Audi Sport Team Phoenix
Germany Marco Werner
18 Austria Mathias Lauda AMG-Mercedes C-Klasse 2006 Trilux AMG Mercedes (Persson)
19 the United Kingdom Paul di Resta AMG-Mercedes C-Klasse 2005 JAWA4U.de AMG Mercedes (Mücke Motorsport)
20 the United Kingdom Adam Carroll 3 Audi A4 DTM 2005 Futurecom TME
Germany Markus Winkelhock
21 Belgium Vanina Ickx Audi A4 DTM 2005 Futurecom TME

1= Aus gesundheitlichen Gründen wurde Tom Kristensen in Oschersleben von Frank Biela und am EuroSpeedway von Markus Winkelhock vertreten.
2= Aus gesundheitlichen Gründen wurde Alexandre Prémat für das Rennen in Oschersleben von Marco Werner vertreten.
3= Nachdem Adam Carroll in die GP2 Serie gewechselt war wurde dieser in Mugello durch Markus Winkelhock ersetzt.

Saison-Verlauf

Besondere Ereignisse

Auftaktrennen am Hockenheimring

Beim Saisonstart auf dem Hockenheimring kam es bereits in der ersten Runde zu einem der folgenreichsten Unfälle der DTM-Geschichte. In der dritten Kurve drehte sich Tom Kristensen, nachdem er auf Timo Scheider aufgefahren war. Aufgrund der dabei verursachten starken Rauchentwicklung war die Sicht auf die Strecke behindert, sodass nacheinander Alexandre Prémat und Susie Stoddart in Kristensens Wagen gefahren sind. Stoddart blieb unverletzt, bei Alexandre Prémat stellten die Ärzte jedoch einen Lendenwirbelriss fest und Tom Kristensen erlitt ein Schleudertrauma. Beide Fahrer mussten beim zweiten Rennen pausieren. Prémat wurde durch Marco Werner ersetzt, Kristensen durch Frank Biela. Während Prémat beim dritten Rennen wieder starten konnte, pausierte Kristensen noch zwei weitere Rennen und wurde durch Markus Winkelhock ersetzt.

EuroSpeedway Lausitz

Auf dem EuroSpeedway am 20. Mai 2007 verpasste das Safety Car das Führungsauto und führte mehrere Runden lang das Teilnehmerfeld in einer „falschen Reihenfolge“ um den Kurs. Zudem führte eine seit Anfang der Saison geltende neue Regelung zu Safety-Car-Phasen, bei der Boxenstops in dieser nur eingeschränkt erlaubt sind, zu zusätzlicher Verwirrung. Im Endeffekt wurde das Feld so durcheinander gewürfelt, dass nach dem Neustart das Safety Car noch einmal auf die Strecke musste, um die richtige Reihenfolge wieder her zu stellen. Am 22. Mai 2007 entschied der DMSB, dass auf Grund der Vorfälle für das Rennen nur die halben Punkte vergeben werden. Außerdem wurde der im DTM-Reglement vorgesehene Gewichtsauf- und -abbau für das nächste Rennen von 7 auf 3,5 kg reduziert.

Anzumerken sei, dass in der Formel 1 die erste Safety-Car-Phase mit diesen Änderungen zu ähnlichem Chaos und sogar Disqualifikationen von zwei Fahrern führte.

Barcelona

Vor diesem Rennen hatte Mercedes mit Bruno Spengler nur noch einen realistischen Meisterschaftskandidaten, der zudem einen Rückstand von zehn Punkten auf den Meisterschaftsführenden Mattias Ekström im Audi und sechs auf dessen Teamkollegen Martin Tomczyk hatte. In das Rennen startete Tomczyk von der Pole, Spengler von Position 3 und Ekström nur von Platz 10, war aber bereits nach wenigen Runden auf Rang 5, was für die Meisterschaft gereicht hätte.[1] Nun kam es an der Spitze zu einer Kollision zwischen Tomczyk und dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen im Mercedes, die das Aus für beide Fahrer bedeutete. Die Rennleitung hatte Häkkinen hierfür nachträglich disqualifiziert (de facto folgenlos, da er selbst ausgefallen ist) und für die Startaufstellung des nächsten Rennens um zehn Plätze nach hinten versetzt.[2] Im Weiteren kam es zu einer Kollision zwischen dem weit zurückliegenden Mercedes-Fahrer Daniel la Rosa und Ekström, der ebenfalls das Aus für beide bedeutete. Die Schuld an diesem Zwischenfall wird von allen Beteiligten außer la Rosa selbst ihm zugeschrieben, so dass auch er für das kommende Rennen um zehn Plätze nach hinten versetzt wurde.[3] Damit war die Meisterschaftsentscheidung definitiv vertagt. Im weiteren Rennverlauf gab es dann weitere Kollisionen zwischen Timo Scheider (Audi) und Mathias Lauda (Mercedes) sowie zwischen Spengler und Mike Rockenfeller (Audi), bei denen jeweils die Audi-Fahrer die leidtragenden waren. Hiernach wurden die noch im Rennen verbliebenen Audi von Rockenfeller, Lucas Luhr, Markus Winkelhock, Tom Kristensen und Vanina Ickx vom Werk aus dem Rennen genommen, um zu „verhindern, dass irgendeiner der Fahrer etwas macht, was wir alle nicht wollen“, so Audi-Sportchef Wolfgang Ulrich.[4] Das Rennen, das lediglich sechs Fahrer zu Ende fahren konnten, gewann Jamie Green vor Spengler und Paul di Resta. Damit hatten für das noch ausstehende letzte Rennen noch drei Fahrer Meisterschaftschancen. Ex-Meister Bernd Schneider hat seine Chancen durch einen Ausfall wegen technischer Probleme verloren[5], di Resta – der als Rookie mit einem zwei Jahre alten Auto noch theoretische Chancen gehabt hätte – hätte das Rennen gewinnen müssen, was dank des Ergebnisses mittels Stallorder durchaus möglich gewesen wäre.[6]

