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Chanthaburi (Provinz)

Chanthaburi
จันทบุรี
Statistik
Hauptstadt: Chanthaburi
Tel.vorwahl: 039
Fläche: 6.338 km²
34.
Einwohner: 494.000 (2004)
50.
Bev.dichte: 77 E/km²
66.
Karte

Chanthaburi (Thai: จันทบุรี ) ist eine Provinz (Changwat) im Osten Thailands, sie wird aber verwaltungstechnisch zu Zentralthailand gezählt.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Provinz Chanthaburi liegt an der Grenze zu Kambodscha und an der Küste des Golf von Thailand. Während die Küstenlandschaft eher flach ist, steigt das Land nach Nordosten hin zu einem beträchtlichen Gebirge hin an, das die natürliche Grenze zu Kambodscha bildet. Die höchste Erhebung der Provinz liegt bei Soi Dao Nua und ist 1556 m über d. M.

Angrenzende Provinzen und Gebiete:
Norden Chachoengsao und Sa Kaeo
Osten Trat und Landesgrenze zu Kambodscha
Süden Golf von Thailand
Westen Rayong und Chonburi

Klima

Das Klima ist tropisch-monsunal.

Wirtschaft und Bedeutung

In der Provinz werden Edelsteine und Halbedelsteine gewonnen und verarbeitet. Insbesondere Rubine und Saphire sind hier zu finden.

Daneben gedeihen tropische Früchte aller Art.

Das Bruttosozialprodukt der Provinz betrug 2004 27.940 Millionen Baht (Quelle: Thailand in Figures. 9. Aufl. 2006).

Bildung

Geschichte

Die Landschaft westlich von Kambodscha war schon früh von Khmer und ihrem alten Reich Angkor beherrscht, ehe die Siamesen aus Ayutthaya ihren Einfluss im 15. Jahrhundert ausdehnen konnten. Danach gab es immer wieder Überfälle aus Kambodscha, aber keine Änderung des territorialen Status'. Meist dienten die Überfälle dazu, Güter und vor allem wertvolle Arbeitskräfte mit nach Kambodscha zu nehmen. Nach der Zerstörung von Ayutthaya durch die Burmesen im Jahre 1767 diente Chanthaburi bis etwa 1770 als Hauptquartier für die Armee des Generals Taksin (des späteren Königs in Thonburi), der Siam wieder in die Unabhängigkeit führte.

Im Zuge der Paknam-Krise besetzten französische Truppen 1893 Chanthaburi, zogen sich erst 1905 nach der Herausgabe der westlichen Gebiete von Kambodscha durch die Siamesen von dort zurück.

Siehe auch: Geschichte Thailands und entsprechender Eintrag in Chanthaburi

Bevölkerung

Viele Bewohner der Provinz Chanthaburi sind geborene Vietnamesen oder stammen von ihnen ab. Vietnamesen wanderten in drei Wellen nach Thailand ein:

  1. im 19. Jahrhundert während der anti-katholischen Übergriffe in Cochin-China (damals bereits das Kaiserreich Vietnam)
  2. Flüchtlinge aus Indochina während der 20er bis 40er Jahre des 20. Jahrhunderts
  3. eine Welle nach dem Sieg der Kommunisten aus Nordvietnam 1975 über die USA und Südvietnam.

Wappen

Das Wappen der Provinz Chanthaburi zeigt den Mond umgeben von einer Aura. Innerhalb der Mondscheibe ist ein Hase, da nach der Auffassung der Thai die Mare des Mondes (die dunklen Stellen) die Form eines Hasen annehmen. Das Wappen soll den Frieden und die Ruhe der Provinz symbolisieren.

Der lokale Baum ist Diospyros decandra. Die lokale Blume ist die Orchidee.

Der Wahlspruch der Provinz Chanthaburi lautet:

„Stadt berühmter Wasserfälle,
Mit einem Überfluß an einheimischen Früchten,
Das Land, wo der beste Pfeffer wächst,
Viele Edelsteine werden hier geschnitten,
Bewebte Bastmatten sind sehr bekannt hier,
Reich an üppigen Naturschönheiten,
Die Stadt, die an König Taksins große Taten erinnert,
Als er alle Leute zusammenführte, um die Birmanen zu schlagen.“

Verwaltungseinheiten

Die Provinz ist in 10 Landkreise (Amphoe) gegliedert. Die Kreise sind weiter unterteilt in 76 Gemeinden (Tambon) und 690 Dörfer (Mubaan).

Amphoe
(Kreise)
  1. Mueang Chanthaburi (อำเภอเมืองจันทบุรี)
  2. Khlung (อำเภอขลุง)
  3. Tha Mai (อำเภอท่าใหม่)
  4. Pong Nam Ron (อำเภอโป่งน้ำร้อน)
  5. Makham (อำเภอมะขาม)
  1. Laem Sing (อำเภอแหลมสิงห์)
  2. Soi Dao (อำเภอสอยดาว)
  3. Kaeng Hang Maeo (อำเภอแก่งหางแมว)
  4. Na Yai Am (อำเภอนายายอาม)
  5. Khao Khitchakut (อำเภอเขาคิชฌกูฏ)

Sehenswürdigkeiten

Siehe auch Eintrag in Chanthaburi.


Koordinaten: 12° 36' N, 102° 6' O