Bogenhausen
Heim

Bogenhausen

Bogenhausen
Landeshauptstadt München
Koordinaten: 48° 9′ N, 11° 37′ O7Koordinaten: 48° 8′ 53″ N, 11° 37′ 0″ O
Eingemeindung: 1. Jan. 1892
Postleitzahlen: 81675, 81677, 81679, 81925, 81927, 81929
Vorwahl: 089
Lage des Stadtbezirks 13 Bogenhausen in München

Bogenhausen ist ein Stadtteil von München. Es bildet den Kern des Stadtbezirkes 13 Bogenhausen, zu dem seit der Neugliederung 1992 auch Oberföhring, Johanneskirchen, Englschalking, Denning, Daglfing und Zamdorf sowie die auf deren Gemarkung entstandenen neuen Siedlungen gehören.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Bogenhausen liegt im Nordosten der Stadt: Seine Grenzen sind im Westen die Isar (Isarhochufer), im Norden und Osten die Stadtgrenze und im Süden die Prinzregentenstraße, der Leuchtenbergring sowie dann der Bahnkörper Berg am Laim bis Riem. Im öffentlichen Bewusstsein bildet allerdings die Prinzregentenstraße bzw. in deren Verlängerung die Töginger Straße (A 94) die Südgrenze Bogenhausens.

Bezirksteile

Bogenhausen

Bogenhausen wurde 768 unter der Bezeichnung Pupinhusir erstmals erwähnt. Der Name bedeutet Haus/Häuser des Poapo/Poppo/Pubo. 1818 wurde Bogenhausen zur Gemeinde erhoben, eingemeindet nach München dann am 1. Januar 1892.

Der alte Ortskern ist an der alten Pfarrkirche St. Georg, Bogenhauser Kirchplatz 1, und an der Ismaninger und Hompeschstraße zu finden. Seit der Spätgründerzeit wurde von der Prinzregentenstraße aus Richtung St. Georg mit klarer städtebaulicher Planung ein weitflächiges, repräsentatives Villen- und Mietshausviertel errichtet, das bis heute das Bild von Bogenhausen in der öffentlichen Meinung prägt. Beispiele sind hier die Villa Stuck, das Hildebrand-Haus sowie das Gebäude, in dem heute der Bundesfinanzhof seinen Sitz hat. Im Zweiten Weltkrieg kaum beschädigt, konnte das Viertel seinen Charakter weitgehend erhalten. Die Entwicklung in den Außenbereichen mit mehreren erhaltenen Dorfkernen erhielt wichtige Impulse durch in der Nachkriegszeit erbaute Großwohnanlagen. Den Anfang machte 1957 die Parkstadt Bogenhausen als Münchens erste Großwohnanlage mit Hochhausbebauung. In den folgenden 30 Jahren entstanden noch sieben weitere Großwohnanlagen mit etwa 15.000 Wohneinheiten, die sich inzwischen zu Stadtteilen mit eigener Identität entwickelt haben.

Historische Ortsteile der Gemeinde Bogenhausen


Neue Stadtteile im Gebiet der früheren Gemeinde Bogenhausen

Daglfing

Daglfing wurde erstmals am 10. Dezember 839 als ad Tagolfingas genannt. Daher wird der Name vom Namen Tagolf/Thachulf abgeleitet. Die Gemeindebildung ist nicht ganz geklärt. Sicher ist, dass Daglfing 1818 selbständige Gemeinde wurde. Allerdings widersprechen sich die Verzeichnisse vom 5. Juli 1818 und von 1820, was den Umfang der Gemeinde angeht. Wahrscheinlich umfasste die Gemeinde Daglfing bereits 1818 allein vier Dörfer, die nicht genannt werden (wohl Daglfing, Englschalking, Johanneskirchen, Zamdorf), 1 Weiler (Denning) und 1 Einöde (Steinhausen). Das Gemeindegebiet wurde noch häufig umgebildet. 1911 und bei der Eingemeindung bildeten Daglfing, Denning, Englschalking und Johanneskirchen die Gemeinde Daglfing. Zamdorf war 28. August 1875 auf eigenen Wunsch der Gemeinde Berg am Laim zugeschlagen worden. Eingemeindung am 1. Januar 1930.

Der alte Ortskern ist um die Kath. Kirche St. Philipp und Jakob, Kohlbrennerstraße 21, zu finden. Bis heute ist Daglfing eher ländlich geprägt. Dieses Viertel hat sich seinen ländlichen Charakter weitestgehend erhalten können. Im Süden ist das Bild geprägt von Einfamilien- und Reihenhäusern mit großen Gärten so wie einigen alten Gehöften. Erwähnenswert ist die Trabrennbahn München-Daglfing.