Rennkalender

Datum Rennen Runden km pro Runde Gesamtdistanz (km) Sieger
22.04. Germany Hockenheimring 37 4,574 169,24 Sweden Mattias Ekström
06.05. Germany Oschersleben 44 3,667 161,35 the United Kingdom Gary Paffett
20.05. Germany Lausitz 48 3,442 165,22 Finland (bordered) Mika Häkkinen
10.06. the United Kingdom Brands Hatch 82 1,929 158,18 Germany Bernd Schneider
24.06. Germany Norisring 74 2,300 170,20 Canada Bruno Spengler
15.07. Italy Mugello 33 5,245 173,09 Finland (bordered) Mika Häkkinen
29.07. the Netherlands Zandvoort 38 4,307 163,67 Germany Martin Tomczyk
02.09. Germany Nürburgring 43 3,629 156,05 Germany Martin Tomczyk
23.09. Spain Barcelona 58 2,949 171,04 the United Kingdom Jamie Green
14.10. Germany Hockenheimring 37 4,574 169,24 the United Kingdom Jamie Green

Gesamtwertung

Fahrerwertung

Platz Fahrer Team (Fahrzeug) Punkte
1 Sweden Mattias Ekström Audi Sport Team Abt Sportsline (2007) 50
2 Canada Bruno Spengler DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes (2007) 47
3 Germany Martin Tomczyk Audi Sport Team Abt Sportsline (2007) 40
4 the United Kingdom Jamie Green Salzgitter AMG Mercedes (2007) 34,5
5 the United Kingdom Paul di Resta JAWA4U.de AMG Mercedes (2005) 32
6 Germany Bernd Schneider Original-Teile AMG Mercedes (2007) 31,5
7 Germany Timo Scheider Audi Sport Team Abt Sportsline (2007) 25
8 Finland (bordered) Mika Häkkinen AMG Mercedes (2007) 22
9 the United Kingdom Gary Paffett Laureus AMG Mercedes (2006) 20,5
10 Greece Alexandros Margaritis stern AMG Mercedes (2006) 16
11 France Alexandre Prémat Audi Sport Team Phoenix (2006) 13
12 Germany Mike Rockenfeller Audi Sport Team Rosberg (2006) 11
13 Germany Daniel la Rosa TrekStor AMG Mercedes (2006) 10
14 Denmark Tom Kristensen Audi Sport Team Abt Sportsline (2007) 9
15 Germany Christian Abt Audi Sport Team Phoenix (2006) 4
15 Austria Mathias Lauda Trilux AMG Mercedes (2006) 4
17 Germany Lucas Luhr Audi Sport Team Rosberg (2006) 1

Teamwertung

Platz Team Punkte
1 Audi Sport Team Abt Sportsline 90
2 Originalteile/DC Bank AMG Mercedes 78.5
3 Salzgitter/AMG Mercedes 56.5
4 stern/Laureus AMG Mercedes 36.5
5 Audi Sport Team Abt 34
6 TV-Spielfilm/JAWA.de AMG Mercedes 32
7 Audi Sport Team Phoenix 17
8 TrekStor/Trilux AMG Mercedes 14
9 Audi Sport Team Rosberg 12

Einzelnachweise

  1. http://www.motorsport-total.com/dtm/ergeb/ergeb_DTM_27_778.html
  2. http://www.motorsport-total.com/dtm/news/2007/09/Strafen_fuer_Haekkinen_und_la_Rosa_07092310.html
  3. http://www.motorsport-total.com/dtm/news/2007/09/Strafen_fuer_Haekkinen_und_la_Rosa_07092310.html
  4. http://www.motorsport-total.com/dtm/news/2007/09/Das_Chaosrennen_Das_sagen_die_Sportchefs_07092307.html
  5. http://www.motorsport-total.com/dtm/news/2007/09/Schneider_Kaempfte_um_die_Fuehrung_07092317.html
  6. http://www.motorsport-total.com/dtm/news/2007/09/Di_Resta_Erfolgreich_im_Lehrjahr_07092314.html