Daglfing ist an die A94 mit einer eigenen Anschlussstelle „München-Daglfing“ (3) angeschlossen. Ebenso besitzt Daglfing einen Haltepunkt der S8

Historische Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Daglfing

Neue Stadtteile im Gebiet der früheren Gemeinde Daglfing

Oberföhring

Hauptartikel: Oberföhring

Oberföhring wurde am 3. Juli 750 als ad Feringas erstmals erwähnt. Der Ort ist also nach der Familie der Feringa benannt, die dort vor dem Brückenbau die Überfahrt über die Isar besorgte. Eben diese Brücke, über die der Salzhandel lief, wurde Streitpunkt zwischen Heinrich den Löwen und dem Bistum Freising, so dass 1158 nach der Zerstörung der Brücke München gegründet und die Salzstraße dorthin verlegt wurde. 1818 eigene Gemeinde. Eingemeindung auf eigenen Wunsch am 1. Juli 1913.

Der alte Ortskern liegt am Isarhochufer um die Kath. Pfarrkirche St. Lorenz, Muspillistraße 31. Oberföhring gilt als gehobene Wohnlage. Schöne alte Einfamilienhäuser und großzügige Grünflächen prägen das Bild. Im Südosten gibt es einige größere moderne Mietshäuser.

Historische Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Oberföhring

Historische Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Berg am Laim

Zur Arrondierung des Bezirksgebietes sind folgende Stadtteile der ehemaligen Gemeinde Berg am Laim in den Stadtbezirk Bogenhausen umgegliedert worden:

Allgemeines

Sozialstruktur

Im Stadtbezirk Bogenhausen haben Mitglieder aller sozialen Schichten ein Zuhause gefunden. Die Sozialstruktur gilt als ausgewogen. Die soziale Struktur des Bezirks folgt den städtebaulichen Gegebenheiten in den Bezirksteilen: so dominiert in Bogenhausen selbst wie Herzogpark bis heute die gehobene Mittelschicht. Die Anzahl der Angestellten und Beamten ist viermal so hoch wie die Zahl der Arbeiter. Der Ausländeranteil liegt mit 17,1 % unter dem gesamtstädtischen Niveau.

Arbeitsplätze sind vor allem im Dienstleistungsbereich vorhanden. Schwerpunkte sind neben dem Gesundheitswesen (Städt. Krankenhaus Bogenhausen sowie sieben in der Regel private Kliniken) insbesondere Büro und Verwaltung vor allem im Arabellapark. Verarbeitendes Gewerbe, das rund ein Fünftel der Arbeitsplätze stellt, ist vor allem in Steinhausen konzentriert.

Verkehr

Der Stadtbezirk wird durch drei Hauptverkehrsachsen erschlossen: Im Süden durch die Prinzregentenstraße bzw. in deren Verlängerung die Töginger Str / A 94; In Nord-Süd-Richtung die Richard-Strauss-Straße – Effnerplatz (Mittlerer Ring). Von Effnerplatz Richtung Nordost / A9 die Effnerstraße. Sowohl von der Richard-Strauss-Straße als auch die Effnerstraße gehen weitere größere Wohnsammelstraßen ab, die die übrigen Stadtteile im Stadtbezirk erschließen.

Der öffentliche Nahverkehr ist vor allem durch die U4 mit den U-Bahnhöfen Prinzregentenplatz, Böhmerwaldplatz, Richard-Strauss-Straße und Arabellapark, der Trambahnlinie 18 sowie der S8 mit den Haltepunkten Daglfing, Englschalking und Johanneskirchen erschlossen. Die Planfeststellung für ein Anbindung der U4 an die S-Bahn ist abgeschlossen, eine Realisierung ist aus Kostengründen auf absehbare Zeit nicht geplant.

Öffentliche Einrichtungen

Bogenhausen ist Standort mehrerer wichtiger Konsulate, so z.B. das Generalkonsulat der Republik Österreich und das Generalkonsulat der Republik Polen. In Denning, in unmittelbarer Nähe zum Arabellapark, hat das Generalkonsulat der Ungarischen Republik seinen Sitz. Daneben sind das Bayer. Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, und der Bundesfinanzhof erwähnenswert. Wichtige kulturelle Einrichtungen sind das Prinzregententheater sowie die Sammlung Goetz. Außerdem hat dort das Wilhelm Hausenstein gewidmete Gymnasium seinen Platz.

Statistik

(Stand jeweils am 31. Dezember, Einwohner mit Hauptwohnsitz)

Jahr Einw. davon Ausländer Fläche ha EW/ha Quelle mit weiteren Daten
2000 70.936 11.562 (16,3 %) 2.371,73 30 Statistisches Taschenbuch München 2001. pdf-Download
2001 71.716 11.921 (16,6 %) 2.371,73 30 Statistisches Taschenbuch München 2002. pdf-Download
2002 72.429 12 178 (16,8 %) 2.371,71 31 Statistisches Taschenbuch München 2003. pdf-Download
2003 73.070 12.654 (17,3 %) 2.371,39 31 Statistisches Taschenbuch München 2004. pdf-Download
2004 72.982 12.513 (17,1 %) 2.371,39 31 Statistisches Taschenbuch München 2005. pdf-Download
2005 73.860 13.042 (17,7 %) 2.371,38 31 Statistisches Taschenbuch München 2006. pdf-Download

Literatur